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Allianz-Aktionäre kritisieren Umgang mit Pimco

Die Anteilseigner der Allianz monieren auf der Hauptversammlung des Versicherungsriesen den Umgang mit den massiven Mittelabflüssen und der Führungskrise beim Vermögensverwalter Pimco. Sie wünschen sich ein härteres Durchgreifen von Allianz-Chef Michael Diekmann bei der US-Tochter – und fordern Klarheit bezüglich seiner Nachfolge.

Der 4,2 Prozent-Traum

Meinung am Mittwoch: Angesichts steigender Bestandswerte scheint es, als könnte die Niedrigzinsphase börsennotierten Versicherern nichts anhaben. Doch der Schein trügt, denn sie rechnen sich den sogenannten Embedded Value mit einem angenommenen Langfristzinssatz von 4,2 Prozent schön. Ob das realistisch ist, hinterfragt niemand.

Vorwürfe schaden Debeka-Zahlen nicht

Die Untersuchungen zu möglicherweise illegalen Vertriebspraktiken bei der Debeka sind noch nicht abgeschlossen. Erst wenn BaFin, Staatsanwaltschaft und Datenschützer ihre Ermittlungen abgeschlossen haben, will sich der Versicherer zu den Ergebnissen und möglichen Konsequenzen äußern. Eins steht jetzt schon fest: Das Geschäft der Debeka haben die Vorwürfe bislang nicht beeinträchtigt.

Verivox übernimmt Transparo-Markenrechte

Das Vergleichsportal Verivox übernimmt von der HUK-Coburg die Rechte an den Marken Transparo und Aspect Online. Damit stärkt das Heidelberger Unternehmen, das seine Stärke vor allem in Energiepreisvergleichen hat, seine Präsenz im Versicherungsmarkt. Platzhirsch Check24 hat damit weiterhin einen veritablen Konkurrenten.

Ratschläge statt Schadenzahlungen

In der Industrie- und Gewerbeversicherung sind Policen, die im Schadenfall keinerlei Geld- sondern nur Sachleistungen vorsehen, unüblich. Hiscox bringt jetzt eine reine Assistance-Deckung auf den Markt. Sie soll Mittelständler in Krisensituationen mit Beratungsleistungen unterstützen.

Thofern: Rückversicherer müssen flexibler werden

Pensionsfonds und andere alternative Kapazitätsanbieter könnten auch in traditionelle Märkte der Rückversicherer eindringen. Die sollten deshalb bei Produkten und Preisen flexibler werden, sagt Jan-Oliver Thofern im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Thofern ist Deutschlandchef des weltweit größten Rückversicherungsmaklers Aon Benfield, der auch der größte Arrangeur für Versicherungsverbriefungen ist.

Infinus-Skandal erreicht Munich Re

Die Munich Re-Tochter Ergo hat bis Herbst vergangenen Jahres Geschäfte mit der Finanzfirma Infinus gemacht, gegen die jetzt die Staatsanwaltschaft ermittelt – trotz interner Warnungen. Konzernchef Nikolaus von Bomhard äußerte sich auf der Hauptversammlung verärgert.

Herausforderung Compliance

Meinung am Mittwoch: Bei internationalen Programmen ist es in manchen Ländern nicht erlaubt, dass deutsche Gesellschaften Unternehmensniederlassungen versichern. Jeder Versicherer hat seine eigene Lösung für das Problem gefunden – und hält sie für die einzig Wahre. Es wäre sinnvoll, wenn sich die Assekuranz auf einen Standard einigen könnte, damit sich Versicherungseinkäufer wieder auf die eigentlich wichtigen Punkte der Deckung konzentrieren können.

EU produziert Mehraufwand für Altersversorgung

Die geplante EU-Richtlinie für die betriebliche Altersversorgung sorgt für Unruhe. Die Deutsche Aktuarvereinigung verlangte bei ihrer Mitgliederversammlung Korrekturen. Auch zur Beteiligung der Kunden an den Bewertungsreserven äußerten sich die Aktuare, hatten allerdings nichts Neues zu berichten. Am Rande der Tagung war zu hören, dass sie sich ernsthafte Sorgen um die Gesundheit einzelner Gesellschaften machen.

Direktversicherer legen zu

Die Ratingagentur Fitch geht davon aus, dass der Direktvertrieb von Policen in den kommenden Jahren in Deutschland zunehmen wird. Wachstumstreiber ist das Sachgeschäft, aber auch im Lebensversicherungsbereich traut Fitch diesem Vertriebsweg viel zu.

Altersvorsorge: Aktuare wollen mitreden

Die deutschen Aktuare wollen sich wieder mehr in die Diskussion um die Altersversorgung einmischen. Den Auftakt dazu sollte eine öffentliche Podiumsdiskussion im Rahmen der Mitgliederversammlung der Deutschen Aktuarvereinigung in Bonn am Dienstag bilden. Allerdings brachte sie nur wenig neue Einsichten. Einig waren sich die Diskutanten im Kernpunkt: Die Gesellschaft brauche beides, Umlage und Kapitaldeckung.

Die DKV hat zu viel versprochen

Die DKV musste im vergangenen Jahr einen weiteren Rückgang im Kerngeschäftsfeld Vollversicherung hinnehmen. 2014 haben sich nach Einschätzung von Vorstandschef Clemens Muth die Rahmenbedingungen für die private Krankenversicherung verbessert. Wenig Freude machen ihm die Folgen einer Beitragsgarantie für einen Tarif mit einem Kalkulationsfehler.

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