Die Allianz hat zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt wieder eine Katastrophenanleihe (Cat Bond) begeben. Sie sichert sich damit über eine Zweckgesellschaft in Irland zusätzliche Rückdeckung in Höhe von 250 Mio. Euro für europäische Sturmrisiken. Die Preisentwicklung bei Cat Bonds macht diesen Weg zunehmend attraktiv. Bei der Anleihe handelt es sich um eine parametrische Deckung, Zahlungen sind von einem Index und nicht vom individuellen Exposure des Versicherers abhängig.
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Allianz gewinnt im Streit um Bombenschäden
Die Allianz kann sich bei Schäden durch eine kontrollierte Sprengung einer Weltkriegsbombe auf den Kriegsausschluss berufen. Das hat ein Berufungsgericht in Großbritannien entschieden. Damit gewinnt der Versicherer einen Rechtsstreit gegen die University of Exeter.
Versicherer treten auf COP 28 für Klimaschutz ein
Auf der Weltklimakonferenz in Dubai verlief die Front klar zwischen den Förderländern von fossilen Energien und denjenigen, die einen Ausstieg wollen. Versicherer und ihre Vertreter von Günther Thallinger und Carsten Zielke bis David Howden traten bei ganz unterschiedlichen Anlässen auf – aber eigentlich immer auf der Seite der Befürworter von mehr Klimaschutz. Das galt sogar für die Versicherungsaufseher in den USA, die unter starkem politischem Einfluss stehen – sie kündigten eine für die Branche bislang einmalige Veranstaltung an.
Versicherer sind mit 3 Mrd. Euro bei Signa investiert
Mehr als eine Handvoll deutscher Versicherer sind mit einer Gesamtsumme von mehr als 3 Mrd. Euro beim insolventen Firmennetzwerk Signa von René Benko investiert. Etwa ein Drittel dieser Summe soll nicht mit Sicherheiten gedeckt sein, berichtet die Financial Times nach Durchsicht ihr vorliegender Dokumente und unter Berufung auf mit dem Vorgang betraute Personen. Die Finanzaufsicht gibt aber Entwarnung.
Petros Papanikolaou wird Müller-Nachfolger bei AGCS
Leute – Aktuelle Personalien Die Allianz hat einen Nachfolger für Joachim Müller gefunden, Vorstandschef des Industrieversicherers AGCS, der den Konzern zum Jahresende verlässt: Petros Papanikolaou (Bild), derzeit CEO Central Europe der Allianz Gruppe, übernimmt die Aufgabe. Seine Nachfolgerin wird Nina Klingspor, aktuell Vorstandschefin der Allianz Private Krankenversicherung. Klingspors Nachfolger kommt aus eigenen Reihen.
Schliephake fängt bei GGW an
Leute – Aktuelle Personalien Michael Schliephake ist bei seinem neuen Arbeitgeber, der GGW Group, angekommen. Die europäische Tochter des Versicherungsmarktes Lloyd’s of London hat einen neuen CEO ernannt. Der bisherige Finanzchef und COO Jonathan May folgt auf Amélie Breitburd. Er ist seit 17 Jahren im Unternehmen. Auch der britische Branchenverband ABI hat personelle Änderungen bekannt gegeben. Gleich drei neue Mitglieder stoßen zum neuen Jahr in den Vorstand.
Joachim Müller verlässt die Allianz
Exklusiv Allianz-Manager Joachim Müller, Chef des Industrieversicherers Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) und zeitweise als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Konzernchef Oliver Bäte gehandelt, steht nach Informationen des Versicherungsmonitors vor dem Weggang. Die Allianz will bereits in wenigen Wochen einen Nachfolger präsentieren. Die Sanierung der AGCS gilt als großer Erfolg für Müller und den Konzern. Umso unerfreulicher ist es für Bäte und den Vorstand der Obergesellschaft Allianz SE, dass er nun geht.
Allianz Leben erhöht Überschussbeteiligung
Die Allianz Leben will bei ihren Kunden im kommenden Jahr mit einer höheren Gesamtverzinsung punkten: Die laufende Verzinsung steigt um 0,2 Prozentpunkte, die Gesamtverzinsung um 0,3 Prozentpunkte. Davon sollen auch Kunden mit kapitalmarktnahen Produkten etwas haben, bei denen ein gewisser Anteil der Beiträge in das Sicherungsvermögen fließt. Insgesamt profitieren die Kunden davon, dass bei der Allianz Leben alternative Kapitalanlagen inzwischen auf einen Anteil von einem Drittel kommen, sagte Produktvorstand Volker Priebe.
Inflation lässt Nettoerträge einbrechen
Exklusiv Für das Geschäftsjahr 2022 zieht das Beratungsunternehmen Zeb eine eher durchwachsene Bilanz für die Versicherungsbranche. Die Inflation führte zu einem Einbruch der Nettoerträge um 20,6 Prozent. Allerdings entwickelten sich die Bruttoprämien und die Solvenzquoten der europäischen Versicherer positiv. Das liegt vor allem an den Prämienerhöhungen für Bestandskunden. Besonders die vier größten Gesellschaften stechen als positive Beispiele hervor.
Schadenmeldung: Keine Steine in den Weg legen
Versicherer verkaufen mit ihren Policen das abstrakte Versprechen, im Schadenfall für die Kunden da zu sein. In diesem „Moment of Truth“ sollten die Gesellschaften vermeiden, die Schadenmeldung für die Kunden unnötig kompliziert zu machen, sagte Allianz-Vorständin Lucie Bakker bei einer Fachkonferenz. Bakker hält es für sinnvoll, Kunden, die höchstwahrscheinlich einen Schaden hatten, zur Meldung zu animieren. Große Hoffnungen setzen Schadenexperten in künstliche Intelligenz, doch die Systeme haben auch ihre Tücken.
Allianz-Chefökonom Subran: Schuldenbremse ist passé
Dass sich die US-Wirtschaft 2023 deutlich stärker gezeigt hat als von vielen erwartet, gehört zu den Überraschungen des Jahres. Darin waren sich die Chefvolkswirte von Allianz, Munich Re und Swiss Re auf einer Veranstaltung des Gesamtverbands der deutschen Versicherer einig. Die hierzulande weiterhin schwächelnde Konjunktur hat für Michael Menhart von Munich Re auch strukturelle Gründe. Jérôme Haegeli von Swiss Re betonte den massiven Kaufkraftverlust der Verbraucher. Für Ludovic Subran ist die Schuldenbremse passé.
Kapitalaufschlag für die Signal Iduna
Die Finanzaufsicht BaFin hat einen Kapitalaufschlag gegen die Signal Iduna Lebensversicherung wegen Mängeln in der IT verhängt. Es ist das zweite Mal, dass die Behörde dieses Instrument nutzt, im Mai 2023 hatte es bereits die Axa Kranken getroffen. Während sich die Axa schnell einsichtig gezeigt und den Zuschlag akzeptiert hatte, soll sich die Signal Iduna zunächst heftig gegen die Vorwürfe der BaFin gewehrt haben. Jetzt hat der Versicherer offenbar eingelenkt.
Insurtech Luko insolvent, schlägt die Allianz zu?
Nachdem ein Deal mit dem britischen Versicherer Admiral gescheitert ist, steht das französische Insurtech Luko unter Insolvenzverwaltung. Die Allianz hat laut französischen Medienberichten Interesse bekundet, den Bestand an Hausratpolicen zu übernehmen. Die Münchener sollen schon im Frühjahr ein Angebot abgegeben haben, aber gegen Admiral den Kürzeren gezogen haben. Jetzt könnte eine Übernahme dank der Insolvenz günstiger werden. Sein Deutschland-Geschäft hatte Luko vor Kurzem an Getsafe verkauft.












