Archiv ‘Anleihen’

EU: Neue Strategie für nachhaltige Finanzanlagen

Die EU-Kommission hat ihre inzwischen drei Jahre alte Strategie für mehr nachhaltige Finanzanlagen überarbeitet. Im Fokus der neuen Strategie stehen grüne Anleihen, sogenannte Green Bonds. Sie sollen dabei helfen, Europa als ersten Kontinent bis 2050 klimaneutral zu machen. Banken, Versicherer und Rating-Agenturen sollen künftig Umwelt- und Nachhaltigkeitsrisiken verbindlich einbeziehen müssen. Der deutsche Versichererverband GDV findet lobende Worte, sieht allerdings Verbesserungspotenzial. … Lesen Sie mehr ›

Greensill: Schweizer Bank zeigt mit Finger auf Marsh

Es wird scharf geschossen im Fall des implodierenden Finanzkonzerns Greensill. Die am Geschäftsmodell der Australier beteiligte Bank Credit Suisse will im Oktober vergangenen Jahres noch keine Hinweise darauf gesehen haben, dass der Versicherungsschutz für das Kreditausfallrisiko nicht verlängert wird. Aus Sicht des Geldhauses hätte Greensills Versicherungsmakler Marsh es warnen müssen. Die Bank steht stark unter Druck. Von Greensill im Stich gelassene Anleger könnten sie auf Schadenersatz verklagen, das könnte sehr teuer für die Schweizer werden. … Lesen Sie mehr ›

Längere Niedrigzinsen machen Versicherern Probleme

Die Corona-Pandemie hatte bislang kaum negative Auswirkungen auf die Bewertungen deutscher Versicherer. Die Ratings sind größtenteils stabil geblieben, teilte die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) mit. Allerdings hat die Pandemie dafür gesorgt, dass sich die Niedrigzinsphase noch einmal verlängert. Bei der Kapitalanlage haben die Versicherer begonnen, leicht umzusteuern. Sie setzen unter anderem mehr auf Unternehmensanleihen statt auf Zinspapiere von Staaten. Bislang macht das S&P aber keine größeren Sorgen. … Lesen Sie mehr ›

Buffett attackiert Kapitalschwäche der Rivalen

Der US-Investor Warren Buffett greift konkurrierende Versicherer frontal an. In seinem jüngsten Brief an die Aktionäre verweist der 90-jährige Chef des Investmentkonzerns Berkshire Hathaway darauf, dass die Versicherer seiner Gruppe – darunter Geico, Berkshire Re und Gen Re – mit viel mehr Kapital agieren als die Rivalen und deshalb aggressiver anlegen können. Die Konkurrenz müsse dagegen in Anleihen investieren, was aktuell nicht sehr klug sei. 2020 musste Berkshire Hathaway erhebliche Belastungen durch die Pandemie hinnehmen. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Das Zwischenhoch

 Herbert Frommes Kolumne  Die Rückversicherungspreise steigen kräftig, und bislang hat die Pandemie den Großhändlern des Risikoschutzes wenig anhaben können. Der harte Markt ist da. Doch für Freudengesänge ist es zu früh. Die Branche muss mit heftigen Einschlägen rechnen. Es ist nicht sicher, dass die Ertragslage so gut bleibt wie in den vergangenen Jahren. Aktuell zeigt sich ein echtes Paradox der Rückversicherungsbranche. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Niedrige Zinsen für Jahrzehnte?

 Herbert Frommes Kolumne  Der 27. August 2020 könnte in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem die US-Notenbank Federal Reserve der klassischen Lebensversicherung endgültig den Todesstoß versetzt hat. Denn am Donnerstag hat die Fed die Grundlagen ihrer künftigen Politik festgelegt. Der Kern: Sie gibt die bislang bestehende enge Bindung der Zinsentwicklung an die Inflation auf. In der Praxis könnte das bedeuten, dass die Zinsen noch auf Jahrzehnte sehr niedrig bleiben – gerade angesichts der Covid-19-Pandemie und deren Folgen für die Wirtschaft. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Aktienrausch aus Verzweiflung

 Herbert Frommes Kolumne  Die US-Börsen haben am Mittwoch Rekordstände erreicht. Auch der Dax und die anderen großen Indizes schlagen sich wacker. Angesichts der Tatsache, dass die Welt in der schwersten Rezession seit Jahrzehnten steckt, wirkt das fast wie ein Wunder. Was steckt dahinter? Ist es die Hoffnung auf eine Rezession in V-Form, mit scharfem Rückgang und ebenso heftigem Aufstieg der Wirtschaftsleistung? Ist es die Zuversicht, dass die Unternehmen und die Konjunktur mit großzügigen Staatshilfen schon überleben werden? Tatsächlich handelt es sich um einen Aktienboom aus Verzweiflung. Es fehlen die Alternativen, und es gibt sehr viel Kapital. Für die Versicherer […] … Lesen Sie mehr ›

Itzehoer knackt Millionen-Grenze

Die Itzehoer Versicherung hat gleich zweimal eine Millionengrenze überschritten. Das vergangene Jahr schloss der Konzern mit 3,2 Millionen Verträgen im Bestand ab. Seit Februar dieses Jahres versichert die Itzehoer außerdem mehr als eine Million Autos. Die Folgen der Corona-Krise sieht der Vorstandsvorsitzende Uwe Ludka gelassen, zumindest für dieses Jahr. Die Langzeitfolgen seien noch nicht abzusehen. … Lesen Sie mehr ›

Experten fordern höhere Aktienquote von Versicherern

Angesichts der Niedrigzinsen fällt es vor allem Lebensversicherern immer schwerer, eine vernünftige Rendite zu erwirtschaften, um die Verpflichtungen gegenüber ihren Kunden zu erfüllen. Die meisten investieren vorrangig in Staatsanleihen, Aktien spielen nur eine untergeordnete Rolle. Das ist ein Fehler, sagte Anja Mikus von der Investmentgesellschaft Arabesque Asset Management auf dem Kapitalanlagetag der Süddeutschen Zeitung in München. HUK-Coburg-Chef Wolfgang Weiler ermahnte die Branche, aus Renditehunger nicht zu viel in qualitativ minderwertige Anleihen zu investieren. … Lesen Sie mehr ›

S&P: Kaum Handlungsspielraum für Rückversicherer

Weil die Rückversicherer sehr großen Wert auf eine vorsichtige Kapitalanlagepolitik legen, bleiben ihnen kaum Möglichkeiten, im derzeitigen Niedrigzinsumfeld höhere Renditen zu erwirtschaften. Zu diesem Ergebnis kommt die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P). Sie geht davon aus, dass sich die Kapitalanlage der Unternehmen in den nächsten Jahren nur minimal ändern wird. Die Rückversicherer werden allenfalls ihren Bestand an Anleihen mit einem Rating von BBB weiter ausbauen. … Lesen Sie mehr ›

S&P: Versicherer scheuen höhere Risiken

Die niedrigen Zinsen setzen die Versicherer zunehmend unter Druck. Die Befürchtungen einiger Experten, dass die Gesellschaften zu einer riskanteren Kapitalanlage übergehen könnten, haben sich bisher allerdings nicht bewahrheitet. Laut einer Analyse der Ratingagentur Standard & Poor’s haben sich die Anlageschwerpunkte westeuropäischer Versicherer in den vergangenen fünf Jahren kaum verändert. Stattdessen setzen die Unternehmen auf veränderte Produkte. … Lesen Sie mehr ›

M&A: Wie finanzieren Versicherer Megadeals?

 The Long View – Der Hintergrund  Die Konsolidierungswelle in der Versicherungswirtschaft hat an Fahrt aufgenommen, zeigt auch die aktuelle Tabelle über Run-off-Transaktionen im zweiten Halbjahr 2015. In den vergangenen Monaten gab es milliardenschwere Fusionen und Übernahmen (M&A). Die Finanzierung solcher Transaktionen stellt Versicherer vor große Herausforderungen. Denn Eigenkapital ist in Zeiten der EU-Eigenkapitalregeln Solvency II ein knappes Gut. Neben Aktienemissionen, Anleihen und Rückversicherung zur Stärkung der Kapitalquote kommen Private-Equity-Investoren als Kapitalgeber in Betracht. Versicherer können sich auch Instrumente rund um Insurance-Linked Securities nutzbar machen. … Lesen Sie mehr ›

Infrastruktur: Eiopa schlägt Erleichterungen vor

Versicherer würden gern mehr in Infrastrukturprojekte investieren, doch die EU-Eigenkapitalregeln Solvency II sehen dafür eine hohe Eigenkapitalunterlegung vor. Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa hat jetzt ein Konsultationspapier mit neuen Berechnungsmethoden vorgelegt, die einen schonenderen Eigenmitteleinsatz bei Investitionen in Anleihen und Aktien von Infrastrukturprojekten erlauben. Die Versicherer haben bis zum 9. August 2015 Zeit, sich zu den Vorschlägen zu äußern. … Lesen Sie mehr ›