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Acorn: Komplette Schadenbearbeitung per KI

Eigentlich ist der britische Spezialversicherer Acorn bekannt dafür, viele der berühmten Londoner schwarzen Taxis zu versichern. Jetzt hat das Unternehmen bekannt gegeben, im gesamten Unternehmen KI-Agenten in der Schadenbearbeitung zu nutzen. Die Technologie des norwegischen Experten Simplifai wird bei der Bearbeitung, Betrugserkennung und Kostenmanagement genutzt. Derweil machen Berichte die Runde, dass die Eigentümer von Acorn über einen möglichen Verkauf von Anteilen nachdenken.

MSK: Captives sind gekommen, um zu bleiben

Firmeneigene Versicherer, sogenannte Captives, werden für Unternehmen immer beliebter, um Risiken zu managen. Laut der aktuariellen Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) gab es in den vergangenen zwei Jahren in Europa 60 Captive-Gründungen. Das Prämienvolumen steigt kontinuierlich, wenn auch langsamer als der Gesamtmarkt.

Generali stärkt Employee-Benefits-Geschäft

Über sein Generali-Employee-Benefits-Netzwerk versorgt der italienische Versicherer multinationale Unternehmenskunden mit Vorteilsprogrammen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa für die Altersvorsorge. Jetzt hat sich Generali mit Swiss Life Global Solutions auf die Übernahme des Swiss Life Networks geeinigt. Nach Angaben von Generali entsteht dadurch der größte Anbieter in diesem Bereich weltweit mit einem verwalteten Prämienaufkommen von 3 Mrd. Euro.

Wegweisendes Urteil zugunsten der D&O-Versicherer im Greensill-Fall

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Das Oberlandesgericht Köln hat am Dienstag ein für die D&O-Versicherung wegweisendes Urteil gefällt. Im Prozess gegen einen der D&O-Versicherer der insolventen Greensill-Bank entschieden die Richter, dass die Gesellschaft den Vertrag anfechten durfte – trotz Klauseln, die eigentlich genau das verhindern sollten. Damit hat die D&O-Versicherer das Heros-Urteil des Bundesgerichtshofs von 2011 eingeholt. Die Entscheidung dürfte in den kommenden Wochen für viele Diskussionen im Markt sorgen.

KI-Sorgen lassen Versichereraktien einbrechen

Nachdem die US-Vergleichsplattform Insurify angekündigt hatte, mithilfe von künstlicher Intelligenz und ChatGPT Versicherungsabschlüsse möglich zu machen, sind die Aktien großer Versicherer am Dienstag stark gefallen. Betroffen waren alle großen europäischen Gesellschaften. Investoren sorgen sich, dass KI die Geschäftsmodelle der Marktteilnehmer stark verändert und Versicherer unter Druck setzt. Auch Versicherungsmakler müssen damit rechnen, durch KI-Agenten überflüssig zu werden, so die Befürchtung.

Talanx steigert Gewinn um 25 Prozent

Einmal mehr meldet die Talanx einen Rekordgewinn: Nach vorläufigen Zahlen haben die Hannoveraner 2025 einen Überschuss in Höhe von 2,48 Mrd. Euro erzielt. Dabei profitierte der Versicherer unter anderem vom Schadenverlauf im zweiten Halbjahr. Die Hurrikan-Saison war für die Branche im vergangenen Jahr deutlich glimpflicher ausgefallen als im langjährigen Durchschnitt. Für 2026 peilt Talanx einen Gewinn von rund 2,7 Mrd. Euro an.

ChatGPT greift Software-Spezialisten an

Der KI-Konzern Open AI, bekannt durch seinen Chatbot ChatGPT, hat die neue Plattform Frontier auf den Markt gebracht. Sie richtet sich an Unternehmen, auch an Versicherer. Experten sehen darin einen direkten Angriff auf Software-Hersteller wie SAP. Die US-Gesellschaft State Farm gehört zu den ersten Kunden. Unabhängig davon hat der spanische Assekuradeur Tuio ein Werkzeug vorgestellt, mit dem Kunden direkt auf ChatGPT Angebote für ihre Hausratversicherung einholen können.

Von Konsolidierung im großen Stil noch weit entfernt

Um 26 Prozent ist die Zahl der Lebensversicherer in Deutschland zwischen 2004 und 2024 zurückgegangen. Von einer Konsolidierung im großen Stil, die man dahinter vermuten würde, könne allerdings keine Rede sein, sagte Matthias Wolf, Professor an der TH Köln, auf dem SZ-Versicherungstag. Seiner Ansicht nach wird künstliche Intelligenz in der Branche neben der zunehmenden Regulierung aber für Konsolidierung sorgen – auf die eine oder andere Art und Weise.

Moody’s: Verhaltene Aussichten für deutsche Versicherer

Moody’s lobt die starken Zahlen der deutschen Versicherer, die der Branchenverband GDV in der vergangenen Woche vorgelegt hat. Allerdings zeigt sich die Ratingagentur skeptisch, ob es ihnen gelingt, Wachstum und Profitabilität aufrechtzuerhalten. Den Schaden- und Unfallversicherern drohen steigende Naturkatastrophenschäden. Und ob die Lebensversicherer von der Altersvorsorge-Reform wie erhofft profitieren, ist laut Moody’s noch nicht ausgemacht.

Rückversicherer nicht belastet durch Wintersturm „Fern“

Die Ratingagentur Fitch erwartet durch den Wintersturm „Fern“ in den USA keine Auswirkungen auf die Rückversicherer. Der erwartete versicherte Schaden von bis zu 7 Mrd. Dollar (6 Mrd. Euro) sei nicht hoch genug, um die Attachment Points zu erreichen, also die Schwellenwerte, ab denen der Rückversicherer einspringt. Folgen hat der Sturm aber wohl für zahlreiche Kunden in den besonders betroffenen Gebieten, die jetzt mit höheren Prämien rechnen müssen.

Cyberdirekt weitet Angebot aus

Makler können über die Plattform des Spezialmaklers Cyberdirekt künftig ein Angebot für eine Cyberdeckung für Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 250 Mio. Euro einholen. Auch bei der Versicherungssumme legen die Berliner nach. Und: Der Service des Schwesterunternehmens Rapid Response für Prävention ist künftig ebenfalls direkt über die Plattform buchbar. 2025 ist der Makler weiter gewachsen.

Anwälte werfen Rechtsschutzversicherern Trickserei vor

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Die Bundesrechtsanwaltskammer unterstellt Rechtsschutzversicherern, in die Arbeit von Anwälten einzugreifen. Eine Umfrage decke „alarmierende Praktiken“ auf: Versicherer sollen Mandanten rechtlich beraten und teils auch Geld anbieten, um sie von Gerichtsverfahren abzuhalten. Die Branche reagiert gereizt.

Schildknecht: Zurich Deutschland steht vor KI-Durchbruch

Die Zurich Deutschland kommt bei der künstlichen Intelligenz (KI) laut Vorstandschef Carsten Schildknecht im zweiten Quartal einen entscheidenden Schritt weiter: In der Schadenbearbeitung, in der KI bislang in isolierten Anwendungsfällen arbeitet, sollen KI-Agenten ganze Prozesse „end to end“ abwickeln, kündigte er beim SZ-Versicherungstag an. Versicherer, die KI als neues Betriebssystem begreifen, können sich schon in wenigen Jahren bei Prämienwachstum, Effizienz und Kundenzufriedenheit vom Markt absetzen, ist er sich sicher.

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