Rückversicherer
A.M. Best: Rückversicherer verdienen Kapitalkosten
In den vergangenen Jahren ist es den Rückversicherern oft nicht gelungen, ihre Kapitalkosten zu verdienen. Dank steigender Preise und strengerer Bedingungen haben die Anbieter es im vergangenen Jahr erstmals wieder geschafft, wie eine Analyse der Ratingagentur A.M. Best zeigt. Ob das angesichts steigender Kapitalkosten von Dauer sein wird, hängt auch davon ab, wie die Gesellschaften aufgestellt sind.
Bescheidenes Wachstum im ILS-Markt
Bei der Emission von neuen Katastrophenanleihen werden derzeit alle Rekorde geknackt. Doch der übrige Markt für Versicherungsverbriefungen (Insurance-Linked Securities, ILS), über den Investoren in den Rückversicherungsmarkt investieren können, entwickelt sich laut einer Analyse der Ratingagentur A.M. Best längst nicht so rasant. Die Rückversicherer dürfte das freuen, denn ein nicht so starker Zustrom alternativen Kapitals bedeutet auch weniger Druck auf die Preise.
Scor zentralisiert Asien-Geschäft
Leute – Aktuelle Personalien Der Rückversicherer Scor bündelt sein Leben- und Krankengeschäft (L&H) im asiatisch-pazifischen Raum und ernennt Chloe Wang zur Leiterin der neuen Einheit Scor L&H APAC. Außerdem: Der US-Assekuradeur Cowbell hat ein neues Vorstandsmitglied, und die Cover-More Blue Insurance Services in Irland begrüßt einen neuen Geschäftsführer.
A.M. Best glaubt an Rückversicherer
Die Rückversicherer haben sich in den vergangenen Jahren neu aufgestellt und sind deshalb jetzt viel widerstandsfähiger als in früheren Marktzyklen, schreibt die Ratingagentur A.M. Best in einem Bericht über das Segment. Die Marktbedingungen seien gut und würden es auch noch einige Jahre bleiben. Allerdings müssen die Rückversicherer ihre Zeichnungsdisziplin beibehalten.
Wenning: „Klimaschutz ist intelligent“
Exklusiv Klare Antworten liefert Joachim Wenning im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor. In Teil zwei des Gesprächs geht es um Cyberdeckungen und den Klimaschutz sowie die Pflichtversicherung. Der Munich-Re-Chef erläutert, warum das Unternehmen Investitionen in digitale Start-ups zurückfährt und was die Tochter Ergo vorhat. Wenning nimmt auch Stellung zu Ergos Problemen beim Aufbau einer Plattform für die Verwaltung stillgelegter Lebensversicherungsverträge.
Wenning: „Nur Rückversicherer können den Trend drehen“
Exklusiv Munich Re-Chef Joachim Wenning ist sich sicher: Nur die Branche selbst kann den Preistrend in der Rückversicherung drehen und aus einem harten einen weichen Markt machen. Bislang seien die Gesellschaften aber diszipliniert, deshalb sieht er keine Anzeichen für eine Trendwende. Im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor spricht Wenning auch über die Kfz-Versicherung, warum die Deutschen mehr arbeiten sollten und Bayern Feiertage abschaffen sollte, seine Ansicht zur Ampel-Koalition und PFAS-Ausschlüsse. Teil zwei des Interviews erscheint morgen, 14. August 2024.
Hannover Rück erzielt höhere Preise
Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat im ersten Halbjahr gut verdient. Der Gewinn legte um 21 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro zu. Die Großschäden etwa durch die Überschwemmungen in Süddeutschland blieben innerhalb des veranschlagten Budgets. Bei den jüngsten Erneuerungen in der Schadenrückversicherung konnte die Gesellschaft einen weiteren Preisanstieg um 1,3 Prozent erzielen. Finanzchef Clemens Jungsthöfel bestätigte alle Ziele für 2024.
Hansainvest Real Assets erweitert Geschäftsführung
Leute – Aktuelle Personalien Hansainvest Real Assets, die auf Immobilien- und Infrastrukturinvestments spezialisierte Anlagetochter des Versicherers Signal Iduna, bekommt mit Paul Heinrich Muno einen weiteren Geschäftsführer. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei den Maklern Aon und Gallagher.
S&P warnt vor Gewitterstürmen
Die US-amerikanische Ratingagentur Standard & Poors (S&P) hat den globalen Rückversicherern bescheinigt, gut durch die von Gewitterstürmen geprägten vergangenen anderthalb Jahre gekommen zu sein. Dennoch warnen die Expertinnen und Experten die Gesellschaften in einem aktuellen Bericht vor zunehmenden Sekundärgefahren wie Gewitterstürmen, die mittlerweile den Großteil der versicherten Schäden aus Naturgefahren ausmachen. Die angemessene Modellierung solcher Risiken sei zudem schwierig, heißt es in dem Bericht.
Marsh: „Crowdstrike war wie eine Naturkatastrophe“
IT-Ausfälle wie derjenige, den der Sicherheitsdienstleister Crowdstrike kürzlich verursacht hat, sind unvermeidbar, meint der Makler Marsh McLennan. Er geht davon aus, dass gut 500 seiner Kunden betroffen sind. Der Schaden, den Crowdstrike verursacht hat, dürfte mit geschätzten 300 Mio. Dollar (275 Mio. Euro) bis 1 Mrd. Dollar überschaubar bleiben. Allerdings treten solche mittelschweren Vorfälle wohl häufiger ein als ein einzelner Großschaden, meint der Makler. Unternehmen sollten sich deshalb mit Notfallplänen wappnen.
Munich Re: Es gibt keine Aufweichung
Trotz nachlassender Preisdynamik glaubt die Munich Re nicht, dass die Preise für Rückdeckungen bald wieder sinken werden. Auch wenn das passieren würde, sei der Rückversicherer diversifiziert genug aufgestellt, um dennoch gute Ergebnisse abliefern zu können, unterstrich Konzernchef Joachim Wenning. Im zweiten Quartal hat der Rückversicherer gut verdient. Munich Re sieht sich weder durch den Crowdstrike-Vorfall noch durch den Börsencrash sonderlich betroffen.
Schwere Gewitter treiben Schadenbilanz
Der Rückversicherer Swiss Re geht davon aus, dass Naturgefahren in der ersten Jahreshälfte weltweit versicherte Schäden in Höhe von 60 Mrd. Dollar (54,9 Mrd. Euro) verursacht haben. Den größten Schadentreiber sehen die Schweizer in schweren Gewittern. Damit kommt die Swiss Re zu einer ähnlichen Einschätzung wie ihr Konkurrent Munich Re.
Berkshire verdient gut mit Versicherungen
Die US-Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hat den Betriebsgewinn im ersten Halbjahr deutlich auf 22,8 Mrd. Dollar (20,8 Mrd. Euro) gesteigert – vor allem wegen des starken Versicherungsgeschäfts. Insbesondere der US-Autoversicherer Geico lieferte starke Zahlen. Wegen eines schwächeren Investment-Ergebnisses fiel der Gewinn unter dem Strich aber erheblich geringer aus. Die Beteiligung an Apple hat Berkshire erneut gesenkt.













