Im Gegensatz zu vielen anderen Teilen der Wirtschaft sind die Versicherer vergleichsweise gut auf den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union vorbereitet. So argumentierten hochkarätige Teilnehmer einer Diskussion im Rahmen des Industrieversicherungs-Symposiums des Gesamtverbandes der Versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW). Dennoch: Kommt es zum Brexit, wird es Unsicherheiten geben. Schäden müssten auf jeden Fall gezahlt werden, hieß es. Und: Viele britische Firmen nehmen den Brexit zum Anlass, ihr gesamtes Versicherungsprogramm auf den Prüfstand zu stellen. … Lesen Sie mehr ›
Wer kauft die Versicherung für ein autonom fahrendes Auto? Halter oder Hersteller? Welche neuen Kumule können entstehen? Wie hilfreich ist Telematik wirklich? Diesen und weiteren Fragen gingen Experten aus der Versicherungs- und Automobilbranche bei der diesjährigen K-Tagung nach. Auf der vom Rückversicherer Scor und dem aktuariellen Beratungshaus Meyerthole Siems Kohlruss organisierten Fachveranstaltung wurde eines besonders deutlich: Kfz-Versicherer können nur von der Digitalisierung profitieren, wenn sie anfangen zu handeln. … Lesen Sie mehr ›
Alle reden über Nachhaltigkeit. Die Versicherer sollten innovative Deckungskonzepte zur Verfügung stellen, die den Ausbau erneuerbarer Energien und der Stromnetze ermöglichen und Unternehmen gegen Schäden durch den Klimawandel absichern, fordert der Großmakler Aon in seinem neuen Marktreport. Dafür müssen sie sich allerdings von einer spartengetriebenen Denkweise verabschieden. Für die Industrieversicherer erweist sich dabei allerdings als problematisch, dass das Sachgeschäft weiter defizitär läuft. Traditionelle Problembranchen können Policen deshalb nur zu höheren Preisen oder gar nicht mehr abschließen. … Lesen Sie mehr ›
Die Swiss Re bietet Erstversicherern die Verwaltung von Sachversicherungsbeständen auf einer mit der Beratungsfirma Sopra Steria lancierten Plattform an. Dabei geht es nicht nur um gängige Sachpolicen wie Hausrat-, Kfz- und Unfallversicherungen, sondern auch um Spezialverträge aus dem Geschäft mit Privatkunden sowie mit Gewerbe und Industrie. Im Gegensatz zu vielen bereits im Markt befindlichen Angeboten dieser Art handelt es sich nicht um den Run-off geschlossener Bestände, sondern um aktive Portfolios, die weiter für das Neugeschäft geöffnet sind. Außerdem soll der Kontakt des Erstversicherers zu seinen Kunden auch nach der Übertragung auf die Plattform bestehen bleiben. … Lesen Sie mehr ›
Noch ist unklar, wie teuer der Hurrikan „Dorian“ für Versicherer und Rückversicherer werden wird. Eins ist aus Sicht der Ratingagentur Standard & Poor’s allerdings sicher: Der Wirbelsturm, der derzeit auf die US-Ostküste zusteuert, wird dem Trend zu höheren Rückversicherungspreisen Vorschub leisten. Das Unternehmen rechnet in den kommenden zwölf Monaten mit Preiserhöhungen von durchschnittlich fünf Prozent. Insgesamt bewertet S&P die Rückversicherer besser als Konkurrent A.M. Best, der zuletzt scharfe Kritik an der Branche übte. … Lesen Sie mehr ›
Leute – Aktuelle Personalien Der Firmeninkubator Finleap erweitert sein Management: Birte Sewing (Bild), aktuell Leiterin des Bereichs Investmentprodukte bei Ergo, wechselt Anfang November zum Berliner Start-up und wird neue Chief Operating Officer. Außerdem: Der Wirtschaftsprüfer KPMG ernennt Claudia Fell zur Leiterin der Strategie-Beratung für den kürzlich neu geschaffenen Bereich Insurance Management Consulting. Der Finanzvertrieb Swiss Life Select begrüßt Christian Linnewedel als neuen Co-Geschäftsführer. Timo Hertweck wechselt von Südvers zu Element. Der Rückversicherer Liberty Mutual Re und der Großmakler Aon haben neue Leiter für die Wirtschaftsräume Nordeuropa und EMEA ernannt. … Lesen Sie mehr ›
Die Swiss Re hat zusammen mit dem Rückversicherungsmakler Capsicum Re ein System für die Ermittlung und Bewertung von Cyberrisiken sowie den Abschluss entsprechender Rückversicherungsdeckungen entwickelt. Das Angebot namens „Decrypt“ richtet sich insbesondere an Erstversicherer. Bislang hatte sich der Schweizer Rückversicherer sehr skeptisch gezeigt, was die Versicherung von Cyberrisiken angeht. Der Konzern bietet zwar über seine Rückversicherungseinheit und die Industriesparte Swiss Re Corporate Solutions entsprechende Deckungen an. Allerdings machte die Swiss Re zuvor keinen Hehl daraus, dass sie auf Wachstum in der Cyber-Sparte nicht sonderlich scharf ist. … Lesen Sie mehr ›
Die US-Ratingagentur A.M. Best wirft den Rückversicherern vor, mit veralteten Modellen und Underwriting-Tools zu arbeiten, die keine Antwort auf die Veränderungen des Marktes bieten. Die Branche habe sich in den Jahren mit geringen Schäden eine Selbstzufriedenheit angewöhnt, die in den Schadenjahren 2017 und 2018 zu Verlusten aus Waldbränden (Bild) und Stürmen führte. Zwar gibt es jetzt Versuche, den Preistrend zu drehen, aber A.M. Best hat Zweifel an der Dauerhaftigkeit dieser Entschlossenheit. Die Agentur hat auch ihre Rangliste der Rückversicherer veröffentlicht – Swiss Re hat Munich Re vom Platz des weltweit größten Rückversicherers verdrängt. … Lesen Sie mehr ›
Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist der Zufluss von alternativem Kapital in den Rückversicherungsmarkt zurückgegangen – nachdem Anleger zweieinhalb Jahre vor allem Verluste erlitten hatten und viel Kapital weiterhin in den Firmenstrukturen gebunden ist. Dennoch bleibt das alternative Kapital entscheidend für die Zukunft der Rückversicherer und wird auch weiter in den Markt kommen, glaubt die Rating-Agentur Standard & Poor’s. Die Konkurrenz wird kaum schwächer werden – und traditionelle Rückversicherer bauen immer öfter das von außen stammende Kapital in ihre Strategien ein. … Lesen Sie mehr ›
Nachdem die Vertragserneuerungen im Januar dieses Jahres enttäuschend verlaufen waren, konnten die Rückversicherer bei den Verhandlungen zur Jahresmitte deutliche Preissteigerungen erzielen. Das wird sich auch bei der Erneuerungsrunde im Januar 2020 fortsetzen, erwartet die Ratingagentur Fitch. Ein Grund dafür sind geringere Kapazitäten auf dem Retro-Markt. Rückversicherer müssen also selbst mehr zahlen, wenn sie Risiken an den Kapitalmarkt oder Retroversicherer abgeben. … Lesen Sie mehr ›
Der Abschluss von Risikopolicen in der Lebensversicherung hat wenig zu tun mit dem, was Kunden beim Online-Einkauf oder der Auswahl und Buchung von Dienstleistungen über eine App gewohnt sind. Grund ist die umfangreiche Risikoprüfung, die von Kunden und Vermittlern als potenzieller Hemmschuh auf dem Weg zum Vertragsabschluss gesehen wird. Underwriting-Experte Markus Unterkofler vom Rückversicherer Swiss Re erklärt im Interview mit dem Versicherungsmonitor, wie ein deutlich reduzierter Antragsprozess das Kundenerlebnis beim Versicherungskauf verbessern und die Wachstumschancen der Versicherer erhöhen kann. Die Swiss Re bietet Erstversicherern seit Kurzem ein cloudbasiertes Risikoprüfungssystem an. … Lesen Sie mehr ›
Die Aussichten auf dem Rückversicherungsmarkt haben sich durch die leichten Preiserhöhungen in den vergangenen anderthalb Jahren zwar leicht verbessert, aber die generellen Probleme bestehen immer noch. Deshalb rechnet die Ratingagentur Standard & Poor’s damit, dass die Übernahmen und Fusionen (M&A) in der Branche weitergehen werden. Vor allem Nischenanbieter, die auf einen Geschäftsbereich oder wenige Länder spezialisiert sind, könnten zu Übernahmekandidaten werden. … Lesen Sie mehr ›
Der Hannoveraner Versicherer Talanx sieht sich bei der Sanierung der schadenbelasteten Industrieversicherung auf Kurs. Finanzchef Immo Querner hält trotz einer stabilen Schaden- und Kostenquote in Höhe von 102,3 Prozent am Ziel fest, für das Gesamtjahr eine Quote von rund 100 Prozent zu erreichen. Dabei setzt er unter anderem auf bereits erreichte Verbesserungen in der Feuerversicherung und Wachstum aus dem Joint Venture für Spezialrisiken mit Hannover Rück. Die Talanx rechnet jetzt für 2019 mit einem höheren Gewinn von mindestens 900 Mio. Euro. … Lesen Sie mehr ›