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Deutsche Rück: Noch mehr schlechte Nachrichten für Kfz

Erste Versicherer und Rückversicherer zeigen sich optimistisch, dass das Geschäft mit Kfz-Policen ab 2026 wieder profitabel werden kann. Der Rückversicherer Deutsche Rück ist da noch vorsichtig. Vor allem in der Kaskoversicherung bleiben die Aussichten schlecht. Die Schadenbedarfe sind gestiegen, die Preiserhöhungen und der Zugriff auf Schwankungsrückstellungen reichten nicht aus, um das zu kompensieren. „Ich bin der Facharzt, der dem Patienten kurz vor seiner Entlassung aus der Klinik sagt: Bleiben Sie noch, ich habe noch einen anderen Befund“, sagte Deutsche Rück-Expertin Larissa Klick auf einer Fachveranstaltung in Köln.

NIS2: Erleichterung in der D&O-Versicherung

Die jüngsten Änderungen am Entwurf des Umsetzungsgesetzes für die NIS2-Richtlinie sind in der Versicherungsbranche mit Wohlwollen aufgenommen worden. Wäre das Verbot von Vergleichen und der Verzicht auf Schadenersatzforderungen nicht gestrichen worden, hätte das für die D&O-Versicherer kaum vorstellbare Belastungen zur Folge gehabt, sagte GGW-Managerin Miriam Marx bei einer Fachveranstaltung. Daniel Messmer von der Swiss Re lobte die Arbeit des GDV und seiner D&O-Arbeitsgruppe.

Transportversicherer wollen Prävention stärken

Die Transportversicherer sorgen sich um die hohen Schäden durch den Diebstahl von Gütern. Eine Verbesserung der Prävention liege vor allem im Interesse der Unternehmen, sagte ein Vertreter von Zurich Resilience Solutions auf der Tagung des internationalen Transportversicherer-Verbands IUMI in Berlin. Die Vereinigung kündigte außerdem ein White Paper über die Verhinderung von Schäden an sogenannten Flexitanks an, die eine immer wichtigere Rolle beim Transport von Flüssigkeiten spielen.

Anonym auf dem Datenhighway in die USA

 Exklusiv  Künstliche Intelligenz (KI) kommt in verschiedensten Bereichen zum Einsatz. Bei einem Thema aber schrecken viele vor der Nutzung von KI noch zurück, nämlich wenn es um die Verarbeitung personenbezogener Daten geht. Datenschutzbedenken stehen hier dem KI-Einsatz entgegen. Markus Heussen vom Düsseldorfer IT-Dienstleister b-tix hat in einem Projekt mit dem Makler Ecclesia gerade erprobt, wie es funktionieren kann. „Das Ergebnis war deutlich besser, als wir es eigentlich haben wollten.“

Allianz siegt vor dem BGH

Mit ihrem Tarif „Perspektive“ hat die Allianz nicht gegen die Mindestzuführungsverordnung verstoßen, die in der privaten Rentenversicherung ausgeschüttete Überschussbeteiligung ist rechtmäßig. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag entschieden (Az: IV ZR 436/22). Damit hat sich die Allianz Lebensversicherung auch in der dritten Instanz gegen die Verbraucherzentrale Hamburg durchgesetzt. Die Verbraucherschützer hatten gegen den Münchener Konzern wegen der Benachteiligung von Versicherten mit älteren Verträgen geklagt.

Kabinett verabschiedet bAV-Gesetzentwurf

Die Bundesregierung hat den Kabinettsentwurf des zweiten Betriebsrentenstärkungsgesetzes verabschiedet. Es sieht unter anderem eine stärkere Förderung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) von Geringverdienern und eine Ausweitung des Sozialpartnermodells vor, bei dem Garantien verboten sind. Der Gesamtverband der Versicherer begrüßt das Vorhaben, hätte sich aber auch eine Lockerung von Garantien außerhalb des Modells gewünscht. Außerdem fordert er eine rasche Reform der privaten Altersvorsorge.

Freiwald steigt bei Munich Re auf

 Leute – Aktuelle Personalien  Maura Freiwald übernimmt zum Jahreswechsel die Leitung der Regionen Spanien und Portugal sowie Lateinamerika beim Rückversicherer Munich Re. Derzeit ist sie noch Chefin des Haftpflichtgeschäfts des Unternehmens in den USA. Zunächst hatte die Munich Re bestätigt, dass Freiwald die Leitung der Regionen Europa und Lateinamerika übernimmt. Sechs Stunden später erklärte eine Sprecherin, es handele sich nur um Spanien, Portugal und Lateinamerika. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei der Management- und Technologieberatung Capco, die einen neuen Leiter für das Versicherungsgeschäft in Kontinentaleuropa ernannt hat, und beim Institut der Versicherungsmathematischen Sachverständigen für Altersversorgung mit einem neuen Vorstandsvorsitzenden.

Extremus erhöht ab 2026 Annahme-Limit

Der Terrorversicherer Extremus erhöht sein Annahme-Limit bei Terrorrisiken von 25 Mio. Euro auf 50 Mio. Euro. Kunden, die Risiken unter 50 Mio. Euro versichern wollen, kämen damit künftig auf andere Erst- und Rückversicherer zu, sagte Extremus-CEO Jörg Stapf auf dem Rückversicherungsworkshop von Guy Carpenter auf dem Petersberg in Königswinter. Die Bundesregierung hatte das Konzept der Terrorversicherung auf den Prüfstand gestellt. Die Staatsgarantien wurden zwar verlängert, aber die Privatwirtschaft wird mehr in die Haftung genommen.

Deutsche Familienversicherung geht von der Börse

Die von Stefan Knoll gegründete DFV Deutsche Familienversicherung geht von der Börse. Die Haron Holding des Schweizer Fondsmanagers Luca Pesarini macht den Aktionären ein Angebot, ihre Papiere zu übernehmen. Das teilten die Unternehmen am 17. September 2024 mit. Damit sind für den kleinen Versicherer sechs aufregende Jahre als börsennotiertes Unternehmen vorbei.

KI-Bot Kim bearbeitet Leitungswasserschäden

Die großen Rückstände in der Schadenbearbeitung der Kfz-Versicherer haben in den vergangenen Monaten Schlagzeilen gemacht. Auch Wohngebäudeversicherer kennen das Problem, weiß Uwe Schumacher, Chef des auf die Sparte spezialisierten Assekuradeurs Domcura. Das Unternehmen hat deshalb die Kundenkommunikation und große Teile der Schadenbearbeitung für Leitungswasserschäden mittels künstlicher Intelligenz (KI) automatisiert, sagte Schumacher auf der KI-Tagung in Köln. Der Versicherer HUK-Coburg stellte ebenfalls ehrgeizige Pläne vor.

Allianz Partners startet mit Allyz Home

Nach dem Start von Allyz Cyber Care im Mai geht Allianz Partners mit Allyz Home, einem digitalen Dienstleisternetzwerk für Allianz-Kundinnen und -Kunden, auch im Bereich Wohnen an den Start. Die Dienstleistungen umfassen Reinigung, Reparatur und Montage, Sanitär- und Elektroarbeiten sowie Schlüsseldienste. Sie sind zunächst in Deutschland und Frankreich geplant. Der Schritt des Versicherers gehört in die Reihe der Versuche, die Kundenbindung zu stärken.

„Cyber bleibt versicherbar“

Trotz neuer technischer Möglichkeiten der globalen Hackerszene bleibt das Cyberrisiko versicherbar. Davon zeigten sich Teilnehmer einer Fachkonferenz überzeugt. Nur über die Bedingungen herrschte keine Einigkeit: So fürchtet Oliver Delvos vom jungen Anbieter Corvus, dass in der aktuell weicheren Marktphase viele eigentlich notwendige Bedingungen wieder über den Haufen geworfen werden. Unterdessen ist die Sicherheitslage noch viel schlechter als Umfragen nahelegen, sagte ein Vertreter der nationalen IT-Sicherheitsbehörde.

Milliardenschwere wirtschaftliche Schäden durch Flut

Die dramatischen Überschwemmungen in Ost- und Mitteleuropa, bei denen mindestens 18 Menschen ums Leben kamen, könnten wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe verursachen. Das geht aus ersten Analystenschätzungen hervor. Doch wie hoch die versicherten Schäden sein werden, ist noch nicht abzusehen. Die großen österreichischen Versicherer werden einen Löwenanteil tragen müssen, da sie einen hohen Marktanteil in den betroffenen Ländern Polen, Tschechien und Rumänien haben. Der GDV fordert derweil ein gesetzliches Bauverbot in Überschwemmungsgebieten.

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