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BdV kämpft mit Bierdeckel für Kostendeckel

Der Bund der Versicherten (BdV) fordert entschlossene Maßnahmen zur Verringerung der Abschlusskosten in der Lebensversicherung. Deren aktuelles Niveau sei grotesk, so der Verband. Nötig seien eine Begrenzung der Abschlusskosten auf 1,5 Prozent des Beitrags und eine Obergrenze für die Verwaltungskosten in Höhe von 5 Prozent. Die beiden Forderungen will der Verband per Bierdeckel bei Journalisten und Politikern bekannt machen. Die Regierung hat im Evaluierungsbericht zum Lebensversicherungsreformgesetz einen Provisionsdeckel angekündigt, allerdings ohne eine konkrete Höhe zu nennen.

Big Data und die Lebenswirklichkeit

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Die Finanzaufsicht BaFin malt in ihrem aktuellen Zukunftsbericht das Bild einer schönen neuen Welt, in der Big Data und künstliche Intelligenz der Assekuranz riesige Chancen eröffnen. Solche Träume dürften aber schnell an der Realität scheitern. So verlangt der deutsche Gesetzgeber in der nationalen Umsetzung der EU-Vermittlerrichtlinie IDD sogar die Papierform für vorvertragliche Ratschläge, was den Digitalisierungsbemühungen der Versicherer schnell einen Strich durch die Rechnung machen kann.

BCG: Mut und Schnelligkeit sind gefragt

Die börsennotierten Versicherer, die in den vergangenen Jahren die größten Werte für ihre Anleger geschaffen haben, sind laut einer Analyse des Beraters BCG Bajaj, Discovery, Swiss Life, AFG und Hiscox. Die Erfolgsrezepte sehen dabei durchaus unterschiedlich aus, sie können strategische Partnerschaften, Digitalisierung, Übernahmen oder auch ganz altmodische Portfolio-Optimierungen umfassen. Versicherer, die am Aktienmarkt erfolgreich sein wollen, müssen auf jeden Fall schnell und mutig handeln, glaubt der Berater.

Allianz bündelt globales Direktgeschäft in Deutschland

Die weltweite Konsolidierung der Direktversicherer der Allianz nimmt konkrete Formen an: In einem ersten Schritt wird der Konzern sein Direktgeschäft aus Deutschland, den Niederlanden, Italien und Spanien auf einem neu geschaffenen Risikoträger vereinen, der seinen Sitz in Deutschland haben soll. Weitere Direktversicherer sollen folgen. Erstes Produkt des neuen Gemeinschaftsunternehmens wird eine online abschließbare Kfz-Versicherung sein. Bestandskunden der bisher national agierenden Direktanbieter haben laut der Allianz keine Änderungen zu erwarten. Welche Konsequenzen die Maßnahme für die Mitarbeiter hat, ist dagegen noch unklar.

US-Insurtechs wachsen, aber noch nicht profitabel

Die Wachstumsraten von amerikanischen Insurtechs sind beeindruckend. So hat der Kfz-Versicherer Root, der seit kurzem mit einer Bewertung von über 1 Mrd. Dollar zu den Einhörnern der Branche zählt, im zweiten Quartal seine Prämien um 88 Prozent auf 14,9 Mio. Dollar gesteigert. Auch Lemonade und Metromile weisen immer noch hohe Zuwächse bei den Prämien auf, schreiben die Insurtech-Experten Matteo Carbone und Adrian Jones in einer Analyse. Profitabel ist das Wachstum allerdings noch lange nicht, die Schaden- und Kostenquoten liegen weit über 100 Prozent.

Risiko von Patentverletzungen steigt

Gerichtliche Auseinandersetzungen wegen Patentverletzungen nehmen weltweit zu, so ein Bericht des Maklers und Beraters Willis Towers Watson. Versicherer, die entsprechende Deckungen anbieten, beobachten bereits eine steigende Nachfrage. Allerdings sind die Policen immer noch nicht weit verbreitet. Auch hierzulande wächst das Risiko. Laut dem Bericht liegt Deutschland mittlerweile auf Rang drei der Länder mit den meisten Prozessen wegen Verletzungen geistigen Eigentums. Auf Platz eins liegen die USA, dahinter folgt China.

Generali Leben-Run-off findet geteiltes Echo

 Medienanalyse  Im Vorfeld und Nachgang des Verkaufs der Generali-Leben-Bestände an die Abwicklungsplattform Viridium diskutierten Branche und Öffentlichkeit in den Medien erneut lebhaft den Run-off. Aus Sicht von Branchenexperten könnte der Verkauf für die Versicherungsbranche eine gewisse Signalwirkung entfalten. Viridium-Chef Heinz-Peter Roß versuchte, Ängste der Versicherten zu beschwichtigen, während Generali-Chef Giovanni Liverani in die Offensive ging: Der Verkauf sei beste Lösung für die Kunden.

Betrugsfall Allianz: 435 Mal besonders schwere Untreue

Beim Prozessauftakt gegen einen ehemaligen Betrugsspezialisten der Allianz sind neue Details zu dem Fall bekannt geworden. Die Anklage lautet auf besonders schwere Untreue in 435 Fällen. Der Angeklagte soll mithilfe von fingierten Aufträgen an nicht existente Anwälte über 2 Mio. Euro von seinem Arbeitgeber ergaunert haben. Ein Teil des Geldes floss in die Ausbildung seiner Kinder. Wofür er den Rest nutzte, sollen die kommenden Verhandlungstage klären, an denen Zeugen von der Allianz sowie die Ehefrau und die Lebensgefährtin aussagen sollen.

Allianz steigert Marktanteil – aber nur in Leben

Die Allianz, der Marktführer unter den deutschen Versicherern, hat ihren Marktanteil im vergangenen Jahr erneut ausgebaut, zeigt die aktuelle Auswertung des Kölner Instituts für Versicherungsinformation und Wirtschaftsdienste. Allerdings sorgt nur die Lebensversicherung für den Zuwachs. In den Kranken- und Schadensparten ging es weiter abwärts für den Marktführer. Die öffentlichen Versicherer liegen weiterhin auf Platz zwei, verlieren aber leicht. Die Generali verliert deutlich. Eine Veränderung unter den Top Ten: Die Debeka hat die Axa überholt und steht jetzt wieder auf Platz sechs. Weitere Gewinner sind Alte Leipziger und Continentale.

OLG Celle entscheidet im Treuhänder-Streit für PKV

Die Frage, ob ein PKV-Treuhänder unabhängig ist oder nicht, gehört nicht in eine Gerichtsverhandlung um die Rechtmäßigkeit von Prämienerhöhungen. Das hat das Oberlandesgericht Celle in einem aktuellen Urteil entschieden und sich damit auf die Seite der privaten Krankenversicherer gestellt. Die Anbieter freut das Urteil: Sie müssen sich seit einiger Zeit den Vorwurf gefallen lassen, die Treuhänder arbeiten bei der Genehmigung und Prüfung von Prämienerhöhungen nicht unabhängig, sondern vor allem im Sinne der PKV.

Gothaer gründet neue Digitaleinheit

Der Kölner Versicherer Gothaer hat eine eigene Digitaleinheit gegründet. Die neue Firma namens Digital GmbH soll ab September den Betrieb aufnehmen und zur Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle beitragen. Noch ist das Unternehmen auf der Suche nach neuen Mitarbeitern für das Team, das im Insurlab Germany in Köln sitzen soll. Die ersten Projekte sollen dennoch in einigen Wochen starten.

Krankenhaushaftpflicht belastet Baloise

Der Schweizer Versicherer Baloise musste im ersten Halbjahr 2018 erneut hohe Nachreservierungen für sein deutsches Krankenhaus-Haftpflichtportfolio vornehmen. Stolze 46,8 Mio. Franken musste die Gesellschaft in den Bestand stecken. Die Baloise hat ihn für das Neugeschäft geschlossen und will ihn intern in der konzerneigenen Run-off-Einheit abwickeln. Die Nachreservierung drückt auf den Konzerngewinn: Er ging von 298,6 Mio. Franken auf 269,3 Mio. Franken zurück.

US-Investor Apollo kauft Aspen Insurance

Der Aufsichtsrat von Aspen Insurance hat ein Kaufangebot des US-Investors Apollo angenommen. Für 2,6 Mrd. Dollar soll der Versicherer an den Vermögensverwalter gehen. Zu Apollo gehört auch der Abwickler Athene und dessen europäische Töchter, die unter dem Namen Athora firmieren. Die Aktionäre von Aspen müssen dem Deal noch zustimmen, der Preis von 42,75 Dollar pro Aktie liegt 7 Prozent über dem Marktwert. Die Übernahme soll im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen werden.

Europäische Versicherer reden viel über Blockchain

Die Datenanalysefirma S&P Global Market Intelligence, eine Schwesterfirma der Ratingagentur S&P, sieht die europäischen Versicherer weiter vorn als ihre US-Konkurrenten, was die Anwendung der Blockchain-Technologie angeht. Zumindest reden sie häufiger darüber, denn S&P hat analysiert, ob das Thema bei den Telefonkonferenzen zur Sprache kommt. Der unangefochtene Blockchain-Vorreiter kommt mit dem Ping An-Konzern allerdings aus China.

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