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DEVK ernennt neue IT-Vorständin

 Leute – Aktuelle Personalien  Manuela Moog wird zum 1. November die neue IT-Vorständin der DEVK. Sie folgt auf Michael Knaup, der Anfang 2026 Chef des Kölner Versicherers wird. Außerdem: Der bekannte Versicherungsexperte Stephan Schinnenburg hat ab Herbst einen neuen Arbeitgeber. Personelle Veränderungen gibt es auch bei Finvoice, Geneva Association, Bain & Company und Hive.

Generali im Streit mit Mittelständler

 Exklusiv  Die Firma J.M. Schmitt in Bad Neuenahr-Ahrweiler produziert Rundverpackungen. Die katastrophale Flut im Sommer 2021 sorgte für einen Schaden von 23 Mio. Euro. Doch der Versicherer Generali hat nur 8 Mio. Euro gezahlt. Firmenchef Erwin Schmitt habe einem Sublimit von 20 Prozent für Elementarschäden zugestimmt, argumentiert die Generali. Der bestreitet das und hat den Versicherer verklagt.

GDV: Keine Entspannung in Kfz

Nach mehreren Krisenjahren sieht der Versichererverband GDV in der Kfz-Versicherung immer noch keine Entspannung auf die Branche zukommen. Als Gründe nennt der Verband die weiterhin steigenden Preise für Ersatzteile und Werkstattarbeiten, aber auch den sogenannten Designschutz für Autohersteller, der das Problem weiter befeuern würde. Laut GDV sollten Kfz-Versicherer im laufenden Geschäftsjahr zumindest keine roten Zahlen mehr schreiben – außer in der Vollkaskoversicherung.

Berlin will Rentenreform rasch angehen

Mit einer raschen Umsetzung von besonders drängenden Maßnahmen will die Bundesregierung die Wirtschaft in Schwung bringen und das Vertrauen der Menschen stärken. Neben einer Investitionsoffensive setzen Union und SPD dabei auch auf eine große Rentenreform. Konkret geht es unter anderem um die Mütterrente, eine Haltelinie für das gesetzliche Rentenniveau und die Stärkung der betrieblichen Altersversorgung. Auch die Projekte Frühstart-Rente und Aktivrente listet das Sofortprogramm auf, nicht aber die im Koalitionsvertrag angekündigte Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge.

Große Unsicherheiten bei Hurrikan-Vorhersage

Die Munich Re hält in diesem Jahr eine leicht überdurchschnittliche Hurrikan-Saison für denkbar. Der Rückversicherer weist allerdings darauf hin, dass die Prognosen führender Forschungsinstitute, auf denen seine Einschätzung basiert, ungewöhnlich stark auseinandergehen. Vorsicht sei allemal angebracht: Unter ähnlichen Voraussetzungen war 2017 mit „Harvey“, „Irma“ und „Maria“ zum Jahr mit der zweitteuersten Hurrikan-Saison geworden.

Hochwasser treibt Naturgefahrenbilanz nach oben

Mit 5,7 Mrd. Euro beliefen sich die Schäden durch Naturgefahren für deutsche Versicherer im vergangenen Jahr auf die gleiche hohe Summe wie bereits 2023. Für die Kfz-Versicherer lagen die Schäden mit 1,3 Mrd. Euro etwa im langjährigen Durchschnitt, so die Bilanz des Versichererverbandes GDV. Die Sachversicherer mussten dagegen deutlich höhere Schäden verkraften, als im Schnitt zu erwarten war. Besonders die Hochwasserschäden legten zu.

„Noch keine branchenweite KI-Strategie erkennbar“

 Dossier – KI in der Praxis  Viele vereinzelte Anwendungsfälle, aber noch keine branchenweite Strategie – so beurteilen Matthias Wolf (links) und Simon Heetkamp, Professoren am Institut für Versicherungswesen an der TH Köln, den aktuellen Stand der deutschen Versicherungsbranche beim Thema künstliche Intelligenz (KI). Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erläutern die beiden Experten, in welchen Bereichen die KI bereits Anwendung findet und wo noch nicht – und welche Rolle die Regulatorik dabei spielt.

Die Provinzial ist gegen eine Pflichtversicherung

Die Pläne der Regierung zur Elementarschadenversicherung beschäftigen die Branche. Dabei herrscht Unklarheit, ob es zu einer Pflichtversicherung kommt oder nur zu einer Angebotspflicht mit Opt-Out. Der Provinzial-Konzern ist gegen eine Pflichtversicherung, stellte Vorständin Sabine Krummenerl beim diesjährigen Rückversicherungssymposium in Köln klar. Sollte es bei der im Koalitionsvertrag vorgesehenen „staatlichen Rückversicherung“ für Elementarschäden auf ein Modell wie in Frankreich hinauslaufen, wäre das nach Ansicht von E+S-Chef Thorsten Steinmann der falsche Weg.

Ärztetag gibt grünes Licht für die neue GOÄ

Der Deutsche Ärztetag in Leipzig hat sich am Donnerstag mit überraschend großer Mehrheit hinter die zwischen der Ärzteschaft und der privaten Krankenversicherung (PKV) ausgehandelte novellierte Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) gestellt. Die Delegierten gaben der Bundesärztekammer und dem PKV-Verband den Auftrag, Bundesgesundheitsministerin Nina Warken den gemeinsamen Vorschlag vorzulegen. Er bringt der Ärzteschaft in den ersten drei Jahren nach Inkrafttreten ein Honorarplus von 1,9 Mrd. Euro.

Pflichtversicherung à la Aktuarvereinigung

Die Versicherungspflicht gegen Elementarschäden soll kommen, doch noch sind viele Fragen offen. Die Deutsche Aktuarvereinigung warnt davor, den Umgang mit Klimarisiken mit einer solchen Pflicht als abgehakt zu betrachten. Es brauche ein Gesamtkonzept aus risikogerechter Prämienkalkulation, Prävention und Kumulschutz, etwa in Form einer staatlichen Rückversicherung. Viele Fragen seien noch offen.

Assekuradeur Dual wächst stark und baut an

Der Assekuradeur Dual Deutschland setzt die Erweiterung seiner Angebotspalette fort. Nach der Schiffsversicherung will er in diesem Jahr noch in die Warentransport- und die Kreditversicherung einsteigen, kündigte Geschäftsführer Frank Huy auf einer Veranstaltung an. Kerngeschäft bleiben allerdings die Financial Lines, vor allem die D&O-Versicherung. Hier spürt das Unternehmen die sinkenden Prämien. Eine Trendwende wird wohl erst 2027 kommen, so Huy.

Bald geht nichts mehr ohne Agenten

 Exklusiv  Um den Einsatz von KI-Agenten kommt kein Versicherer herum, davon ist der KI-Experte Maximilian Vogel überzeugt. Im Interview erklärt er, wie schnell die Implementierung in der Branche kommen muss und welche Vorteile Agenten gegenüber generativer künstlicher Intelligenz (KI) haben. Agenten im Einsatz haben außerdem gezeigt, dass die KI manchmal allzu menschlich reagiert – in anderen Fällen dagegen gebremst werden muss, um menschlicher zu erscheinen.

Allianz: Wie die Branche von Krisen profitieren kann

Geopolitische Risiken, die Alterung der Gesellschaft und der Klimawandel könnten sich in den kommenden zehn Jahren positiv auf das europäische Versicherungsgeschäft auswirken, erwartet die Allianz. Immer teurere Klimaschäden sowie der Boom bei den Verteidigungsausgaben könnten der Branche nutzen, und zwar in Form von höheren Prämieneinnahmen, schreibt der Versicherer in einem aktuellen Bericht. Auf lange Sicht sei die Branche jedoch mit der Rolle eines gesellschaftlichen Reparaturbetriebs überfordert.

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