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Kfz: Land in Sicht

Die Kfz-Versicherer werden 2025 und auch 2026 wieder versicherungstechnische Gewinne machen, glaubt die Hannover Rück-Tochter E+S Rück. In diesem Jahr hat ihnen dabei allerdings eine unterdurchschnittliche Schadenentwicklung geholfen. Entscheidend ist auch, dass die Anbieter die Preise weiter erhöhen: 5 bis 6 Prozent müssen es schon sein, um die Schadeninflation auszugleichen, glaubt Kfz-Experte Stefan Schmuttermair. Er rechnet mittelfristig mit einer Konsolidierung unter den Anbietern.

Sollers: Bei KI am Ball bleiben

Versicherer machen Fortschritte in Sachen künstlicher Intelligenz (KI). Mittlerweile haben 97 Prozent der Gesellschaften Berührungspunkte zu der sich rasch entwickelnden Technologie. Jedoch hat gerade einmal die Hälfte der Häuser die Integration von KI strategisch im Tagesgeschäft verankert, so das Ergebnis einer Umfrage des Beraters Sollers aus Köln. Die Expertinnen und Experten warnen davor, dass diejenigen Versicherer, die ihre Bemühungen nicht intensivieren, schnell von der Konkurrenz abgehängt werden könnten. Vor allem die Mitarbeitenden müssten bei der Nutzung der Technologie mitgenommen werden.

MSK stellt Geschäftsführung breiter auf

Leute – Aktuelle Personalien

Die versicherungsmathematische Beratungsgesellschaft MSK erweitert ihre Geschäftsführung mit Carina Götzen und Tommy Berg, die seit etlichen Jahren für das Unternehmen arbeiten und seit 2023 zu den Gesellschaftern zählen. Mit diesem Schritt will sich das Unternehmen auf einen Generationenwechsel in der Leitung vorbereiten. Personelle Neuigkeiten gibt es außerdem im Kölner Büro des Rückversicherers Liberty Mutual Re und beim Versicherungsmakler Howden.

Kunstraub im Louvre: Wer trägt das Risiko?

Nach dem Mega-Kunstraub im Pariser Louvre suchen Ermittler nach den Tätern. Die Schadenhöhe ist noch nicht bekannt, die französische Regierung spricht von einem „unschätzbaren kulturellen Verlust“. Spannend dürfte sein, ob es eine Versicherung für die gestohlenen Stücke gibt – schließlich sind staatliche Sammlungen oftmals gar nicht privat abgesichert. Der Kunstversicherungsexperte Stephan Zilkens rechnet nicht damit, dass die gestohlenen Stücke auf dem Schwarzmarkt auftauchen.

Wohngebäude: Knapp in der Gewinnzone

Die Wohngebäudeversicherer haben es 2024 zum ersten Mal seit Jahren wieder in die Gewinnzone geschafft. Mit Prämienerhöhungen reagierten sie auf die steigenden Schadenaufwendungen, zeigt der aktuelle Branchenmonitor von V.E.R.S. Leipzig. Allerdings: Weniger als die Hälfte der Gesellschaften trägt zu diesem Aufwärtstrend bei. Das ist nicht der einzige Grund, warum die Autoren in der Branche einen schwierigen Zweig sehen.

Nürnberger betont Partnerschaft mit VIG

Der Verkauf der Nürnberger an die Vienna Insurance Group (VIG) wird zum 1. April oder zum 1. Juli 2026 wirksam. Davon gehen verhandlungsnahe Kreise aus. Wie berichtet hatten Nürnberger und VIG am Donnerstagabend das Übernahmeangebot der Österreicher für alle Aktien an der Nürnberger in Höhe von 120 Euro pro Aktie bekanntgegeben. Die Nürnberger sieht sich als Partner und betont, dass die Wiener der neuen Tochter eine große Eigenständigkeit lassen werden.

Axa ersetzt Alexander Vollert

Leute – Aktuelle Personalien

Alexander Vollert (Bild), Chief Operating Officer und ehemaliger Chef von Axa Deutschland, spielt künftig keine operative Rolle mehr in Paris. Wie Axa mitteilte, soll er bis Ende des kommenden Jahres noch als Berater fungieren. Seine Aufgaben übernimmt künftig Matthieu Caillat als Group Chief Technology & AI Officer. Vollert war rund zehn Jahre für den französischen Versicherer tätig. Auch beim Versicherungsvermittler Breffka & Hehnke und beim spanischen Mapfre-Konzern gibt es personelle Neuigkeiten.

Generali muss Nachteile der Rürup-Rente nennen

Die Generali Leben darf im Internet nicht länger mit den Steuervorteilen der Rürup- oder Basisrente werben, ohne gleichzeitig auf die nachgelagerte Besteuerung bei Rentenbeginn hinzuweisen. Das hat das Landgericht München I in einem rechtskräftigen Urteil entschieden. Es gab einer Unterlassungsklage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gegen die Generali Deutschland AG voll statt. Die Verbraucherschützer werden der Branche in dieser Frage jetzt gezielt auf die Finger schauen, kündigte Finanzexperte Niels Nauhauser an.

VIG kontrolliert die Nürnberger-Mehrheit

Jetzt ging es ganz schnell: Die Nürnberger und die Vienna Insurance Group (VIG) haben eine Zusammenschlussvereinbarung unterzeichnet, wie die beiden Unternehmen am Donnerstagabend kurz vor Mitternacht mitteilten. Darin verpflichtet sich die VIG, allen Aktionären der Nürnberger ein Angebot über 120 Euro pro Aktie zu machen. Die VIG hat bereits unwiderrufliche Vereinbarungen mit Aktionären über den Kauf ihrer Aktien geschlossen, die ihr mehr als 60 Prozent der Anteile sichern. Die Nürnberger soll von der Börse genommen werden.

Die Allianz-Marke ist 28,2 Mrd. Dollar wert

Wenn es nach dem Best-Global-Brands-Ranking des Analyseunternehmens Interbrand geht, ist und bleibt die Allianz die wertvollste Versicherungsmarke der Welt. Mit einem Markenwert von 28,2 Mrd. Dollar (24,2 Mrd. Euro) hat es der Konzern auf Platz 27 der Top 100 wertvollsten Marken geschafft. Dort findet sich von den Versicherern nur noch die Axa, die mit 18,3 Mrd. Dollar auf Platz 43 gelandet ist.

Kfz: Besser, aber immer noch nicht gut

Die Kfz-Versicherer haben schwere Jahre hinter sich. Mit Preiserhöhungen haben viele von ihnen gegengesteuert. Tatsächlich sind die Zahlen der Gesellschaften für das Jahr 2024 besser als zuvor, zeigt der Branchenmonitor von V.E.R.S. Leipzig. Was die Marktanalyse aber auch offenbart: Die Kfz-Sparte ist längst nicht in den schwarzen Zahlen angelangt und bleibt das Sorgenkind der Versicherungswirtschaft.

Rollinger: Erderwärmung bedroht Versicherbarkeit

Ehrgeizige Klimaziele bleiben für die Versicherer trotz Wirtschaftsschwäche, geopolitischer Herausforderungen und gestiegener Energiepreise wichtig. Das betonte der Präsident des Lobbyverbands der Branche GDV Norbert Rollinger auf einer Veranstaltung in Berlin. Ohne eine Begrenzung der Erderwärmung sei letztlich die flächendeckende Versicherbarkeit bedroht. Der CO2-Fußabdruck der Kapitalanlage der Branche hat sich nach aktuellen Zahlen verbessert.

Munich Re sieht sich als Hort der Stabilität   

Die Munich Re positioniert sich kurz vor dem Rückversicherungstreffen in Baden-Baden als verlässlicher Partner ihrer Erstversicherungskunden in unsteten Zeiten und tragende Säule bei der Bewältigung der vielfältigen Risiken weltweit. Die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz steige, und der Konzern baue sein Exposure sowie die Kapazitäten für seine Kunden aus, erläuterten Vorständin Clarisse Kopff und Deutschlandchefin Claudia Strametz bei einer Pressekonferenz. Sorge bereitet der Munich Re die riesige Versicherungslücke im Cyberbereich.  

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