Leute – Aktuelle Personalien Der ehemalige CEO von Roland Rechtsschutz, Rainer Brune, heuert als Senior Advisor bei der Maklergruppe Aventus an. Er hatte Roland im vergangenen Jahr verlassen. Außerdem: Der Spezialmakler BVUK aus Würzburg, eine Tochter des Maklerkonsolidierers Summitas, ordnet seine Geschäftsführung neu. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Industrieversicherer Allianz Commercial, beim Rückversicherer Scor, bei der in einer Krise befindlichen United Healthcare, beim Cyber-Rückversicherer Envelop Risk sowie bei der Rechtsanwaltskanzlei Annerton.
Rückversicherer
Sturm „Éowyn“ trifft Irland und Großbritannien
Überschwemmte Straßen, geschlossene Schulen, gestrichene Flüge. Irland und Teile Großbritanniens haben am Freitag mit einem der schlimmsten Stürme in der Geschichte der Region zu tun. Orkan „Éowyn“ wütet über den britischen Inseln und sorgt für hohe Schäden und chaotische Zustände. Für Irland sowie Teile Nordirlands und Schottland gilt die höchste Warnstufe Rot. Und das Schlimmste könnte noch kommen, warnen Meteorologen. Die Versicherer müssen sich auf einen Milliardenschaden einstellen.
Fitch: Ausmaß der L.A.-Brandschäden ungewiss
Die Waldbrände in Los Angeles, die mehreren Menschen das Leben gekostet und wirtschaftliche Rekordschäden verursacht haben, könnten die größten europäischen Rückversicherer stärker belasten als zunächst erwartet. Das schreibt die Ratingagentur Fitch in einem aktuellen Bericht. Die Rückstellungen für Naturkatastrophen könnten durch die Brände bereits zu 30 Prozent aufgebraucht sein – wobei das genaue Ausmaß laut Fitch noch ungewiss ist.
Munich Re: Cybermarkt fordert Versicherer
Der Cyberversicherungsmarkt hat sich entspannt. Die Versicherer gewähren wieder höhere Kapazitäten und auch die Preise für den Versicherungsschutz sinken. Dennoch ist nicht alles in Ordnung, glaubt Kathrin Zeman, Cyber & Product Lead bei Munich Re. Um Cyberrisiken langfristig versicherbar zu machen, brauche es klare Definitionen, sagte sie beim Cyber-Insurance-Talk der Technischen Hochschule Köln. Ein Dorn im Auge sind ihr veraltete Kriegsklauseln, die auf Sachversicherungen zugeschnitten sind, und die damit verbundenen Ausschlüsse.
Wenning: Ende der Fahnenstange nicht erreicht
Hohe Brandschäden in den USA, sinkende Rückversicherungspreise, geopolitische Unsicherheiten – Rückversicherer sehen sich zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Die Munich Re will dennoch beim Gewinn kräftig zulegen. Mit den 6 Mrd. Euro, die sich der Konzern für 2025 vorgenommen hat, sei das Ende der Fahnenstange nicht erreicht, sagte Chef Joachim Wenning (Bild). Wachstum soll vor allem das Geschäft mit Spezialrisiken bringen. Negative Einflüsse für das Rückversicherungsgeschäft durch US-Präsident Donald Trump befürchtet er nicht.
A.M. Best: Lebensversicherer vor schwierigen Zeiten
Die Ratingagentur A.M.Best sieht harte Zeiten für deutsche Lebensversicherer und behält den negativen Ausblick für das Segment bei. Gründe sind vor allem das unsichere wirtschaftliche Umfeld, Konkurrenz durch andere Sparprodukte ohne Versicherungsbezug sowie das nach wie vor schwierige Zinsumfeld. Die Zurückhaltung der Verbraucher spielt ebenfalls eine Rolle. Doch es gibt auch Lichtblicke.
WTW belebt „Willis“ und „Towers Watson“ wieder
Gute Nachrichten für Markennostalgiker: Der Makler- und Beratungskonzern WTW hat die Markennamen „Willis“ und „Towers Watson“ wieder eingeführt, nachdem die Gruppe vor drei Jahren beschlossen hatte, sich umzubenennen und künftig nur noch WTW statt Willis Towers Watson zu heißen. Der Grund: Offenbar hängen zu viele Kunden an den alten Namen.
Cyber: Die Ruhe vor dem Sturm
Cyberversicherer werden in naher Zukunft mit steigenden Risiken durch künstliche Intelligenz konfrontiert sein, warnt der US-Großmakler Arthur J. Gallagher in einem aktuellen Bericht. Zwar seien die Bedingungen für Cyberversicherungen großzügiger geworden, die Kapazitäten hoch und die Preise überschaubar. Dennoch müssten sich Unternehmen künftig auf eine veränderte Bedrohungslandschaft einstellen.
Fitch: Gute Aussichten für die Rückversicherer
Die Rückversicherer werden im neuen Jahr trotz niedrigerer Preise ordentliche Gewinne erzielen, schreibt die Ratingagentur Fitch in einem aktuellen Bericht. Demnach kommt die Branche mit gehörig Wachstumslust aus zwei starken Jahren. Um zu wachsen, senkten einige Rückversicherer ihre Preise. Auch deshalb werden die Gewinne 2025 nicht mehr ganz so hoch wie in den Vorjahren ausfallen.
Fragmentierte Weltwirtschaft fordert Versicherer
Geopolitische Entwicklungen, darunter der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, haben zu einer Fragmentierung der Handels- und Lieferketten geführt, schreibt die Geneva Association in einem aktuellen Bericht. Die Versicherungsorganisation warnt vor einer sogenannten Slowbalisation und zeichnet drei Zukunftsszenarien für Versicherer.
Dual steigt in Unfall- und Krankenversicherung ein
Leute – Aktuelle Personalien Um sich breiter aufzustellen, steigt der Assekuradeur Dual in eine weitere neue Sparte ein. Er will mit Unfall- und Krankenversicherungen in Europa wachsen. Leiten soll den neuen Geschäftszweig Samia Baliad. Außerdem: Swiss Re nominiert neue Mitglieder für den Verwaltungsrat, der Vermögensverwalter Aviva Investors will das Geschäft mit institutionellen Kunden in Europa, dem Nahen Osten und Afrika mit einer neuen Managerin ausbauen, und der japanische Versicherer Tokio Marine bekommt einen neuen Chef.
L.A.: Schadenschätzungen steigen auf 50 Mrd. Dollar
Die schweren Waldbrände in der Region Los Angeles wüten weiter. Die Schätzungen, wie teuer die Ereignisse für die Versicherer werden, steigen an. Inzwischen gehen Experten von versicherten Schäden in Höhe von bis zu 50 Mrd. Dollar (48,6 Mrd. Euro) aus. Neben dem staatlichen Versicherungsprogramm Fair dürften Allstate, Travelers, Chubb und AIG die höchsten Verluste zu verzeichnen haben, so Analysten.
KI: Was auf Lebens- und Krankenversicherer zukommt
Der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin und im Gesundheitswesen macht große Fortschritte und wird auch bei Kranken- und Lebensversicherern zahlreiche Veränderungen hervorrufen. Es kommt darauf an, wie die Gesellschaften diesen Neuerungen begegnen, schreibt der Rückversicherer Munich Re im ersten Teil seines aktuellen Life Science Reports 2025. Die Anforderungen an die Versicherer werden steigen, beispielsweise im Underwriting und im Schadenmanagement.
Banken: Versicherte Brandschäden bei 30 Mrd. Dollar
Die Brände, die weite Teile von Los Angeles verwüstet haben und immer noch nicht unter Kontrolle sind, könnten der Versicherungswirtschaft Schäden von bis zu 30 Mrd. Dollar bescheren, erwarten Analysten der US-Großbanken Wells Fargo und Goldman Sachs. Die Bank JP Morgan hatte in der vergangenen Woche noch von 20 Mrd. Dollar gesprochen. In Kalifornien arbeitet man derweil an Unterstützungsmaßnahmen für das Auffangsystem Fair Plan, auf das eine hohe Schadenlast zukommen dürfte.












