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„Bernd“: R+V zahlt knapp halbe Milliarde Euro

Das Sturmtief „Bernd“ kommt die R+V teurer zu stehen als zunächst erwartet. Nach einer vorsichtigen Schadenschätzung im Juli, die bei 167 Mio. Euro lag, musste der Wiesbadener Versicherer seine Prognose jetzt deutlich anheben. Bis heute sind 14.000 Schadenmeldungen in Höhe von insgesamt 470 Mio. Euro bei der R+V eingegangen. Das Ende der Fahnenstange ist damit noch nicht erreicht, doch schon jetzt steht fest: 2021 ist das bisher teuerste Naturkatastrophenjahr in der rund 100-jährigen Unternehmensgeschichte der R+V.

Allianz hat Stress mit der Bermuda-Aufsicht

Verstoß gegen das Geldwäsche- und das Versicherungsgesetz sowie Terrorismusfinanzierung – die Vorwürfe gegen die Allianz-Tochter Allianz Life Bermuda Limited wiegen schwer. Die Aufsichtsbehörde von Bermuda hat deswegen eine Geldstrafe in Höhe von 1,7 Mio. Dollar verhängt. Die Gesellschaft will die Strafe zahlen und die Registrierung bei der Aufsicht aufgeben, um ein Liquidationsverfahren einzuleiten.

Nuclicore: Digitalisierung trotz Altsystemen

 Exklusiv  Die Digitalisierung der Versicherungsbranche ist bereits seit einigen Jahren im Gange, noch viel älter sind allerdings die Kernsysteme der Anbieter. Sie sind oft ein Hindernis bei der Modernisierung der Versicherer. Das Start-up Nuclicore aus Frankfurt am Main will das mit seiner Technologie ändern. Das No-Code-System ermöglicht es, IT-Projekte auch mit einem alten Kernsystem umzusetzen – in kürzester Zeit, erklärt Gründer und Geschäftsführer Eberhard Riesenkampff im Interview.

Neuer Geschäftsführer bei Adam Riese

 Leute – Aktuelle Personalien  Die W&W-Digitaltochter Adam Riese bekommt mit Manuel Wanner-Behr (Bild) einen neuen CEO aus den eigenen Reihen. Außerdem: Bei der Check24 Versicherungsservice GmbH gibt es einen neuen Geschäftsführer. Der Industrieversicherer Axa XL hat einen neuen Global Head of Political Risk, Credit & Bond Risk Management. Bei der amerikanischen Argo Group verlassen Tim Carter und Matt Harris das Unternehmen, gleichzeitig gibt es vier Beförderungen.

Gallagher kauft Willis Re

Arthur J. Gallagher übernimmt den Rückversicherungsmakler Willis Re – im zweiten Anlauf. Der US-Makler wollte die Gesellschaft schon im Rahmen des geplatzten Zusammenschlusses von Aon und Willis übernehmen, weil die Kartellbehörden in verschiedenen Ländern von den beiden Fusionspartnern Abspaltungen verlangt hatten. Gallagher konnte letztlich einen Teil des Deals retten. Die Amerikaner, die jetzt einer der großen Rückversicherungsmakler sind, lassen sich die Übernahme 3,25 Mrd. Dollar kosten.

W&W mit deutlichem Gewinnzuwachs

Der schwäbische Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) hat im ersten Halbjahr 2021 deutlich mehr verdient als 2020. Der Konzerngewinn stieg um fast das Doppelte von 107 Mio. Euro auf 197,2 Mio. Euro. Allerdings erwartet das Unternehmen sehr hohe Schäden durch die Flutkatastrophe vom Juli. An seiner Prognose für das Gesamtjahr will Chef Jürgen Junker jedoch festhalten.

Amazon setzt Versicherer unter Druck

Der US-Konzern Amazon mischt sich immer weiter in den Versicherungsmarkt ein. Zwar bietet das Unternehmen noch keine eigenen Policen an, aber mit dem neuen Amazon Insurance Accelerator ist ein weiterer Schritt getan. Über ihn können gewerbliche Verkäufer, die über Amazon anbieten, Versicherungen abschließen. Außerdem hat der Konzern ein eigenes Betrugserkennungssystem eingerichtet und will die Abwicklung einiger Schäden übernehmen – dabei behält sich der Konzern auch vor, sich über eine Ablehnung des Versicherers hinwegzusetzen.

„Wir möchten nicht der Exot der Allianz-Gruppe sein“

 Exklusiv  Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklärt Joachim Müller (Bild), Chef von Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), wie er das Unternehmen auf Profitabilität trimmt, was er von den Vorgaben von Konzernchef Oliver Bäte hält und warum er glaubt, dass die Industrieversicherung weiterhin einen Platz bei der Allianz haben wird. An die Industrie gerichtet sagte er, dass AGCS sich bei künftigen Kapazitätsverknappungen daran erinnern werde, wer ein langjähriger Kunde des Unternehmens ist.

Gallagher will Willis Re

Der US-Makler Arthur J. Gallagher steht kurz vor dem Kauf des Rückversicherungsmaklers Willis Re. Das bestätigen Marktkenner dem Versicherungsmonitor. Zuerst hatte der Londoner Insurance Insider darüber berichtet. Der Preis soll um die 3 Mrd. Dollar betragen. Gallagher kennt Willis Re gut: Im Zuge der geplatzten Fusion von Aon und Willis hatten die Amerikaner den Kauf von Willis Re sowie von Landesgesellschaften des Maklers vereinbart, weil die Kartellbehörden solche Abspaltungen verlangten. Eine neue Due Diligence ist also kaum nötig.

Versicherte Naturkatastrophenschäden steigen

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben Naturkatastrophen nach vorläufigen Schätzungen des Swiss Re Institutes weltweit versicherte Schäden in Höhe von 40 Mrd. Dollar verursacht. Im Vorjahreszeitraum waren es 35 Mrd. Dollar. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2020 gingen die gesamtwirtschaftlichen Schäden infolge von Katastrophen aber zurück. Da das historisch gesehen schadenträchtigste Quartal erst noch bevorsteht, werden die wirtschaftlichen und versicherten Schäden im Laufe des zweiten Halbjahres wohl aber noch deutlich steigen.

DFV will Vollsortimenter werden

Stefan Knoll hat mit der Deutschen Familienversicherung (DFV) viel vor. Nach dem Markteintritt in Österreich will der Gründer und Firmenchef die Vertriebswege und das Produktangebot deutlich ausbauen. Einen Schwerpunkt bildet dabei ein „Globalprodukt“. Grundlage ist die bereits im Juni gestartete Kombipolice im Bereich Schaden und Unfall, die 2022 um eine Sparkomponente und später um biometrische Deckungen erweitert werden soll. Dafür will Knoll einen Lebensversicherer gründen. Mit dem Wachstum im ersten Halbjahr ist das Frankfurter Unternehmen zufrieden.

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