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GDV: „Wir adressieren klar das Kostenthema“

Rund einen Monat bevor der Bericht der Fokusgruppe private Altersvorsorge erwartet wird, wirbt der Gesamtverband der Versicherer GDV noch einmal für seinen Vorschlag der Bürgerrente. Durch Vereinfachung und Standardisierung soll die Rendite im Vergleich zur Riester-Rente höher ausfallen, die Kosten sollen dagegen sinken. Der Vorschlag sieht jetzt zusätzlich einen Kinderzuschlag vor. Der Verband sieht sich durch die Ergebnisse einer von ihm beauftragten Allensbach-Studie darin bestätigt, dass das Konzept die Bedürfnisse der Menschen trifft.

Versicherungskammer: Diversität ist ein Muss

Die Versicherungskammer Bayern setzt auf ein Bündel von Maßnahmen und Angeboten, um die Diversität innerhalb des Konzerns zu fördern und das in ihr liegende Potenzial zu heben. Davon profitieren nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch die Gruppe als Ganzes, sagte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Barbara Schick in einem Pressegespräch. „Diversity ist ein strategischer Management-Ansatz, der zu konkretem ökonomischen Nutzen im Unternehmen führt“, betonte sie.

Italien-Flut: Unipol kauft Internet-Systeme von Elon Musk

Der italienische Versicherer Unipol hat von Space X, dem Raumfahrtunternehmen von Tesla-Chef Elon Musk, sogenannte Starlink-Terminals erworben. Dadurch sollen die Opfer der Überschwemmungskatastrophe in der Region Emilia-Romagna sowie Rettungskräfte, Krankenhäuser und andere Anbieter wichtiger Dienstleistungen im Katastrophengebiet wieder Zugang zum Internet bekommen. Das soll die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen erleichtern.

Assekurata: Pflichtversicherung muss kommen

Viele Versicherer sprechen sich gegen eine Pflichtversicherung für Elementarschäden aus, doch für die Ratingagentur Assekurata führt kein Weg daran vorbei. Ohne ein Obligatorium, das Hausbesitzer vor Hochwasserschäden schützt, werde es keine flächendeckende Absicherung gegen das Risiko geben, sagte Analyst Dennis Wittkamp bei einer Pressekonferenz. Freiwillige Lösungen wie das Opt-Out-Modell des GDV reichten nicht aus. Schaden- und Unfallversicherer werden sich nach Einschätzung von Assekurata auf magere Jahre einstellen müssen.

Selbstständige fürchten Krankheit und Unfall

Fallen Selbstständige wegen Krankheit oder Unfall längere Zeit aus, kann das schnell existenzgefährdend werden. Eine aktuelle Befragung im Auftrag des Versicherungsmonitors bestätigt das. Zwar sind die Stimmung und der Ausblick der Selbstständigen mehrheitlich positiv, allerdings sehen 20 Prozent ein hohes Risiko, innerhalb eines Jahres in eine existenzgefährdende Lage zu geraten. Im ersten Teil unserer kleinen Serie zu den Ergebnissen der Umfrage geht es um existenzielle Risiken und deren Absicherung sowie die Altersvorsorge der deutschen Selbstständigen.

Versicherer reagieren auf Flut in Norditalien

Die schweren Überschwemmungen in der italienischen Region Emilia-Romagna haben schon jetzt zu Schäden in Milliardenhöhe geführt. Eine genauere Berechnung ist noch nicht möglich, da viele Gegenden immer noch vom Hochwasser bedroht sind und neue Regenfälle zu weiteren Überschwemmungen führen können. Die italienische Tochter der Allianz und die Generali sind ebenso wie andere Versicherer bereits vor Ort und helfen bei der Schadenaufnahme. Laut dem Versicherungsmakler Aon sind viele der Schäden unversichert.

Start-up Wechselgott ist insolvent

 Exklusiv  Das Leipziger Start-up Wechselgott hat Insolvenz angemeldet. Das bestätigte Geschäftsführer Werner Kräutlein dem Versicherungsmonitor. Ein halbes Jahr lang hatte das 2019 gegründete Unternehmen mit rund 30 Mitarbeitern vergeblich nach Geldgebern oder einem potenziellen Käufer gesucht. Das Geschäftsmodell beruht auf der Auswertung von Bankdaten der Kunden, auf deren Basis Wechselgott Vorschläge für günstigere oder bessere Verträge im Bereich Energieversorgung und Versicherungen macht. Es gibt ein Kooperationsprojekt mit der R+V. Wie es jetzt weitergeht, ist unklar.

Kartellvorwürfe gegen NZIA aus den USA

Die Branchen-Initiative Net-Zero Insurance Alliance hatte zuletzt mit Munich Re, Zurich und Hannover Rück einige wichtige Mitglieder verloren – unter anderem wegen Kartellrechtsbedenken. Die scheinen sich jetzt zu bewahrheiten. In einem gemeinsamen Brief werfen Generalstaatsanwälte aus 23 US-Bundesstaaten der NZIA vor, mit ihren Aktivitäten gegen Kartell- und Versicherungsrecht zu verstoßen. Die Schwesterorganisation Net-Zero Asset Owner Alliance bekommt ähnliche Vorwürfe zu hören. Die Mitglieder der NZIA sollen den Staatsanwälten bis Mitte Juni Rede und Antwort stehen.

Schönteich wird Geschäftsführerin bei Fonds Finanz

 Leute – Aktuelle Personalien  Christine Schönteich steigt in die Geschäftsführung des Maklerpools Fonds Finanz auf und ersetzt Markus Kiener, der in die Führungsebene von Infitech wechselt, der neuen Obergesellschaft von Fonds Finanz. An ihr hält der Investor HG Capital die Mehrheit. Norbert Porazik, Gründer und Geschäftsführer von Fonds Finanz, wird weiterhin in dieser Position tätig sein. Außerdem: Die Arbeitergemeinschaft für betriebliche Altersversorgung hat in ihrer Jahrestagung wieder Georg Thurnes als Vorsitzenden des Vorstands gewählt. Neuigkeiten gibt es auch bei der Signal Iduna, die zum Jahreswechsel einen neuen IT-Vorstand begrüßen wird.

Weltweite Prämieneinnahmen steigen auf 5,6 Billionen Euro

Die globale Versicherungswirtschaft konnte ihre Prämieneinnahmen im vergangenen Jahr erneut steigern, dabei spielte allerdings die Inflation eine große Rolle. Nordamerika stellt erneut den größten Versicherungsmarkt, Asien holt auf. Deutschland ist aufgrund von Rückgängen in der Lebensversicherung einer der wenigen Verlierer nach Beitragseinnahmen, zeigt der aktuelle Allianz Global Insurance Report.

Arag mit starkem Jahresauftakt

Die Arag schaut zufrieden auf den Start ins Jahr 2023: Die Beitragseinnahmen stiegen im ersten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres um 11,5 Prozent auf 712,3 Mio. Euro. Besonders gut lief es in der privaten Krankenversicherung – die Sparte ist im deutschen Geschäft inzwischen größer als die Rechtsschutzversicherung. Auch das Auslandsgeschäft legte deutlich zu. Das Jahr 2022 hat der Düsseldorfer Konzern mit einer Umsatz- und Gewinnsteigerung abgeschlossen. Eine „Umwidmung“ in den Kapitalanlagen verhinderte dabei zinsbedingte Abschreibungen im Volumen von 245 Mio. Euro.

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