Exklusiv Der Versichererverband GDV hat eine Klausel für den Umgang mit Schäden durch sogenannte per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) für seine unverbindlichen Musterbedingungen erarbeitet. Demnach sind PFAS-Schäden zunächst vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. In einem zweiten Schritt sollen Versicherer mit den Kunden individuell vereinbaren, unter welchen Bedingungen und in welcher Höhe Schäden durch bestimmte PFAS-Stoffe wieder eingeschlossen werden können. Die Industrie kritisiert die PFAS-Klausel des GDV scharf.
Versicherer
Rote Zahlen bei der Allianz Direct
Die Allianz Direct aus München meldet für 2024 rote Zahlen im technischen Ergebnis. Der Direktanbieter der Allianz, der in vier europäischen Märkten vor allem in den Kfz-Sparten tätig ist, fuhr das Defizit vor allem in Deutschland ein. Die Allianz Versicherung hat im Gegensatz zur Schwestergesellschaft 2024 in der Kfz-Versicherung die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Das geht aus den SFCR-Berichten der Unternehmen hervor.
A.M. Best senkt Ausblick für Londoner Markt
Die Ratingagentur A.M. Best hat ihren Ausblick für den Londoner Versicherungsmarkt von „positiv“ auf „stabil“ revidiert. Grund dafür sei das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, erklärt die Agentur in einem aktuellen Bericht. Sie prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr überdurchschnittlich hohe Schäden aus Naturkatastrophen. Auch die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle und das Problem der sozialen Inflation seien nicht zu unterschätzen.
Ageas gewinnt Übernahme-Kampf um Esure
Ageas hat sich im Bieterkampf um den britischen Digitalversicherer Esure gegen namhafte Konkurrenten wie Allianz und Aviva durchgesetzt. Für insgesamt 1,3 Mrd. Pfund (1,5 Mrd. Euro) übernimmt der belgische Versicherer die Esure-Gruppe von der Private Equity-Firma Bain Capital. Damit wird Ageas zu einem der drei größten Anbieter für Privatversicherungen in Großbritannien und stärkt zugleich seine digitale Präsenz bei jüngeren Zielgruppen.
Keine Trump-Briefe für deutsche Versicherer
Exklusiv Neben den US-Zöllen haben in den vergangenen Tage auch Briefe von US-Botschaften in Europa für Aufsehen gesorgt. Mit den Schreiben wollen die Vertretungen der USA ein Dekret von Präsident Donald Trump durchsetzen, das Programme zur Diversität in Unternehmen unterbinden will. Deutsche Versicherer haben bisher noch keine Briefe bekommen. Auf die Forderung eingehen würden die meisten wohl nicht.
„Wer nicht schnell ist, sollte von Cyber die Finger lassen“
Exklusiv Immer mehr Unternehmen wechseln mit Anwendungen in die Cloud. Das kann Prozesse beschleunigen und ist oft kostengünstiger als Eigenentwicklungen. Was für die gesamte Wirtschaft eine große Chance ist, stellt für die Versicherer ein gewaltiges Kumulrisiko dar, warnt Kennet Otto, Leiter für den Bereich gewerbliches und industrielles Underwriting beim Berater und Makler Willis Towers Watson (WTW), im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Im Bereich Cyber sieht er viel Nachholbedarf bei Versicherern.
Inter baut die Organisationsstruktur um
Leute – Aktuelle Personalien Die Versicherungsgruppe Inter hat ihre interne Organisationsstruktur umgebaut und Alexander Lies (Bild) zum Leiter aller operativen Kernprozesse ernannt. Auch der ehemalige SDK-Vorstand Gerd Sautter findet sich bei dem Versicherer in verantwortlicher Position wieder. Außerdem: Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat seine Geschäftsführung erweitert. Personelle Neuigkeiten gibt es auch vom britischen Makler Aon sowie vom US-Versicherer Arch.
Barmenia Gothaer: Gute Zahlen, schlechter Ausblick
Die im vergangenen Jahr fusionierte Barmenia Gothaer ist im Geschäftsjahr 2024 in allen Sparten gewachsen. Insbesondere im Segment Komposit konnte das Unternehmen zulegen. Trotz der zufriedenstellenden Zahlen blicken die Unternehmen mit Sorge in die Zukunft. Sie sehen erheblichen Reformbedarf im Renten- und Gesundheitssystem und fordern eine stärkere Fokussierung auf Themen wie den Klimawandel und Bürokratieabbau.
Die BaFin macht Druck bei der Schadenregulierung
Die BaFin zieht bei den Versicherern die Daumenschrauben an, wenn es um die Bearbeitung von Leistungsanträgen geht. Die Finanzaufsicht drängt darauf, dass die Unternehmen die Anträge in der Regel innerhalb eines Monats abschließend bearbeiten. Gelingt den Unternehmen das ohne nachvollziehbare Gründe nicht, will die Behörde eingreifen. Im Fokus stehen vor allem die private Krankenversicherung und die Kfz-Versicherung.
Delisting fällt teuer aus für Familienversicherung
Der Ende des vergangenen Jahres vollzogene Rückzug von der Börse hat das Ergebnis der Deutschen Familienversicherung (DFV) einbrechen lassen. Der Versicherer verzeichnete ein negatives handelsrechtliches Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Steuern. Verantwortlich seien Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Delisting, heißt es im aktuellen Solvenzbericht. Außerdem machten dem Unternehmen höhere Abschlusskosten zu schaffen.
Wie Kultbude Versicherern hilft
Exklusiv Für Klaus Schröder, 64, ist die Kultur das Wichtigste in einem Unternehmen. Mit seiner Service-Gesellschaft Kultbude habe er einen Ort geschaffen, an dem die Mitarbeitenden gerne ins Büro kommen, sagt er im Interview. Jetzt hat Schröder das Unternehmen HDI Next übernommen, das er einst selbst gegründet hat. So entsteht in Rostock ein Dienstleister für Versicherer und Energieunternehmen mit 280 Mitarbeitern. Die Nachfrage steigt. Das hängt auch heute noch mit der Pandemie zusammen.
Markenattraktivität: Nur fünf Versicherer überzeugen
Exklusiv Die Markenattraktivität der führenden deutschen Versicherer lässt zu wünschen übrig. Nur fünf von 20 Unternehmen werden von ihren Kunden als attraktiv und modern eingestuft. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Future Readiness“ der Unternehmensberatung Brand Trust. HUK-Coburg, Allianz und Ergo schneiden gut ab, während Continentale, Nürnberger und Alte Leipziger die letzten Plätze belegen.
DA Direkt und Ominimo lancieren Kfz-Policen in Polen
Die Zurich hat eine Minderheitsbeteiligung an dem polnischen Insurtech Ominimo erworben und mit ihm eine Vertriebskooperation für den europäischen Versicherungsmarkt vereinbart. DA Direkt, der Direktversicherer der Zurich Gruppe Deutschland, soll mit Ominimo Kfz-Versicherungsangebote für Privatkunden lancieren und damit im zweiten Quartal 2025 in Polen starten. Der Versicherer will über die Zusammenarbeit Kunden in Ländern erreichen, in denen er noch nicht im Privatkundenmarkt aktiv ist.











