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Was 2013 wichtig war

Niedrigzinsen, gescheiterte Fusionen und überraschende Personalien – das Jahr 2013 hielt für die Versicherungsbranche einige spannende Nachrichten bereit. Hier sehen Sie unseren – subjektiven – Rückblick auf die Top-Themen des Jahres.

Schutzengel wider Willen

Herbert Frommes Kolumne: Die dauernde Beschäftigung mit der Versicherungswirtschaft führt zu erheblichen Belastungen für Fachjournalisten – auch für den Herausgeber des Versicherungsmonitors. Während der Weihnachtstage hatte das eines Nachts ganz merkwürdige Folgen.

Scor kauft Schutz bei einer Bank

Mit einer Schutzdeckung bei der Schweizer Bank UBS sichert sich der Pariser Rückversicherer Scor ab. Wenn ein vorher vereinbartes Ereignis eintritt, muss UBS bis zu 200 Mio. Euro an frischen Scor-Aktien kaufen. Scor hatte schon bislang eine ähnliche Schutzdeckung. Aber zum ersten Mal werden künftig auch Lebensversicherungsrisiken gedeckt.

Innovation – Fata Morgana der Versicherungswirtschaft

Legal Eye – die Rechtskolumne: Die Klagen über eine mangelnde Innovationsbereitschaft der Versicherer häufen sich. Selbstverständlich sind die Preise für neue Versicherungsprodukte zu hoch und die Produkte selbst zu spät verfügbar. Die Versicherer scheinen dem Ruf nach Innovationen hilflos gegenüberzustehen und können den abstrakten Vorwürfen kaum Fakten entgegensetzen. Aber auch die Strukturen auf Seiten der Versicherungsnehmer stellen ein Hindernis dar.

Sparkassen binden Versicherer enger ein

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband arbeitet künftig sehr viel enger mit den öffentlichen Versicherern zusammen. Der Verband öffentlicher Versicherer wird einen Teil seiner Aufgaben von Berlin aus erledigen und Arbeitsplätze dorthin verlagern. Außerdem beteiligt er sich an der Lobbyarbeit der Sparkassen in Brüssel mit Versicherungsspezialisten. Offenbar reicht dem öffentlichen Lager die Vertretung durch den GDV nicht mehr.

EuGH-Urteil verunsichert die Branche

Der Europäische Gerichtshof hat das erwartete Urteil zum Policenmodell gesprochen: Danach können deutsche Kunden mit Lebensversicherungsverträgen, die zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen wurden, die Rückabwicklung ihrer Verträge verlangen – wenn sie unzureichend über ihr Rücktrittsrecht aufgeklärt wurden. Manche Verbraucherschützer rechnen mit Massenkündigungen, die Versicherer versuchen zu beruhigen.

Ausschließlichkeit knapp vorne im PKV-Vertrieb

Die Ausschließlichkeitsvertreter haben ihre Spitzenposition im PKV-Vertrieb 2012 trotz geringer Verluste verteidigt. Towers Watson erwartet aber, dass die unabhängigen Vermittler im Laufe der kommenden beiden Jahre der stärkste Vertriebskanal werden. Das Neugeschäft insgesamt ist auch 2013 weiter rückläufig.

Viele Großschäden 2013 in Europa

Die teuersten Katastrophen für die Versicherungswirtschaft 2013 fanden in Europa statt, zeigt eine vorläufige Analyse der Swiss Re. Insgesamt kam es zu versicherten Schäden in Höhen von 44 Mrd. Dollar. Der Gesamtschaden liegt bei 130 Mrd. Dollar.

Gute Beratung ist nicht kostenlos

Rüdiger Auras ist Geschäftsführer des Deutschen Versicherungs-Schutzverbands (DVS), der die Industrie in Versicherungsfragen vertritt. Im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor wünscht er sich mehr Wagemut von den Versicherern, was Innovationen angeht. Bei den viel diskutierten Cyber-Deckungen sieht er noch offene Fragen.

Regierungsbildung: Schwere Kost für Versicherer

Damit hatte die Versicherungswirtschaft nicht gerechnet. Die neue Zuständigkeit des Justizministeriums für Verbraucherangelegenheiten und die Ernennung des obersten Verbraucherschützers Gerd Billen zum Staatssekretär bedeuten schwere Kost für sie. Die Änderung der Kundenbeteiligung an den Bewertungsreserven dürfte jetzt kaum so glatt über die Bühne gehen wie von der Assekuranz erhofft.

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