Top News rss

Die Ärzteschaft braucht die PKV und die GOÄ

Die Bedeutung der privaten Krankenversicherung (PKV) für die medizinische Versorgung sollte nicht unterschätzt werden. Das finden nicht nur die Versicherer selbst, sondern auch prominente Politiker. Die PKV leiste einen wichtigen Beitrag zur wohnortnahen Versorgung, sagte der hessische Ministerpräsident Boris Rhein bei einer PKV-Veranstaltung in Frankfurt. Die Ärzteschaft sei auf die Einnahmen aus der PKV angewiesen, ebenso wie auf eine baldige Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), sagte Ärztevertreterin Ellen Lundershausen.

Arag: Empathie bleibt auch im KI-Zeitalter wichtig

Künstliche Intelligenz (KI) spielt bei der Arag eine immer größere Rolle. Einen Einblick in verschiedene hausinterne Projekte gab Vorständin Katrin Unterberg bei einer Fachveranstaltung des Schadenmanagers Actineo in Köln. Das Unternehmen nutzt KI, um beispielsweise den Kontakt zum Kunden möglichst barrierefrei zu gestalten und standardisierte Verfahren ohne menschliches Zutun umsetzen zu können. Empathie, die für Geschädigte besonders wichtig ist, soll dadurch aber nicht zu kurz kommen, betonte sie.

Krankenversicherte haben einen Auskunftsanspruch

Wenn Privatversicherte vermuten, dass Beitragsanpassungen ihres privaten Krankenversicherers (PKV) aus der Vergangenheit unwirksam waren, haben sie unter Umständen einen Anspruch auf Auskünfte über die Prämienerhöhungen. Das hat der Bundesgerichtshof am Mittwoch entschieden. So müssen die Versicherten darlegen können, warum ihnen die notwendigen Informationen für einen Rückzahlungsanspruch fehlen. Anspruch auf eine Abschrift aller Begründungsschreiben inklusive Anlagen haben die PKV-Kunden dagegen nicht.

Allianz verliert weiter Marktanteile

Die Allianz hat 2022 im vierten Jahr in Folge Marktanteile in der deutschen Erstversicherung verloren. Das geht aus der jüngsten Analyse des Kölner Kivi-Instituts hervor, das eng mit Assekurata zusammenarbeitet. 2019 hatte die Allianz noch einen Anteil von 20,42 Prozent, 2022 waren es nur noch 17,13 Prozent. Auch die Gruppen auf Nummer zwei bis vier haben verloren, das sind die Öffentlichen, die R+V und die Generali. Kleinere Zuwächse melden unter anderem Ergo, Debeka, Talanx und HUK-Coburg.

Allianz Direct startet in Frankreich

Die Allianz Direct hat eine Niederlassung in Frankreich gegründet und expandiert damit in den fünften Markt. Die Leitung übernimmt die langjährige Admiral-Managerin Fanny Limare-Wolf. Ab 2024 bietet der Allianz-Direktversicherer in Frankreich zunächst Reiseversicherungen an, Hausrat-, Haftpflicht- und Kfz-Policen sollen folgen. Der Vertrieb soll über die eigene Internetseite laufen – weitere Vertriebswege werden laut einer Sprecherin geprüft. Als Risikoträger fungiert die Allianz Direkt Versicherungs-AG in München.

Hennen verlässt HDI

 Leute – Aktuelle Personalien  Dominik Hennen, seit Mitte 2021 Chief Transformation Officer beim Versicherer HDI Deutschland, verlässt den Konzern und auch die Versicherungsbranche. Er geht zur Deutschen Bank. Außerdem: Der Versicherungsmakler Brandgilde Versicherungskontor hat ein neues Mitglied in der Geschäftsführung und der Rückversicherer Scor zwei neue Mitglieder im Executive Committee.

Cinven kauft Eurovita-Schulden

Bisher hatte sich die Unterstützung des Private Equity-Investors Cinven für die strauchelnde italienische Tochter Eurovita in Grenzen gehalten. Jetzt hat sich das Unternehmen laut Medienberichten bereit erklärt, Eurovita-Anleihen mit einem Volumen von 160 Mio. Euro zurückzukaufen, um eine geordnete Abwicklung des Versicherers zu ermöglichen. Damit will Cinven wohl seine Position in einer strafrechtlichen Ermittlung verbessern, die derzeit in Italien läuft. In Deutschland steht wegen des Eurovita-Debakels der Run-off-Deal zwischen Zurich und der Cinven-Tochter Viridium auf der Kippe.

Schluss mit dem Schwarz-Weiß-Denken

 Meinung am Mittwoch  Sachverhalte sind oft komplex. Es gibt nicht immer und sofort die eine richtige Lösung. Trotzdem denken wir noch zu oft in Schwarz-Weiß-Kategorien, fordern ein „Dafür oder Dagegen“, ohne zu versuchen, die Perspektive unseres Gegenübers nachzuvollziehen. Das kann nicht nur das Geschäft, sondern langfristig auch das gesamte Miteinander belasten. Stattdessen sollten wir uns wieder anderen Meinungen öffnen, uns diskussionsbereit zeigen und akzeptieren, dass auch im heutigen schnelllebigen Alltag manches seine Zeit braucht.

Monika Behrens

Monika Behrens geht zu Aon

 Exklusiv  Die Maklerin Monika Behrens wechselt nach Informationen des Versicherungsmonitors nach zwölf Jahren bei Willis Towers Watson zu Aon. Behrens ist Geschäftsführerin bei Willis und eine der bekanntesten Expertinnen in der Industrieversicherung. Noch ist nicht klar, wann Behrens geht. Für Willis ist ihre Kündigung ein schwerer Schlag. Bei Aon hatte Behrens bereits bis 2011 gearbeitet.

Mylife glaubt an Nettopolicen

 Exklusiv  Reines Nettogeschäft ohne Provisionen und hohe Flexibilität durch jederzeitige Wechselmöglichkeiten der Fonds. So beschreibt Jens Arndt das Geschäftsmodell des Göttinger Lebensversicherers Mylife, den er als Vorstandschef leitet. Damit das funktioniert, coacht die Mylife-Schwestergesellschaft Honorarkonzept vor allem Finanzmakler im Nettoverkauf von Lebensversicherungen. Mylife gehört zur Ideal-Gruppe in Berlin und hat eine bewegte Geschichte hinter sich.

Vermögen in Deutschland schrumpft schneller

Der prophezeite Rückgang beim Geldvermögen der privaten Haushalte hat sich bewahrheitet: Weltweit verminderte es sich im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent, in Deutschland gab es sogar einen stärkeren Schwund als während der Finanzkrise 2008, so der „Global Wealth Report“ der Allianz. Ihre Prognose für dieses Jahr ist nur wenig besser, in Deutschland bleibt es wohl wegen der Inflation bei einem realen Minus. Immerhin: Die Versicherer sehen die Münchener im Wettbewerb um Sparer stabil positioniert.

Sicherer Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft

 The Long View – Der Hintergrund  Alle schauen auf grünen Wasserstoff. Die EU will ihn mit Milliarden fördern, die USA auch, und Deutschland will sich bis zum Jahr 2030 zum Leitanbieter für Wasserstofftechnologie mausern. Der Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft ist aber alles andere als ein Spaziergang. Auf dem Weg lauern viele Risiken. Damit er sicher gelingt, müssen Industrie, Makler und Versicherer partnerschaftlich zusammenarbeiten.

Signal Iduna unter Druck der BaFin

 Exklusiv  Die Signal Iduna muss nach Informationen des Versicherungsmonitors wegen Mängeln an ihrer IT befürchten, dass die BaFin einen Aufschlag auf ihre Solvenzkapitalanforderungen anordnet. Seit Ende 2022 verwendet die Aufsicht dieses Mittel, damit besondere Risiken aus IT-Problemen unter Solvency II durch zusätzliches Kapital abgedeckt werden. Neben der Signal Iduna sind bislang die Axa Kranken und die Allianz SE betroffen. Die Allianz SE hat sich jetzt mit der Behörde geeinigt. Sie muss aktuell keinen Kapitalaufschlag befürchten.

Industrie stemmt sich gegen PFAS-Verbot

Die EU will die Stoffgruppe der Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) verbieten. Die wegen ihrer Langlebigkeit auch Ewigkeitschemikalien genannten Stoffe können gesundheitsschädlich sein und unter anderem für Krebs, Diabetes und Unfruchtbarkeit sorgen. Den Versicherern gelten sie bereits als neues Asbest. Industrieverbände warnen dagegen: Ein PFAS-Aus sei eine Bedrohung für High-Tech-Branchen wie die Medizin- oder Halbleitertechnik – und auch für die Energiewende.

Haftpflicht für Hebammen steht bis 2027

Der Deutsche Hebammenverband und ein Versicherungskonsortium unter Führung der Versicherungskammer Bayern haben ihren Rahmenvertrag zur Berufshaftpflicht von freiberuflich tätigen Hebammen um weitere drei Jahre verlängert. Damit ist der Versicherungsschutz für die Mitglieder des Verbands bis Mitte 2027 gesichert. Für Hebammen ohne Geburtshilfe bleiben die Prämien stabil. Wer Geburtshilfe anbietet, hat im ersten Jahr ebenfalls stabile Prämien, in den folgenden beiden Jahren folgt eine Erhöhung um jeweils 5 Prozent.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner