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Lloyd’s setzt auf Hygiene-Nebel und Maskenpflicht

Der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London öffnet am 1. September wieder seine Büroräume. Wegen der Infektionsgefahr haben die Briten dafür ein Regelwerk veröffentlicht. Das Arbeitsumfeld wird eine Zeit lang anders aussehen, teilte Lloyd’s-Chef John Neal darin mit. Er hat die Belegung im Gebäude auf 45 Prozent heruntergeschraubt. Ab der Wiedereröffnung soll es bei Lloyd‘s virtuelle Konferenzräume geben. In vielen Bereichen gilt Maskenpflicht, und einmal im Monat wabert ein spezieller Nebel durch Lloyd’s heilige Hallen, der Viren und Bakterien fernhalten soll.

Allianz verkauft 95.000 Lebensverträge in Belgien

Der Allianz-Konzern verkauft einen Run-off-Bestand mit 95.000 klassischen Lebensversicherungsverträgen in Belgien an den Bermuda-Rückversicherer Monument Re. Zum ersten Mal hat der Konzern damit einen Bestand in Europa verkauft, nachdem er in Asien bereits eine Reihe von Transaktionen abgewickelt hat. Für Deutschland schließt die Allianz bislang externe Run-offs kategorisch aus. Der Käufer Monument Re gehört zu 20 Prozent der Hannover Rück.

7 Mio. Euro für Claimsforce

Das Hamburger Insurtech Claimsforce hat 7 Mio. Euro von Investoren eingesammelt. Damit steigert das Softwareunternehmen sein Funding auf insgesamt 9 Mio. Euro. Mit dem Geld will der Spezialist für Schadenregulierung sein Angebot ausbauen und die Internationalisierung angehen. Die Belegschaft soll bis 2021 deutlich wachsen.

Industrie und Makler fordern Pandemie-Deckung

In einem gemeinsamen Papier verlangen die deutsche Industrie und die Versicherungs-Großmakler eine Pandemie-Deckung, die ähnlich wie bei Terrorrisiken durch die Beteiligung des Staates möglich gemacht werden soll. Der Gesamtverband der Versicherungsnehmenden Wirtschaft und der Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler können sich sogar vorstellen, den Terrorversicherer Extremus um eine Pandemie-Deckung zu erweitern. Auch der Kapitalmarkt könne beteiligt werden. Offenbar wollen Industriekunden und Makler bei der künftigen Regelung der Pandemie-Versicherung das Feld nicht dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft überlassen.

Chef der S-Pensionskasse wird befördert

 Leute – Aktuelle Personalien  Wolfgang Wiest (Bild), Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Pensionsmanagement Gruppe und Chef der in Not geratenen Sparkassen Pensionskasse in Köln, hat einen neuen Job. Der 56-Jährige übernimmt die Nachfolge von Harald Benzing als Hauptgeschäftsführer des Verbandes öffentlicher Versicherer. Wann genau der Wechsel erfolgt, steht jedoch noch nicht fest. Der Übergang ist nämlich an zwei Bedingungen geknüpft. Außerdem: Die Gothaer hat einen Nachfolger für den Vertriebsprofi Ralf Ruckdäschel gefunden. Auch bei Munich Re America und HDI Global Specialty gibt es personelle Veränderungen, und Harald Christ macht einen Karrieresprung.

HDI startet Plattform für Luftfahrtrisiken

HDI Global Specialty hat in Australien eine digitale Platzierungsplattform für Makler im Bereich Luftfahrt gestartet, andere Länder sollen folgen. Der Spezialversicherer kooperiert bei „Aviation IQ“ mit dem Insurtech Precision Autonomy. Vermittlern verspricht HDI Global Specialty schnellere Bearbeitungszeiten und mehr Flexibilität. Das 2019 gestartete Joint Venture HDI Global Specialty hat einen klaren Wachstumsauftrag.

Lohmann wirbt Personal für HDI bei der Gothaer ab

 Leute – Aktuelle Personalien  Mit Christian Kussmann (Bild) und Ralf Ruckdäschel holt der ehemalige Gothaer-Vorstand Christopher Lohmann, der im August zum HDI wechselte und ab 1. September Vorstandschef von HDI Deutschland wird, gleich zwei Manager seines ehemaligen Arbeitgebers nach Hannover. Kussmann verantwortet ab dem 1. April 2021 das neu geschaffene Ressort Firmen/Freie Berufe, Ruckdäschel übernimmt zum neuen Jahr die „Vertriebsdirektion Süd Sach“. Das Abwerben von Personal beim alten Arbeitgeber gilt als verpönt. Anscheinend hat der Aufsichtsrat der Gothaer sich beim Weggang Lohmanns auf keine entsprechende Regelung geeinigt.

Eiopa bringt Europarente PEPP auf den Weg

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa schiebt die Einführung der europäischen Privatrente Pan-European Personal Pension Product (PEPP) weiter voran. Die Behörde hat der Europäischen Kommission jetzt den erwarteten Umsetzungsvorschlag vorgelegt. Darin ist unter anderem festgelegt, wie Kunden vor dem Abschluss und während der Vertragslaufzeit zu informieren sind und was die Produkte kosten dürfen. Eiopa will mit den einfachen und kosteneffizienten Produkten das Angebot auf dem europäischen Rentenmarkt verbessern.

Die Bayerische verpasst Töchtern neuen Namen

 Exklusiv  Die Bayerische vereinheitlicht ihre Unternehmensnamen. In Kürze sollen auch die Tochtergesellschaften des Konzerns, die Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung AG und die Bayerische Beamten Versicherung AG, den Namensteil „Die Bayerische“ tragen. Kurz und prägnant sind die neuen Namen nicht, die Unternehmen werden „BL die Bayerische Lebensversicherung AG“ und „BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG“ heißen. Dem Rivalen Versicherungskammer Bayern dürfte die Umbenennung nicht gefallen. Die Versicherer hatten vor Gericht um den Markennamen gerungen. Die Bayerische sieht die Umbenennung gelassen.

Corona kommt W&W teuer zu stehen

Der schwäbische Finanzkonzern W&W hat im ersten Halbjahr einen Gewinn von 107 Mio. Euro erzielt – deutlich weniger als die 175,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Während das Geschäftsfeld „Wohnen“ einen leicht höheren Beitrag lieferte, brach der Gewinn insbesondere in der Schaden- und Unfallsparte infolge von Corona ein. Betriebsschließungen sorgten für hohe Lasten.

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