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Notpetya: Merck einigt sich mit Versicherern

Kurz vor der mündlichen Verhandlung vor dem New Jersey Supreme Court hat sich die US-Pharmafirma Merck mit ihren Versicherern im Streit um den Schaden aus dem Notpetya-Cyberangriff geeinigt. Die Ransomware hatte bei Merck 2017 über 40.000 Rechner infiziert und einen Schaden von 1,4 Mrd. Dollar verursacht. Die Sachversicherer, bei denen die Firma eine Allgefahrendeckung abgeschlossen hatte, wollten mit Verweis auf den Kriegsausschluss nicht zahlen – waren mit dieser Argumentation aber bisher bei allen Gerichten abgeblitzt.

Allianz-Manager wechselt zu Antares

 Leute – Aktuelle Personalien  Der ehemalige Chief Financial Officer der britischen Allianz Holdings, Kevin Wenzel, ist ab sofort in derselben Rolle beim Versicherer Antares Global beschäftigt. Das Unternehmen der Qatar Insurance Group gewinnt einen Finanzexperten, der über 30 Jahre in der Branche tätig ist. Außerdem: Liberty Mutual Insurance vergrößert mit der Einstellung von Elisabeth Case seine Cyber-Einheit. Personelle Änderungen gibt es auch bei Marsh und Partner Re.

Versicherer nicht in Not durch Japan-Beben

Die lokalen Sachversicherer in Japan wie Tokio Marine & Nichido Fire, Sompo Japan, Mitsui Sumitomo und Aioi Nissay Dowa werden die Schäden durch das Neujahrbeben gut verkraften können, glaubt die Ratingagentur A.M. Best. Eine staatliche Erdbebenversicherung für Wohngebäude und eine geringe Versicherungsdichte werden demnach helfen, die versicherten Schäden in Grenzen zu halten. Allerdings könnte das Beben zu steigenden Rückversicherungspreisen führen.

BMJ weiter gegen Pflichtversicherung

Der Bundesjustizminister Marco Buschmann hat sich vor dem Hintergrund der aktuellen Überschwemmungen erneut gegen eine Pflichtversicherung von Gebäuden gegen Elementarrisiken ausgesprochen. Ein solcher Schritt würde das Wohnen verteuern und die Staatskasse letztlich nicht entlasten, teilte das Bundesjustizministerium (BMJ) auf Nachfrage mit. Auch die Versicherer sind gegen eine Pflichtdeckung und haben in der Vergangenheit gewarnt, dass ein extrem großer Schaden die Assekuranz überfordern könnte. Der niedersächsische Marktführer VGH erwartet jetzt einen zweistelligen Millionenschaden.

Allianz ist die weltweite Nummer zwei

Bei den Bruttoprämieneinnahmen war die Allianz im Jahr 2022 die zweitgrößte Versicherungsgruppe der Welt. In der Rangliste des Londoner Analysehauses Insuramore rangiert sie mit deutlichem Abstand hinter dem US-Krankenversicherer United Health. In der Schaden- und Unfallversicherung liegen die Münchener auf Platz drei hinter State Farm aus den USA und der chinesischen PICC. Der Blick auf die Jahre 2018 bis 2022 zeigt, dass die Allianz bei den Prämien global zwar ganz oben mitspielt, beim Wachstum aber nicht.

Loesti tritt neue Position bei Gallagher an

 Leute – Aktuelle Personalien  Nepomuk Loesti nimmt nach über 17 Jahren bei AIG seine neue Aufgabe beim Makler Arthur J. Gallagher auf. In der neugeschaffenen Position des Chief Commercial Officer Europe berichtet er an Alexander Nagler, der im vergangenen Jahr ebenfalls von AIG zu Gallagher gewechselt war. Die Signal Iduna Bauspar-AG bekommt eine neue Vorständin und Bonnfinanz eine neue Finanz- und Personalchefin.

Itzehoer stemmt sich gegen Verluste in Kfz

Die Itzehoer ist 2023 stark gewachsen. In der Kfz-Sparte gab es viele Abgänge, aber noch mehr Zugänge, sodass die Zahl der versicherten Fahrzeuge per Saldo um knapp 131.000 auf 1,28 Millionen gestiegen ist. Die Schaden- und Kostenquote lag im defizitären Bereich, war aber besser als der Branchenschnitt. Der Versicherer musste sich allerdings an den Schwankungsrückstellungen bedienen und hat zudem zusätzliche Schadenrückstellungen bilden müssen. 2024 will Vorstandschef Uwe Ludka einen versicherungstechnischen Verlust verhindern – und setzt auf weiteres Wachstum.

Versicherer hoffen auf Benko-Fortbestand

Mehr Versicherer als bisher bekannt haben in großem Stil bei den inzwischen insolventen Signa-Gesellschaften der Benko-Gruppe investiert, allen voran die R+V. Die BaFin spricht von 46 betroffenen Versicherern, die Namen finden sich auf den Gläubigerlisten. In den Ergebnissen der Versicherer wird das Engagement zu hohen Abschreibungen führen. Sie hoffen jetzt, dass es nicht zur Zerschlagung der Gesellschaften kommt. Denn nur wenn sie weiter bestehen, gibt es eine Chance, am Ende zumindest 30 Prozent oder 40 Prozent zu erhalten.

Jeder zehnte Biker Opfer von Vandalismus

9,3 Prozent aller versicherten Schäden an Fahrrädern in Deutschland entstehen durch Vandalismus, berichtet der niedersächsische Versicherer Wertgarantie. Die Mitversicherung über die Hausrat-Police reiche als Schutz nicht aus, erläutern die Experten. In vielen Fällen bleiben die Versicherten auf ihren Kosten sitzen. Vandalismus rangiert als Schadenart bei Fahrrädern auf Rang fünf von sechs Plätzen. Die meisten Schäden entstehen durch Verschleiß gefolgt von Beschädigungen durch Stürze und technische Defekte.

MSK zu Solvency II-Einigung: „Kein großer Wurf“

Die deutschen Kompositversicherer haben einen überschaubaren Nutzen durch die vereinbarte Absenkung der Kapitalkostenrate unter Solvency II. Zu diesem Schluss kommt die aktuarielle Beratungsgesellschaft MSK. Der Effekt liegt demnach bei 1,5 Mrd. Euro. Die EU hatte im Dezember die Einigung im Trilog verkündet. Sie hofft, dass die europäische Versicherungsbranche zusätzliche Gelder in Milliardenhöhe für den Green Deal bereitstellt.

Maschine von Flug 516 bei AIG versichert

Auf dem Großflughafen Haneda in der japanischen Hauptstadt Tokio sind am Dienstag zwei Maschinen kollidiert. Flug 516 der Japan Airlines ist kurz nach der Landung mit einer Maschine der japanischen Küstenwache zusammengestoßen. Alle 379 Insassen der Passagiermaschine konnten gerettet werden, für fünf Angehörige der Küstenwache kam jede Hilfe zu spät. Nun wurde bekannt, dass der Airbus beim US-Versicherer AIG versichert ist. Experten schätzen den Schaden auf rund 130 Mio. Dollar.

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