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Größte Sorge Brexit
Finanziell geht es den P&I-Clubs gut. Die Reeder-eigenen Schiffshaftpflichtversicherer werden bei der kommenden Vertragserneuerungsrunde wohl erneut auf generelle Prämienerhöhungen verzichten. Größere Sorgen bereitet den in Großbritannien ansässigen Clubs der EU-Ausstieg des Landes. Sechs der 13 wichtigsten Clubs sind im Vereinigten Königreich ansässig. Sie bereiten sich zurzeit auf den aus ihrer Sicht schlimmsten Fall vor – einen Brexit ohne Einigung zwischen EU und Großbritannien.
Das Büro als Showroom
Versicherer wie Axa und Zurich setzen auf moderne Großraumkonzepte mit Desk-Sharing und Homeoffice, Basketballfeld und Kaffeebar. Doch sind Büros, in denen Angestellte keinen festen Schreibtisch mehr haben, wirklich so teamfördernd und arbeitnehmerfreundlich, wie Versicherer behaupten? Einige Studien behaupten das Gegenteil, auch Experten sind skeptisch: Sie bemängeln vor allem fehlende Individualität.
Cannabis-Geschäft mit Haftungslücken
Weil immer mehr US-Bundesstaaten den Konsum von Cannabis erlauben, wächst nicht nur der Umsatz sondern auch das Gefahrenpotenzial. Der kalifornische Anwalt Ian Stewart warnt, dass Cannabis-Produzenten dringend eine Produkthaftpflichtdeckung brauchen. Außerdem müsse der Staat per Regulierung für Rechtssicherheit sorgen, weil das Geschäft mit den berauschenden Pflanzen nach Bundesrecht illegal ist.
2017: Der Jahresrückblick
Die Allianz will international wachsen, die Generali Deutschland startet ihren Konzernumbau und Amazons Sprachassistent Alexa verkauft nun auch Policen – 2017 war ein spannendes Jahr für die Versicherungsbranche. Für großen Wirbel hat auch der Ergo-Konzern gesorgt: Erst wird bekannt, dass der Versicherer still und heimlich den Verkauf seiner beiden Leben-Töchter und einer Pensionskasse plant, kurze Zeit später rudert er zurück. Außerdem machen drei große Hurrikane Munich Re, Talanx & Co. zu schaffen. Der Versicherungsmonitor blickt auf die aufregendsten Deals, die wichtigsten Personalien und die größten Ereignisse des Jahres zurück.
Was bei der Allianz schief gegangen ist
Die Allianz Private Krankenversicherung (APKV) kann einen Erfolg melden: In der Weihnachtswoche erhielten 60.000 auf ihr Geld wartende Kunden Teilauszahlungen. Der Versicherer zahlte unstrittige Beträge aus und koppelte die entsprechenden Belege von denen ab, die noch geprüft werden müssen. Aber wirklich entspannt ist die Lage noch nicht. Der Versicherungsmonitor hat sich erkundigt, was eigentlich bei der Migration zum neuen IT-System ABS schief gegangen ist.
PKV: Gesundheitsprogramme kommen gut an
Privat Krankenversicherte wissen es zu schätzen, wenn der Versicherer ihnen Unterstützung bei bestimmten Krankheiten anbietet. Das ist die Erfahrung der zu Generali gehörenden Central Krankenversicherung, die Programme zu verschiedenen Krankheitsbildern aufgelegt hat. Mit einem telefonbasierten Coaching bei Patienten mit einer Depression konnte die Central gute Erfolge erzielen – insbesondere nachdem sie das Programm besser an die Bedürfnisse der Patienten angepasst hatte. Der Versicherer setzt auch auf die gezielte Steuerung der Versorgung von Kunden mit selteneren Erkrankungen wie einer HIV-Infektion.
Ergo zwischen Run-off und Restrukturierung
Medienanalyse Nachdem im Vormonat das Thema Run-off bei der Generali, Axa und auch Zurich für große Aufregung in der Branche und auch in den Medien sorgte, blies die Ergo ihre Verkaufspläne für ihren Bestand mit klassischen Lebensversicherungen ab. Nun will der Versicherer mit Hilfe eines Joint Venture mit IBM aus der Not eine Tugend machen und selbst zum Dienstleister für die Abwicklung von Altbeständen avancieren. Auch über den in den Medien lebhaft diskutierten Run-off hinaus herrscht im Ergo-Konzern offenbar erhebliche Verunsicherung. Die Medien berichten vor allem über die von Konzernchef Markus Rieß eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen und Veränderungen in der Führungsstruktur.
Die Zauberstabpolice
Video-Spiele sind längst nicht mehr nur für Nerds in abgedunkelten Räumen: Wie bei anderen Sportarten gibt es Ligen, weltweite Wettkämpfe und hohe Preisgelder. Der Umsatz des Gamingmarkts betrug 2017 weltweit 1,5 Mrd. Dollar. Von diesem Kuchen will sich der Schweizer Versicherer Baloise ein Stück abschneiden. Er will eine Videospiel-Police auf den Markt bringen, die unter anderem virtuelle Gegenstände gegen Diebstahl und Hackerangriffe absichert.
Vorsorge fürs liebe Vieh
Krankenversicherungen für Tiere sind in Großbritannien ein Erfolgsmodell, auf über 1 Mrd. Pfund Prämienvolumen ist der Markt gewachsen. Besonders erfolgreich ist die Allianz-Tochter Petplan unterwegs. Doch das Umfeld wird schwieriger. Daher setzen die ersten Anbieter auf Fitnesstracker und die Zusammenarbeit mit Insurtechs.
US-Steuerreform trifft Versicherer
Ausländische Versicherer und Rückversicherer, die in den USA tätig sind, gehören zu den Opfern der US-Steuerreform. Wenn sie mehr als 500 Mio. Euro Umsatz haben und einen Teil des Geschäfts an andere Gesellschaften im eigenen Konzern rückversichern, wie es in der Industrieversicherung und anderen Bereichen üblich ist, müssen sie für das kommende Jahr 5 Prozent Steuern auf die Prämien zahlen, die sie weitergeben. Ab 2019 soll der Steuersatz 10 Prozent betragen. Versicherer wie HDI Global, Hannover Rück, Lloyd’s oder Munich Re sind betroffen.









