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GDV: Beratung online nur bei Bedarf

Nach dem VDVM haben der GDV und weitere Verbände ihre Stellungnahmen zum IDD-Umsetzungsgesetz vorgelegt. Die Versicherer kritisieren, dass die bisher geltende Ausnahme von der Beratungspflicht beim Fernabsatz wegfallen soll. Stattdessen machen sie sich dafür stark, dass die Ausnahme auch auf Makler ausgedehnt wird, die online vermitteln. Das sieht der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) anders, der bekanntermaßen Check24 verklagt hat. Verbraucherschützer fordern ein Provisionsverbot in der Lebens- und Krankenversicherung und die Aufsicht der BaFin über den Versicherungsvertrieb.

Vertrauensvorschuss durch Online-Aktivität

Das spanische Start-up Traity des Gründers Juan Cartagena erstellt für Internetnutzer aus deren Spuren im Netz eine Bewertung ihrer Vertrauenswürdigkeit. Diese Daten könnten auch für Versicherer interessant werden. Die Idee: Wer als Käufer, Verkäufer, Mieter, Taxinutzer den Ruf der Verlässlichkeit hat, überträgt diesen Leumund auf seine Versicherung und erhält dafür einen Prämiennachlass. Der französische Axa-Konzern experimentiert bereits damit. Auch Technologien wie Blockchain bieten neue Möglichkeiten für die Identifizierung von Personen.

Treefin filtert Versicherungsdaten aus Kontoauszügen

Das Start-up Treefin hat einen Algorithmus entwickelt, der die Girokontoumsätze von Kunden nach Abbuchungen von Versicherern durchforstet. Das System erkennt, welche Versicherungen der Nutzer bei einer Gesellschaft hat. Damit will Treefin den Nutzern ersparen, Policen und Daten manuell in der App eintragen zu müssen. Das System erkennt außerdem, wenn der Kontoinhaber einen neuen Job hat, umzieht, genug verdient, um in die PKV zu wechseln oder eine Lücke im Versicherungsschutz hat. Auch Friendsurance will Kontodaten bei der Überprüfung der Versicherungssituation einsetzen.

Digitalisierung: Milliarden-Chance für Versicherer

Die Digitalisierung eröffnet deutschen Sachversicherern die Chance auf zusätzliches Wachstum bei gleichzeitig hohen Einsparmöglichkeiten. Insgesamt beziffern die Autoren einer Studie von Google und der Unternehmensberatung Bain dieses Potenzial auf 18 Mrd. Euro. Auch die Versicherten sollen profitieren: durch neue Produkte, niedrigere Beiträge und besseren Service. Wer als Unternehmen schnell diese Chancen ergreift, wird zu den Gewinnern zählen, prognostiziert die Studie.

Makler mit heftiger Kritik an IDD-Gesetz

Die Maklerverbände VDVM und BMVF haben eine gemeinsame Stellungnahme zum IDD-Umsetzungsgesetz vorgelegt, in der sie das vorgesehene Honorarverbot für Makler heftig kritisieren. VDVM-Präsident und Marsh-Geschäftsführer Georg Bräuchle sagte, ein solches Verbot gebe die europäische Vermittlerrichtlinie nicht her. Die Verbände glauben, dass die vorgelegten Regeln den Verbrauchern einen Bärendienst erweisen – etwa weil Versicherungsberater ausdrücklich vermitteln dürfen, aber nicht der fünfjährigen Stornohaftungszeit unterliegen.

Zurich will Dunkelverarbeitung steigern

Die Zurich in Deutschland will den Anteil der Dunkelverarbeitung bei Schaden- und Unfallversicherungen im Privatgeschäft im kommenden Jahr von 15 Prozent auf 75 Prozent ausweiten. Dafür steckt der Konzern 90 Mio. Euro in die IT und die Entwicklung einer neuen Produktlinie. Außerdem wird die Zahl der Standorte in Deutschland von fünf auf zwei reduziert, sagte Deutschland-Chef Markus Nagel. Die Geschäftseinheiten in Wiesbaden, Oberursel und Frankfurt werden in Frankfurt zusammengefasst. Die Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung sinkt 2017 von 2,3 Prozent auf 2,1 Prozent.

Kreditversicherer mit höheren Schäden

Wachstumsdelle in China, Großinsolvenzen im Ausland, Protektionismus und politische Unsicherheiten durch die US-Wahl und das britische Brexit-Votum – die deutsche Exportwirtschaft hat nach Einschätzung der Kreditversicherer mit einer ganzen Reihe von Problemen zu kämpfen. Das wird sich 2017 auch auf die Zahl der Insolvenzen in Deutschland auswirken. Die Versicherer erwarten nach Jahren rückläufiger Fallzahlen eine Stagnation. Die Probleme im Exportgeschäft machen sich schon heute in Form steigender Schäden bei den Gesellschaften bemerkbar.

Allianz investiert in Gasnetz

Die Allianz investiert über ihre Tochter Allianz Capital Partners in das britische Gasnetz des Betreibers National Grid. In Zeiten der Niedrigzinsen erhofft sich das Unternehmen davon stabile und langfristige Renditen. Es geht um einen Anteil von 10 Prozent am Gasnetz, über das elf Millionen Kunden bedient werden. Allianz ist Teil eines Konsortiums, das insgesamt 61 Prozent übernehmen will. Die Unternehmen haben sich mit National Grid auf einen Kaufpreis von 3,6 Mrd. Pfund (4,2 Mrd. Euro) sowie die Übernahme von Schulden in Höhe von 1,8 Mrd. Pfund geeinigt. Die britische Aufsichtsbehörde und die Europäische Kommission müssen noch zustimmen.

Digitaler Leuchtturm 2016 verliehen

Google und Süddeutsche Zeitung haben am Dienstagabend die Auszeichnungen „Digitale Leuchttürme Versicherungen“ für vorbildliche Digitalisierungsprojekte vergeben. Die Preise gehen in diesem Jahr an Allianz Leben, Ergo Direkt und Provinzial Nordwest. Wie im Vorjahr erhielt zudem ein digitales Projekt den „Sonderpreis Vordenker 2016“. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an das Beratungsunternehmen Risk-Consulting Prof. Dr. Weyer. Impressionen von der Preisverleihung sehen Sie in unserer Bildergalerie.

Viel Beratungsbedarf, wenig Zahlungsbereitschaft

Deutschland hat im Vergleich mit den Niederlanden und Großbritannien das schlechteste Verhältnis zwischen Nettoeinkommen und Nettorente von Erwerbstätigen, die damit besonders auf private und betriebliche Zusatzvorsorge angewiesen sind. Deutsche Kunden legen besonders viel Wert auf persönliche Beratung zu dem Thema, zeigen dafür aber die geringste Zahlungsbereitschaft der drei Länder. Dies sind die Ergebnisse einer Studie von Assekurata Solutions.

Groenen nennt Details zu geplantem Versicherer

Der Mitgründer des Insurtechs Massup, Dominik Groenen, hat erste Details zu seinem geplanten Digitalversicherer genannt. Er erwartet, dass sich auch andere Start-ups auf die Gründung von Risikoträgern verlegen werden. Das werde der nächste Hype, sagte er auf der SZ-Konferenz Versicherung und Internet. In der Kapitalbeschaffung für sein Projekt sieht er kein Problem.

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