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Continuity: Per KI die Schadenquote senken

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Das neue Solarmodul auf dem Dach, eine Umsatzsteigerung oder zusätzliche Geschäftsrisiken: Das Insurtech Continuity setzt künstliche Intelligenz (KI) ein, um unerkannte Risiken im Gewerbe-Portfolio von Schaden- und Unfallversicherern zu finden. Die Online-Plattform gleicht dafür Portfolio-Daten mit externen Informationen, etwa von der Website des Kunden, ab. Das Ziel ist eine Senkung der Schadenquote. Jetzt expandiert das französische Unternehmen auf den deutschen Markt.

Debeka kooperiert mit Iuvando

Die Debeka will die Versorgung von Versicherten verbessern, die an Krebs erkrankt sind. Über eine Kooperation mit der digitalen Plattform Iuvando Health verschafft der private Krankenversicherer ihnen die Möglichkeit, eine passende klinische Studie zu dem jeweiligen Krankheitsbild zu finden. Iuvando bietet den Versicherten auch ein ärztlich begleitetes Betreuungsangebot als Ergänzung zu der Versorgung durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzten.

Gebäudeversicherung: Enzo kooperiert mit SV

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Das Heidelberger Insurtech Enzo hat einen weiteren Partner gewonnen: Die SV Sparkassenversicherung (SV) arbeitet künftig mit dem Start-up zusammen, um Leitungswasserschäden mithilfe von künstlicher Intelligenz frühzeitig zu erkennen. Für Enzo ist die Kooperation ein wichtiger Schritt.

Kfz: Der Schein trügt

Der Chef der HUK-Coburg, Klaus-Jürgen Heitmann, warnt die Kfz-Versicherer davor, sich auf der vermeintlichen Entspannung des Marktes auszuruhen. Es kämen ganz andere Probleme auf die Branche zu, erklärte er bei einer MCC-Konferenz. Das Autoland Deutschland stagniere, und das entzöge der Sparte die Ausgangsbasis für Geschäft, sagte er. Außerdem würde autonomes Fahren zu weit weniger Unfällen und damit zu geringeren Prämieneinnahmen führen. Die einzige Antwort darauf sei, das Geschäftsmodell in der Breite anzupassen.

Schwere Personenschäden treffen Kfz-Gewinne

Die Kosten für Personenschäden im Straßenverkehr steigen europaweit kontinuierlich – bei allen Unterschieden zwischen den einzelnen Ländern. Das hat Einfluss auf die Rentabilität des Kfz-Geschäfts von Versicherern und Rückversicherern, schreibt Swiss Re in einer aktuellen Analyse. Die Unternehmen seien deshalb gut beraten, die Entwicklungen genau zu beobachten, um bei Produkten, Risikotransfer, Rückstellungspolitik und Schadenmanagement angemessen reagieren zu können, betont der Rückversicherer.

Wachstum nur noch in Nischen oder bei Boomern

Der deutsche Versicherungsmarkt gehört zu den am stärksten fragmentierten. Gleichzeitig ist er in weiten Teilen gesättigt, und angesichts der demographischen Entwicklung stehen die Zeichen eher auf Schrumpfkurs denn auf Wachstum. „Wer wirklich wachsen möchte, wird den Blick nach links und rechts werfen oder sich in gute profitable Nischen begeben müssen und sich mit einer gewissen Größe zufriedengeben“, erklärte Mathias Röcker (Bild) von PwC bei einer MCC-Konferenz. Ideal-Chef Maximilian Beck plädierte dafür, mit Blick auf die wachstumsschwache Lebensversicherung und das Thema Rentenlücke das Vertriebspotenzial im Bereich der Babyboomer stärker zu nutzen.

„Nicht aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen“

Die Versicherungsbranche sollte sich disruptiven Entwicklungen, beispielsweise künstlicher Intelligenz (KI), nicht verschließen, sondern offen proaktiv damit umgehen, findet Norbert Rollinger, R+V-Chef und Präsident des GDV. „Die neue Welt klopft an, und wir sollten ihr die Tür öffnen und nicht aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen, sondern wirklich versuchen zu gestalten“, sagte er bei einer MCC-Konferenz. KI und Machine Learning könnten den Versicherern helfen, effizienter und besser zu werden – und auch den Umgang mit schwer zu versichernden Risiken wie dem Klimawandel erleichtern.

Oliver Brüß hat einen neuen Job

Leute – Aktuelle Personalien

Der langjährige Gothaer-Vorstand Oliver Brüß hat eine neue Arbeit. Seit Oktober ist er Geschäftsführer und Gesellschafter bei Policentransfer, einem digitalen Marktplatz für Versicherungsbestände. Seine zu Jahresbeginn aufgenommene Tätigkeit als selbstständiger Berater und Investor wird Brüß fortsetzen – was für ihn keinen Widerspruch bedeutet. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei QBE und WTW.

Provisionen neu denken

Digitaler Dienstag

Provisionen gelten oft als trockene Zahlenarbeit. Dabei entscheiden sie zunehmend über Vertriebserfolg, Maklerbindung und Portfolioqualität. In diesem Beitrag kläre ich, warum Provisionen heute als zentrales Steuerungsinstrument im Versicherungsvertrieb verstanden werden müssen, hierzu Strategie, Fachlichkeit, IT und andere Stakeholder sehr frühzeitig an einem Tisch sitzen sollten – und Mut zur Vereinfachung das Gebot der Stunde ist.

Kfz: Land in Sicht

Die Kfz-Versicherer werden 2025 und auch 2026 wieder versicherungstechnische Gewinne machen, glaubt die Hannover Rück-Tochter E+S Rück. In diesem Jahr hat ihnen dabei allerdings eine unterdurchschnittliche Schadenentwicklung geholfen. Entscheidend ist auch, dass die Anbieter die Preise weiter erhöhen: 5 bis 6 Prozent müssen es schon sein, um die Schadeninflation auszugleichen, glaubt Kfz-Experte Stefan Schmuttermair. Er rechnet mittelfristig mit einer Konsolidierung unter den Anbietern.

Sollers: Bei KI am Ball bleiben

Versicherer machen Fortschritte in Sachen künstlicher Intelligenz (KI). Mittlerweile haben 97 Prozent der Gesellschaften Berührungspunkte zu der sich rasch entwickelnden Technologie. Jedoch hat gerade einmal die Hälfte der Häuser die Integration von KI strategisch im Tagesgeschäft verankert, so das Ergebnis einer Umfrage des Beraters Sollers aus Köln. Die Expertinnen und Experten warnen davor, dass diejenigen Versicherer, die ihre Bemühungen nicht intensivieren, schnell von der Konkurrenz abgehängt werden könnten. Vor allem die Mitarbeitenden müssten bei der Nutzung der Technologie mitgenommen werden.

MSK stellt Geschäftsführung breiter auf

Leute – Aktuelle Personalien

Die versicherungsmathematische Beratungsgesellschaft MSK erweitert ihre Geschäftsführung mit Carina Götzen und Tommy Berg, die seit etlichen Jahren für das Unternehmen arbeiten und seit 2023 zu den Gesellschaftern zählen. Mit diesem Schritt will sich das Unternehmen auf einen Generationenwechsel in der Leitung vorbereiten. Personelle Neuigkeiten gibt es außerdem im Kölner Büro des Rückversicherers Liberty Mutual Re und beim Versicherungsmakler Howden.

Kunstraub im Louvre: Wer trägt das Risiko?

Nach dem Mega-Kunstraub im Pariser Louvre suchen Ermittler nach den Tätern. Die Schadenhöhe ist noch nicht bekannt, die französische Regierung spricht von einem „unschätzbaren kulturellen Verlust“. Spannend dürfte sein, ob es eine Versicherung für die gestohlenen Stücke gibt – schließlich sind staatliche Sammlungen oftmals gar nicht privat abgesichert. Der Kunstversicherungsexperte Stephan Zilkens rechnet nicht damit, dass die gestohlenen Stücke auf dem Schwarzmarkt auftauchen.

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