Der Autobauer VW und seine D&O-Versicherer müssen noch einmal über einen Haftungsvergleich mit dem Ex-Chef Martin Winterkorn und weiteren Managern im Zuge des Dieselskandals verhandeln. Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung am Dienstag einen der größten D&O-Vergleiche der jüngeren Vergangenheit gekippt. Das könnte weitreichende Folgen für den D&O-Markt sowie Manager, Unternehmen und Versicherer haben, erwartet der renommierte Anwalt Mark Wilhelm.
Versicherer
Versicherer setzen auf Private Credit
Europäische Versicherer setzen verstärkt auf Private Credit, um höhere Renditen zu erzielen und ihre Portfolien zu diversifizieren. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der US-amerikanischen Ratingagentur Fitch. Die Ratingagentur hat 15 Versicherer befragt, die hauptsächlich aus Deutschland, Frankreich und Italien stammen. Während Fitch sich um die Stabilität der Versicherer angesichts steigender Investitionssummen noch keine Sorgen macht, betrachtet die BaFin das Thema mit Skepsis.
KMU zunehmend im Visier von Cyberkriminellen
Kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) werden zunehmend Opfer von Cyberattacken. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Spezialversicherers Hiscox hervor. Insbesondere künstliche Intelligenz (KI) bereitet den Unternehmen die größten Sorgen. Zwar sehen viele der befragten Unternehmen in KI eine Chance für die Cybersicherheit, gleichzeitig steigen jedoch die mit der Technologie einhergehenden Risiken enorm, berichtet Tobias Wenhart, Director Marketing, Product & Digital Channels bei Hiscox, im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor.
Signa: Rückenwind für die Signal Iduna
Im Juli 2025 war bekannt geworden, dass die Signal Iduna-Tochter Hansainvest Strafanzeige gegen ehemalige Manager der insolventen Signa-Gruppe gestellt hat. Der Vorwurf: Trotz der Zusicherung, das über Genussscheine investierte Geld vollständig und ausschließlich projektbezogen in fünf Immobilien zu investieren, sei es verwendet worden, um verschiedene Finanzlöcher im Signa-Konzern zu stopfen. Ein internes WebEx-Gespräch aus dem Signa-Konzern, über das die Wirtschaftswoche berichtet, scheint diese Befürchtung zu bestätigen.
Wefox bekommt neuen Finanzchef
Leute – Aktuelle Personalien Dieter Bartl (Bild) wird neuer Finanzchef von Wefox. Er übernimmt die Position zum 1. Oktober und löst Alexander Bayliss ab, der das Insurtech verlässt. Bartl soll die neue Strategie des einstigen Stars unter den Versicherungs-Start-ups vorantreiben. Und: Der Industrieversicherer der Talanx HDI Global hat Todd Spight zum Chief Information Officer der US-Einheit HGIC ernannt.
FM will mehr Rechenzentren versichern
Der in Frankfurt am Main ansässige Industrieversicherer FM sieht großes Geschäftspotenzial in der Absicherung und Betreuung von Daten- und Rechenzentren. Hier ist die Gesellschaft bereits aktiv, will aber noch einmal deutlich wachsen, sagte die Hauptbevollmächtige für Deutschland Hannah Witzel im Interview. Sie äußerte sich auch zum Verhältnis zur US-amerikanischen Muttergesellschaft und dazu, was die dortigen Entwicklungen für das Geschäft hierzulande bedeuten.
Nürnberger ordnet Vorstandsressorts
Die Nürnberger Versicherung nimmt Veränderungen an ihren Vorstandsressorts vor. Der künftige Finanzchef Peter Ott soll im November auch die neu geschaffene Position des Chief Financial and Risk Officers besetzen. Zudem legt der Versicherer die Ressorts Operations und IT zusammen. Außerdem: Die Zurich-Tochter Real Garant bekommt ein neues Vorstandsmitglied. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Maklerkonsoliderer Hanseatic Broking Center aus Hamburg.
Oakley Capital startet Konsolidierungsplattform
Die Private-Equity-Gesellschaft Oakley Capital baut unter dem Namen Tiger HoldCo eine europäische Konsolidierungsplattform für die Gewerbeversicherung auf. Der Fokus der Aktivitäten soll zunächst auf Südeuropa liegen. Oakley hatte im vergangenen Jahr unter Mitwirkung des früheren Allianz-Managers Joachim Müller K&M übernommen. Bei dem Hannoveraner Assekuradeur ist Müller seit diesem Jahr auch als Chairman tätig, seit Mai ist zudem der frühere Lloyd’s-Finanzchef Burkhard Keese an Bord.
Nürnberger-Aktionäre immer verärgerter
Am Donnerstag tagt in Nürnberg der Aufsichtsrat der Nürnberger. Dabei spielen die exklusiven Gespräche des fränkischen Versicherers mit der Vienna Insurance Group (VIG) eine große Rolle. Bei vielen Aktionären steigt die Verärgerung. Sie werfen dem Vorstand unter Harald Rosenberger intransparentes Verhalten beim Verkauf der Gruppe vor. „Rosenberger und die Vorstände laufen ein gewaltiges Haftungsrisiko“, sagte ein Insider.
R+V: Wasserschaden im digitalen Zwilling regulieren
Wenn ein Kunde seinem Versicherer einen Schaden an seinem Haus oder seiner Wohnung meldet, hat dieser mit einer Menge Besuch zu rechnen. Techniker verschaffen sich einen Überblick, ebenso Handwerker. Und dann gehen die Reparaturen erst los. Das müsste einfacher gehen, meinen Experten der R+V. Deswegen arbeiten sie an einer Virtual-Reality-Anwendung, einem sogenannten digitalen Zwilling.
Munich Re: Zeichnungsdisziplin in Transport wahren
Die weltweiten Transportversicherer haben es mit einem zunehmenden Wettbewerb zu tun. Zudem haben sie mit gestiegenen Schadenkosten infolge der Inflation, restriktiven und protektionistischen Maßnahmen, etwa in Form von Zöllen, sowie geopolitischen Herausforderungen zu kämpfen. Zu diesem Ergebnis kommt der Rückversicherer Munich Re in einem aktuellen Marktbericht. Die Anbieter seien gut beraten, Zeichnungsdisziplin walten zu lassen.










