Das Berliner Klima-Start-up Goodcarbon und der Industrieversicherer Swiss Re Corporate Solutions bieten ab sofort eine Versicherung für CO2-Zertifikate an. Damit wagen sich die beiden Unternehmen auf einen recht neuen Markt. In diesem Fall ist außerdem besonders, dass die Versicherung auch für solche Zertifikate abgeschlossen werden kann, die erst in Zukunft geliefert werden. Das Berliner Unternehmen möchte damit dazu beitragen, dass Unternehmen auch in langfristige Umweltprojekte investieren.
Rückversicherer
VKB-Tochter Consal bekommt neue Vorständin
Leute – Aktuelle Personalien Die Consal Beteiligungsgesellschaft, eine Tochter der Versicherungskammer Bayern (VKB), hat eine neue Vorständin: Mareike Steinmann-Baptist wird zum 1. Januar 2025 in das Gremium einziehen und dort den Bereich Reiseversicherung verantworten. Sie kommt von der Allianz. Der Assekuradeur Dual hat für seine Schweizer Dependance mit Michael Wyss einen neuen Geschäftsführer ernannt. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Liechtenstein Life, den Rückversicherern Scor und Munich Re sowie dem Versicherer Chubb.
Swiss Re: Gute Perspektiven für Versicherer
Die Weltwirtschaft hat sich trotz anhaltender geopolitischer Spannungen sowie einer starken Inflation robust gezeigt. Dadurch könnten auch Versicherer steigende Prämieneinnahmen und eine wachsende Profitabilität verbuchen, glaubt die Swiss Re. Besonders die Lebensversicherer könnten von steigenden Zinsen profitieren, die die Nachfrage nach Sparprodukten wieder ankurbeln, so die Experten des Rückversicherers bei der Vorstellung der aktuellen Sigma-Studie.
Scor überrascht mit Gewinnwarnung
Der französische Rückversicherer Scor muss seine Rückstellungen in der Lebens- und Krankenversicherung aufstocken. Ausschlag gab unter anderem eine höher als erwartete Mortalitätsrate in den USA. Das wird sich nicht nur negativ auf den Gewinn in der Sparte auswirken, sondern auch den Plan zunichtemachen, den ökonomischen Wert des Konzerns in diesem Jahr um 9 Prozent zu steigern. Scor war nach einer Schwächephase im Schaden- und Unfallgeschäft erst 2023 wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.
„Beryl“-Schäden wohl deutlich höher
Die versicherten Schäden, die Hurrikan „Beryl“ allein in den USA angerichtet hat, könnten bei bis zu 4,5 Mrd. Dollar (4,1 Mrd. Euro) liegen. Mit dieser neuen Schätzung geht Moody’s RMS deutlich über die bisherigen Annahmen hinaus. Grund für die hohe Summe ist vor allem die Masse an moderaten Schäden, so Moody’s RMS. „Beryl“ brach als erster Hurrikan der aktuellen Saison bereits einige Rekorde.
Andrea Weierich wird CIO bei Ecclesia
Leute – Aktuelle Personalien Die Detmolder Ecclesia-Gruppe bekommt im September mit Andrea Weierich eine Chief Information Officer (CIO). Sie wird Teil der Geschäftsleitung und soll die Transformation sowie die Systemlandschaft der Gruppe weiterentwickeln. Die Blau Direkt-Tochter Finvoice ernennt einen Chief Operating Officer (COO). Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei dem Spezialversicherer Hagerty, der International Underwriting Association IUA, bei Peak Re und bei Marsh.
S&P traut Rückversicherern gute Gewinne zu
Die weltweiten Rückversicherer sehen sich einer nachlassenden Preisdynamik und zunehmenden Naturkatastrophenschäden gegenüber. Nach Einschätzung der Ratingagentur S&P besteht aber kein Grund zur Sorge. Die Gesellschaften hätten in den vergangenen Jahren starke Preiserhöhungen in der Sachversicherung erzielt und ihre Preisdisziplin auch bei den Erneuerungen zur Jahresmitte aufrechterhalten. S&P sieht die Anbieter auch für ein Jahrhundertereignis gut gerüstet.
Bayerische findet Kfz-Partner
Der mittelgroße Versicherer Die Bayerische hat einen Partner für das defizitäre Kfz-Geschäft gefunden. Allerdings wird sie den Bestand nicht vollständig abgeben, wie es die Unternehmensspitze alternativ erwogen hatte, sondern den Großteil der Einnahmen und der Risiken an zwei Rückversicherer abgeben und so das Problem in der eigenen Bilanz ausräumen. Die Namen will das Unternehmen nicht nennen.
Eiopa beruft Verbraucherschützer Gülich in Fachbeirat
Leute – Aktuelle Personalien Der BdV-Verbraucherschützer Christian Gülich (Bild) ist neues Mitglied im Fachbeirat für Versicherungen und Rückversicherungen bei der europäischen Aufsicht Eiopa. Außerdem: Die französische Axa hat mit Andreas Schertzinger einen neuen Group Chief Data, AI and Innovation Officer, bei Axa XL gibt es im Zuge der Umstrukturierung des Underwriting-Geschäfts auf dem amerikanischen Kontinent personelle Veränderungen, und der US-Großmakler Acrisure hat mit Aaron Miller einen neuen Finanzchef gefunden.
Folgen von Hurrikan „Beryl“ sind nicht verheerend
Der Hurrikan „Beryl“, der am 8. Juli auf die texanische Küste getroffen ist und die diesjährige Hurrikansaison eröffnet hat, wird nach Einschätzung des Versicherungs- und Rückversicherungsmaklers BMS keine gravierenden Schäden hinterlassen und somit keine signifikanten Auswirkungen auf die US-Versicherungswirtschaft haben. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Schäden vor allem Erstversicherer treffen und der Rückversicherungsmarkt voraussichtlich nicht eingreifen muss.
Wo bleiben die neuen Rückversicherer?
In der Schadenrückversicherung lassen sich angesichts der aus Anbietersicht günstigen Konditionen schöne Gewinne erzielen. In der Vergangenheit haben solche Hartmarktphasen neue Wettbewerber auf den Plan gerufen, die aktuell allerdings auf sich warten lassen, schreibt die Ratingagentur A.M. Best. Die Analysten untersuchen in einem aktuellen Bericht die Gründe dafür, warum sich Investoren nicht mehr engagieren.
Erster Hurrikan der Saison in Texas angekommen
Noch nie erreichte ein Hurrikan so früh in der Saison die Kategorie 5 wie „Beryl“. Er ist gerade auf die Küste von Texas getroffen, allerdings mittlerweile in deutlich abgeschwächter Form. In der Karibik hat „Beryl“ schwere Verwüstungen angerichtet. Die versicherten Schäden halten sich bislang in Grenzen. Experten erwarten keine gravierenden Auswirkungen für Rückversicherer. Für das Auslösen eines Katastrophenbonds, der Jamaika finanziell geholfen hätte, war der Luftdruck zu hoch.











