Die beiden Lebensversicherer Prisma Life und Liechtenstein Life haben 2024 sehr stark von einem kräftigen Schub im Einmalgeschäft profitiert. Beide arbeiten vor allem außerhalb ihres Heimatmarktes: Prisma Life gehört mehrheitlich der Barmenia Gothaer und hat den Schwerpunkt in Deutschland, Liechtenstein Life in der Schweiz. Mit dem Sitz in dem kleinen Fürstentum werben die Unternehmen um steuergünstige Anlagen ihrer Kunden, Hauptprodukte sind fondsgebundene Policen.
Nachrichten
HUK will Anteile an Neodigital erhöhen
Die HUK-Coburg will ihre Anteile an der Neodigital Autoversicherung erhöhen, einem Joint Venture der HUK mit Neodigital. Das geht aus einer Anmeldung beim Bundeskartellamt hervor. Bisher hält die HUK 51 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen. Wie hoch die Aufstockung sein wird, ist bislang unklar. Außerdem wollen die Versicherer eine Tochtergesellschaft mit dem Namen NDA Tech gründen.
Körner: Ich sehe es kritisch, wenn Makler ins Ausland gehen
Exklusiv Die Konsolidierung im deutschen Maklermarkt wird weitergehen und sich möglicherweise noch beschleunigen, sagt Ecclesia-Chef Jochen Körner im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Den Trend, auch grenzüberschreitend zuzukaufen, sieht er kritisch. Das Management von Auslandsbeteiligungen sei komplex, die Synergien mit dem deutschen Geschäft seien gering. Ecclesia hat gerade sieben Gesellschaften im Ausland verkauft. Im Inland kann sich Körner dagegen Zukäufe vorstellen.
Ottonova setzt Wachstumskurs fort
Beim jungen privaten Krankenversicherer Ottonova stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. Der Versicherer hat im vergangenen Jahr sowohl bei der Zahl der Vollversicherten als auch bei den Prämieneinnahmen erneut stark zugelegt. Auch 2025 hat gut begonnen. Der versicherungstechnische Verlust hat sich durch das starke Wachstum leicht erhöht, wie der SFCR-Bericht des Münchener Unternehmens zeigt. Für Leistungsfälle musste Ottonova deutlich mehr ausgeben als im Vorjahr.
Kfz-Versicherer: Profitabilität ist zum Greifen nah
Die deutschen Kfz-Versicherer haben ihre Tarife 2024 das zweite Jahr in Folge deutlich angehoben und damit eine nach Ansicht von Experten beispiellose Disziplin in der traditionell von starkem Preiswettbewerb geprägten Sparte gezeigt. Auch 2025 dürften die Preise kräftig steigen. Die Rückkehr zu schwarzen Zahlen noch in diesem Jahr ist nach Einschätzung von Stefan Schmuttermair (Bild) von E+S Rück möglich, in den Augen von Marco Morawetz von der Gen Re sogar recht wahrscheinlich.
Itzehoer saniert Kfz schneller als gedacht
Die deutschen Kfz-Versicherer haben die Krise der vergangenen Jahre noch nicht ganz hinter sich gelassen, viele befinden sich noch in den roten Zahlen. Mit der Itzehoer Versicherung geht allerdings ein wichtiger Anbieter davon aus, in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen in der Sparte zu schreiben. Grund ist, dass die Sanierung schneller vorangeht als gedacht. In der Rechtsschutzversicherung will der Versicherer weiter wachsen.
GGW übernimmt Autoprotect
Exklusiv Der Maklerkonsolidierer GGW Group übernimmt die Autoprotect GmbH aus Celle. Der 2017 gegründete Spezialmakler sieht sich als Marktführer für Automotive-Versicherungen in Deutschland. Er versichert Autohäuser, über ihn können Kfz-Hersteller und Händler aber auch Kfz-Policen für Endkunden anbieten. Die Firma arbeitet deutschlandweit mit rund 800 Autohäusern zusammen – und wird künftig Teil des GGW-Maklerarms Leading Brokers United sein.
Nürnberger mit Verlust von 77 Mio. Euro
Die Nürnberger hat das Jahr 2024 mit einem Verlust von 77 Mio. Euro abgeschlossen, verantwortlich ist ein hohes Minus in der kriselnden Schaden- und Unfallsparte. Die Aktionäre sollen sich wie erwartet mit einer Mini-Dividende von 14 Cent bescheiden. Der Versicherer will aber bereits 2025 spartenübergreifend wieder einen Gewinn erzielen. Finanzchef Jürgen Voß legt seinen Posten am Ende des Jahres nieder, kündigt die Nürnberger an.
8 Mio. Dollar für Miss Moneypenny
Das Berliner Technologieunternehmen Miss Moneypenny Technologies, das Versicherern und Unternehmen aus anderen Branchen eine Kommunikation mit Kunden per Smartphone-Wallet ermöglicht, hat bei Investoren 8 Mio. Dollar (7,2 Mio. Euro) an frischem Kapital eingeworben. Mit dem Geld will das Unternehmen das Wachstum seiner Softwareplattform Wallet Studio vorantreiben. Die Finanzierungsrunde wird von der europäischen Risikokapitalgesellschaft Early Bird angeführt.
Die Bürokratie wächst und wächst
Analyse Die Belastung durch Bürokratie ist für Selbstständige auch im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Das zeigt das aktuelle Risikobarometer des Versicherungsmonitors. Für die Zukunft sind sie trotz Regierungswechsel nicht besonders optimistisch, dass sich hier etwas verbessert: Drei von vier Befragten halten noch mehr Bürokratie und Regulierung für wahrscheinlich. Für viele wird es dann existenzgefährdend.
Scor wird von der Vergangenheit eingeholt
Die Übernahme des Bermuda-Rückversicherers Partner Re durch die französische Covéa im Jahr 2022 hat ein juristisches Nachspiel. Der damalige Scor-Aufsichtsratschef Denis Kessler soll gemeinsam mit anderen Top-Managern der Branche versucht haben, den Deal zu verhindern, so der Vorwurf der französischen Justiz. Gegen Scor läuft in dem Zusammenhang eine Untersuchung, Kessler ist 2023 verstorben. Covéa hatte zunächst versucht, Scor zu übernehmen, war damit aber gescheitert.










