Hausgemachte Probleme in der Industrieversicherung

Zu geringe Kapazitäten in der Cyberversicherung, zu wenig Personal für die Kommunikation von Preiserhöhungen. Der Unmut bei den Versicherungseinkäufern aus der Industrie ist trotz aller Wiedersehensfreude beim Symposium des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft groß. Viele der Probleme halten die Unternehmenskunden für hausgemacht. Mit etwas mehr Weitsicht hätten sie verhindert werden können, glauben sie. Die Versicherer sehen aber auch eine Mitschuld der Kunden.

Marsh-Team geht zu Willis

 Exklusiv  Ein erfahrenes Team von Spezialisten aus dem Bereich Financial Lines wechselt nach Informationen des Versicherungsmonitors von Marsh zum Rivalen Willis Towers Watson (WTW). Geleitet wird die Gruppe von Lukas Nazaruk (Bild), der aktuell Leiter des Geschäftsbereichs Finpro bei Marsh ist. Mancher wird den Wechsel mit Stirnrunzeln beobachten – schließlich ist der leitende Marsh-Mann Thomas Olaynig seit dem 1. Juli 2022 Geschäftsführer bei WTW. Bei Marsh sollen aktuell rund 70 Stellen zu besetzen sein, darunter die des Deutschland-CEO.

Neuer Geschäftsführer für Marsh Deutschland

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Makler Marsh ernennt mit Nicolas Wettstein einen fünften Geschäftsführer für Deutschland. Er übernimmt das neue Amt parallel zu seinen bisherigen Aufgaben. Außerdem: Dual Europe baut seine Cyber-Expertise aus und holt sich fünf neue Cyber-Underwriter an Bord. Auch beim Schweizer Versicherungsmakler Kessler gibt es eine personelle Veränderung.

Marsh: Herrmanns nicht mehr Deutschlandchef

 Exklusiv  Lukas Herrmanns ist von seiner Aufgabe als CEO für Deutschland beim Makler Marsh zurückgetreten. Er bleibt CEO für Zentral- und Osteuropa. Einen Nachfolger hat Marsh noch nicht, wohl aber eine Übergangslösung. Damit gehen die Personalveränderungen bei dem Großmakler weiter. Im April hatte Thomas Olaynig das Unternehmen verlassen, er wird DACH-Chef beim Makler Willis Towers Watson.

Willis nennt Details zu Olaynig

Willis Towers Watson hat bestätigt, dass der bisherige Marsh-Geschäftsführer Thomas Olaynig (Bild) künftig den Geschäftsbereich Industrieversicherung in der Region DACH und Polen leiten wird. Vorgänger Mathias Pahl verlässt nach 20 Jahren das Unternehmen. Zusammen mit Monika Behrens wird Olaynig Geschäftsführer der Willis Towers Watson Versicherungsmakler GmbH.

Olaynig und Marsh trennen sich

 Exklusiv  Thomas Olaynig (Bild) und der Maklerkonzern Marsh trennen sich. Die Nachfolge wird aufgeteilt auf Mirela Radoncic und Jens Florian-Jansen. Nach Informationen des Versicherungsmonitors soll Olaynig Chief Executive für die DACH-Region beim Makler Willis Towers Watson werden. Außerdem hat die Axa Deutschland einen Nachfolger für das Vorstandsressort Personenversicherung gefunden: Karsten Dietrich, aktuell noch in Diensten der Signal Iduna, wird das Amt übernehmen. Der genaue Zeitpunkt ist aber noch unklar. Sein Vorgänger Thilo Schumacher ist seit Dezember Deutschlandchef der Axa.

Marsh sieht große Probleme in Sach

 Exklusiv  Die Fluten des Sommers 2021 führen in der Industrieversicherung zu einer neuen Verhärtung in den Sachsparten. Das befürchtet Marsh-Geschäftsführer Thomas Olaynig. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht Olaynig über die aktuelle Stimmung in der Branche, Verzögerungen bei Quotierungen und die Veränderungen im Maklermarkt. Er plädiert für mehr Stabilität auf Versichererseite, gerade bei Kunden mit geordnetem Risikomanagement und wenigen Schäden.

Podcast O-Ton Mikrofon Microphone

Podcast: Olaynig zum Markt und zu Maklerfusionen

 Versicherungsmonitor O-Ton   Wenn es um die deutsche Industrieversicherung geht, ist Geschäftsführer Thomas Olaynig die Stimme des Großmaklers Marsh. Im O-Ton-Interview mit dem Versicherungsmonitor erläutert er, was gerade im Markt passiert. Er spricht auch über die Fusionswelle bei den Maklern und warum Marsh grundsätzlich Interesse daran hat, auch anorganisch zu wachsen.

Marsh verlangt mehr Sachlichkeit

 Exklusiv   Der Makler Marsh verlangt eine bessere Kommunikation und mehr Transparenz von den Industrieversicherern, will sich aber nicht „überkritisch“ äußern. Aus Anlass des aktuellen Versicherungsmarktreports 2021 sprach der Versicherungsmonitor mit Geschäftsführer Thomas Olaynig. Er fordert, dass auch die Kunden besser in der Lage und bereit sind, mehr Informationen zu geben.

Achtung, Hochwasser!

Hochwasser, wie derzeit am Rhein zu beobachten, ist für Konzerne und große Industriefirmen ein großes Risiko – auch wenn die meisten wissen, was sie tun, wenn sie Produktionsstätten an Wasserläufen betreiben. Dennoch kann es unvorhergesehene Entwicklungen geben, die meistens nicht versichert sind. Neuartige Policen, die auch ohne Sachschaden bei Hochwasser leisten, spielen hierzulande allerdings keine große Rolle.

2020: Der Jahresrückblick Teil II

Die schon nicht mehr erwartete Provinzial-Fusion ist endlich in trockenen Tüchern. Hoffnungsvolle Start-ups scheitern. Die Explosion in Beirut wird zum Großschaden für die Versicherungswirtschaft. Die Konsolidierung in der Maklerbranche geht weiter. Der Versichererverband GDV baut um, und die Allianz Leben verabschiedet sich als erste Gesellschaft in Deutschland von der 100-prozentigen Garantie auf eingezahlte Beiträge. Der zweite Teil unseres Jahresrückblicks, in dem wir die aufregendsten Deals, die wichtigsten Personalien und die größten Ereignisse des Jahres 2020 Revue passieren lassen.

Persönlicher Kontakt Fehlanzeige

Kleinere Maklerbetriebe haben in der Gewerbeversicherung immer mehr Schwierigkeiten beim Kontakt mit den Versicherern – gerade wenn es um Deckungen mit überschaubaren Prämien geht. „Wir geraten zunehmend an das Problem, dass wir bei den Versicherern für das kleinere Geschäft keine Ansprechpartner mehr haben“, sagte Julie Schellack, Vizepräsidentin des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler (BDVM). Vieles werde inzwischen digital abgewickelt, die digitalen Prozesse liefen aber alles andere als schlank und einfach. Die schlechte Personallage bei den Versicherern habe auch mit dem schlechten Image der Branche und dem geringen Ansehen des Berufsstandes der Versicherungskaufleute zu tun, sagte BDVM-Vorstand Hans-Georg Jenssen.

Industriekunden in perfektem Sturm

AIG-Manager Nepomuk Loesti hat die Industrieversicherer auf einer Konferenz vor Angriffen von Kundenseite in Schutz genommen. Wer die steigenden Preise kritisiere, dürfe nicht vergessen, dass die Kunden davor jahrelang von sinkenden Prämien profitiert haben, sagte er auf einer virtuellen SZ-Industrieversicherungskonferenz. Industrie und Makler wollten sich nicht für die niedrigen Prämien der Vergangenheit kritisieren lassen. Thomas Olaynig vom Makler Marsh betonte, dass es keine Verträge gebe, für die nicht ein Versicherer ein Angebot abgegeben hat.

Lage in der Industrieversicherung verschärft sich

Die derzeitige Phase steigender Prämien und sinkender Kapazitäten in der Industrieversicherung wird noch länger anhalten, erwartet der Makler Marsh in seinem aktualisierten Marktreport für Deutschland. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß, in dem sich der Markt verhärtet hat, habe selbst Brancheninsider überrascht. Verschärft wird die Lage noch durch den Personalmangel bei den Anbietern, so Marsh. Immer häufiger geben Versicherer kein Angebot ab, weil ihre Personalkapazitäten ausgeschöpft sind.

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