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Cyberversicherer machen gemeinsame Sache

Eine Gruppe international führender Cyberversicherer hat sich zusammengetan, um digitale Gefahren zu analysieren und neue Angebote zu entwickeln. An dem Projekt namens CyberAcuView beteiligen sich die Branchenschwergewichte AIG, AXIS, Beazley, Chubb, The Hartford, Liberty Mutual Insurance und Travelers. Die Leitung der Einheit übernimmt ein Cyberexperte von AIG, unterstützt wird er von erfahrenen Versicherungs- und Sicherheitsexperten aus den USA.

VKB baut digitale Gebäudekompetenz aus

Die Versicherungskammer Bayern (VKB) kooperiert mit dem Berliner Start-up Rysta, das Sensoren für das Raumklima entwickelt. Damit will der Versicherer seine Kompetenz bei digitalen Gebäuden, also Bauwerken, die mit smarten Sensoren und Geräten ausgestattet sind, ausbauen. Zunächst kommen die Sensoren in Schulen und Kindergärten zum Einsatz, sollen aber auch für andere Branchen angepasst werden.

Warum sich Lloyd’s Rückdeckung bei J.P. Morgan holt

Der Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s hat in der vergangenen Woche eine neuartige fünfjährige Rückdeckung in Höhe von 650 Mio. Pfund abgeschlossen. Das Besondere: An dem Programm sind sowohl der Kapitalmarkt als auch acht bekannte Rückversicherer beteiligt, darunter Munich Re, Swiss Re und Hannover Rück. Mit der neuen Deckung verbessert Lloyd’s seine Solvabilität deutlich. Der Markt will so Wachstumschancen nutzen, die er in der aktuellen Lage sieht. Die Einbeziehung des Kapitalmarkts zeigt einen wichtigen Trend auf.

Versicherer zeigen Regenbogenflagge

 Exklusiv  Der Juni gehört der LGBTQ-Community. Gemeint ist der Pride Month, der in der ganzen Welt gefeiert wird. Auch viele Marketingabteilungen von Versicherern nutzen den Monat, um ihre Verbundenheit mit der Community und ihren Festivitäten zu demonstrieren. Doch geht das Engagement über das Schwenken der Regenbogenfahne hinaus? Die meisten nutzen ihre Social-Media-Kanäle, beleuchten die Firmengebäude, sind Mitglieder in Vereinen und bieten ihren Mitarbeitern interne Firmenangebote.

Karlsruher Straßenbahnchaos könnte Versicherer treffen

Das ist ein eher ungewöhnlicher Schadenfall: Seit Mittwoch, den 16. Juni 2021, sind weite Teile des Straßenbahnnetzes in Karlsruhe lahmgelegt. Die extrem hohen Temperaturen haben das Vergussmaterial, mit dem die Schienen im Gleisbett fixiert werden, zum Schmelzen gebracht. Die Folge ist ein ziemliches Straßenbahnchaos, das womöglich ein Fall für die Versicherer wird. Die Haftungsfrage ist allerdings noch nicht geklärt.

Ex-GDV-Mann führt künftig Maklerverband

 Leute – Aktuelle Personalien  Bernhard Gause (Bild), bis 2020 einer der Geschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, geht zum Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler. Dort soll er Nachfolger des geschäftsführenden Vorstandsmitglieds Hans-Georg Jenssen werden, der Ende 2022 in den Ruhestand geht. Außerdem: Der Rechtsschutzversicherer Örag hat Betina Nickel zur Vorständin ernannt, bei Carglass übernimmt Matthias Wittenberg zusätzliche Aufgaben und der Vermögensverwalter Meag besetzt eine neugeschaffene Position für institutionelle Kunden mit Julia Reher.

Der harte Weg zurück ins Büro

Seit Monaten arbeitet bei den Versicherern der Großteil der Belegschaft im Homeoffice. Jetzt, da die Infektionsraten sinken und eine Rückkehr zu einer gewissen Normalität in Sichtweite ist, könnte es für die Versicherer allerdings schwierig werden, die Mitarbeiter schrittweise zurück ins Büro zu holen, sagte Norbert Rollinger, Chef der R+V Versicherung, auf einer Veranstaltung des Maklers Aon. An der Arbeit im Büro will er in bestimmtem Umfang festhalten. „100 Prozent Homeoffice ist nicht die Lösung unserer Zukunftsthemen“, betonte er. Eine große Herausforderung für die Branche sahen die Teilnehmer einer Diskussionsrunde in der Gewinnung dringend benötigter Experten.

Eiopa legt Leitlinien für künstliche Intelligenz vor

Nach der BaFin hat nun auch die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa eigene Leitlinien für den Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) veröffentlicht. Eine Expertengruppe für digitale Ethik hat sechs zentrale Grundsätze formuliert – und will der Branche so zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie verhelfen. Die Versicherungswirtschaft ist stark auf Daten angewiesen, deshalb bieten Big Data und KI viele Chancen. Die Entwicklung birgt aber auch Risiken.

Spahn will mehr Steuermittel für die GKV

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Bild) hält einen weiteren Ausbau des Steueranteils in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung (GKV) für möglich. Das sei eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sagte er auf der Jahrestagung der privaten Krankenversicherer (PKV). FDP-Chef Christian Lindner plädierte ebenso wie Spahn für ein Beibehalten des dualen Krankenversicherungssystems und warb für fairere Rahmenbedingungen für die PKV. Solche Erleichterungen habe in der jetzigen Regierungskoalition die SPD verhindert, betonte Spahn. Der PKV-Verbandsvorsitzende Ralf Kantak forderte die Politik auf, ähnlich wie beim Klimaschutz auch in der Kranken- und Pflegeversicherung verstärkt die Nachhaltigkeit in den Blick zu nehmen.

Run-off als Unternehmensstrategie

Veraltete IT-Systeme sind seit Jahren ein Problem der Versicherer. Um moderner zu werden, brauchen sie neue Anwendungen, die alten einfach abschalten geht jedoch nicht. Hier kann ein externer Run-off im Nicht-Leben-Bereich Abhilfe schaffen, sagte Philipp Kleyser, Leiter für Neugeschäft und lokaler Vorstand Deutschland und Österreich beim Abwicklungsspezialisten Compre auf einer Konferenz der Versicherungsforen Leipzig. Sorgen um einen Reputationsverlust brauchen die Anbieter dabei nicht zu haben.

KI-Start-up Tractable wird zum Einhorn

 Exklusiv  Das Londoner Start-up Tractable hat in einer neuen Finanzierungsrunde 60 Mio. Dollar von Investoren eingeworben und wird jetzt mit einer 1 Mrd. Dollar bewertet – ist also ein sogenanntes Einhorn. Das Unternehmen will die Schadenabwicklung in der Kfz-Versicherung durch den Einsatz von KI beschleunigen und arbeitet weltweit bereits mit 20 Autoversicherern zusammen. In Deutschland stockt der Geschäftsstart allerdings noch.

VHV zieht erste IT-Umstellungsbilanz

Die VHV ist mit den Geschäftszahlen des vergangenen Jahres zufrieden. Im Corona-Jahr 2020 hat der Versicherer seinen IT-Umbau vorangetrieben und zieht nun eine erste Bilanz, etwa zur neuen Schaden- und Vertragsverwaltungsplattform in der Schaden- und Unfallversicherung. In der Lebensversicherung hat die VHV eine Plattform des Anbieters MSG für alle Front- und Backoffice-Anwendungen und Analyse-Tools eingeführt. Wie es mit dem Riester-Angebot ab 2022 weitergeht, hat die VHV noch nicht entschieden.

Ergo verlegt IT-Einheit nach Polen

 Exklusiv  Der Düsseldorfer Versicherer Ergo stellt seine IT-Einheit neu auf. Die 2017 gegründete Entwicklungsgesellschaft Ergo Digital IT verlagert ihren Hauptstandort nach Polen. Zuvor hatte das Unternehmen seinen Sitz in Berlin, eine Niederlassung arbeitete von Warschau aus. Jetzt ist es umgekehrt: Die neue Firma Ergo Technology & Services wird von Polen aus gesteuert. Auch in Indien hat der Versicherer in Sachen IT aktuell viel vor.

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