Herbert Frommes Kolumne: Eine Reihe von Versicherungskonzernen erlebt zurzeit einen Generationenwechsel an der Spitze, von kleineren Unternehmen wie der Gothaer bis zu Weltkonzernen wie der Allianz. Gleichzeitig steht die gesamte Branche vor Umwälzungen bislang ungekannten Ausmaßes. Sie werden vor allem durch die Digitalisierung hervorgerufen, zum kleineren Teil durch die niedrigen Zinsen. Aber nicht immer laufen die Vorgänge parallel – es gibt Unternehmen mit neuen und jüngeren Vorständen, die wie Alte agieren. … Lesen Sie mehr ›
Der zweithöchste Gewinn in der Unternehmensgeschichte, die höchste Dividendenauszahlung unter allen Dax-Konzernen: Allianz-Chef Michael Diekmann legt auf seiner letzten Pressekonferenz als Vorstandsvorsitzender beeindruckende Zahlen vor, die den Investoren schmecken sollen. Selbstbewusst kündigt er eine Fortsetzung des Gewinntrends für 2015 an – auch wenn die Allianz-Führung die Risiken der momentanen Lage nicht verkennt. Und er ließ die Muskeln spielen. Denn bei der branchenweit geforderten Erleichterung für Investitionen in die Infrastruktur wich Diekmann deutlich von der Verbandslinie ab: Die Kapitalkraft und das Know-how der Allianz müssten sich durch einen besseren Zugang auf solche Projekte auszahlen. … Lesen Sie mehr ›
Die Bundesregierung hofft nach jetzt verabschiedeten Änderungen an der Anlageverordnung auf mehr Investitionen der Versicherungswirtschaft in Infrastrukturprojekte. Für die Assekuranz sind neue Investitionsmöglichkeiten angesichts der niedrigen Zinsen an den Kapitalmärkten hoch willkommen. Allerdings stören sich die Gesellschaften an der Höhe der unter Solvency II vorgesehenen Kapitalunterlegung für Investments in Brücken oder Autobahnen. … Lesen Sie mehr ›
Meinung am Mittwoch: Die neuen EU-Regeln Solvency II sollen einen Paradigmenwechsel hin zu risikobasierter Solvabilitätsermittlung, reiner Marktwertsicht und prinzipienbasierter Aufsicht einläuten. Doch das neue System könnte mit Kollateralschäden einhergehen. Es belohnt Diversifikation und Größe, vor allem kleinere Versicherer haben das Nachsehen. Marktbereinigungseffekte sind wohl nicht zu vermeiden. Es stellt sich die Frage, ob das im Sinne des Verbraucherschutzes ist. … Lesen Sie mehr ›
Gabriel Bernardino, Vorsitzender der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa, fordert im Interview mit dem Versicherungsmonitor mehr finanziellen Spielraum für seine Behörde. Ihm ist kurz vor der Einführung der neuen EU-Aufsichtsregeln Solvency II das Budget gekürzt worden. Bernardino hält die Branche für gut gerüstet für die neuen Vorschriften und kündigt Hilfe bei Infrastrukturinvestitionen an. In der klassischen Lebensversicherung sieht er Handlungsbedarf. Der Mathematiker plädiert für eine einheitliche EU-Privatrente. … Lesen Sie mehr ›
Legal Eye – Die Rechtskolumne: Politik und BaFin haben die Versicherungswirtschaft angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase aufgefordert, neue Lebensversicherungsprodukte zu entwickeln. Denn für die Versicherer wird es schon allein aufgrund der künftigen Solvabilitätsanforderungen zunehmend unattraktiver, weiterhin klassische kapitalbildende Produkte mit garantierter jährlicher Verzinsung anzubieten. Bei der Entwicklung der neuen Produkte ist der rechtliche Rahmen von maßgeblicher Bedeutung. Wichtig ist, dass Produktinnovationen nicht durch eine zu restriktive Auslegung rechtlicher Vorgaben verhindert werden und eine transparente Kommunikation gegenüber den Kunden erfolgt. … Lesen Sie mehr ›
Gut versichert nach… Firmen, die nach Indien expandieren, finden dort einen anspruchsvollen Versicherungsmarkt vor. Er ist vor allem im Sachbereich hochreguliert, was die Bedingungen und Preise angeht. Die Zahl der Vorschriften nimmt eher zu als ab. Bei der Absicherung von Vermögenswerten und Mitarbeitern lauern viele Fallen. Ohne Hilfe vor Ort wird die Absicherung des Unternehmens schwer fallen. … Lesen Sie mehr ›
Am Donnerstag beschäftigen sich Finanzausschuss und Wirtschaftsausschuss des Bundesrats erneut mit der Teilkollektivierung der Rückstellungen für Beitragsrückgewähr. Nachdem die Angelegenheit schon mehrmals auf der Tagesordnung stand und wegen Bedenken einzelner Länder verschoben wurde, ist eine Einigung nach Zugeständnissen des Bundesfinanzministeriums diesmal wahrscheinlich. … Lesen Sie mehr ›
Der Branchendienst Map-Report hat die Bilanz-, Vertrags- und Servicekennzahlen von Lebensversicherern untersucht, die noch keine 30 Jahre am Markt sind. Am besten abgeschnitten hat die WGV Leben, gefolgt von der Neuen Bayerischen Beamten. Chefredakteur Reinhard Klages konnte allerdings nur sechs junge Gesellschaften bewerten, acht weigerten sich, alle nötigen Daten zu liefern. … Lesen Sie mehr ›
Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich ist 2014 bei der Rendite hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Der Gewinn lag mit 3,9 Mrd. Dollar unter dem Vorjahresergebnis. Es bleibt aber bei der in Aussicht gestellten Dividende von 17 Schweizer Franken. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich zwar, aber nicht so deutlich wie erhofft. Konzernchef Martin Senn versprach weitere Anstrengungen zur Verbesserung der Profitabilität und bekräftigte die Ende 2013 beschlossene Strategie 2014 bis 2016. … Lesen Sie mehr ›
Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa fordert in einem Brief an die EU-Kommission eine Harmonisierung der Sanierungs- und Abwicklungssysteme für kriselnde Versicherer in Europa. Die nationalen Lösungen, die es bisher gebe, seien inkonsistent und widersprüchlich. Das erschwere koordinierte Aktionen in Krisenzeiten, so Eiopa. Insbesondere sei ein einheitliches System zur Absicherung der Kundenguthaben vonnöten. Sonst drohe eine Ungleichbehandlung von Verbrauchern in Europa. … Lesen Sie mehr ›
Meinung am Mittwoch: Der Finanzstabilitätsrat FSB hat eine Liste mit neun global systemrelevanten Versicherern erstellt, die Abwicklungspläne erarbeiten müssen. Kritiker monieren, dass das nicht nötig ist. Die Gefahr, die von einzelnen Versicherern für das Gesamtsystem der Finanzmärkte ausgehe, sei sehr begrenzt. Das mag stimmen. Probleme bereitet eher die starke Zinsabhängigkeit von Lebensversicherern. Davon sind aber nicht nur einzelne Gesellschaften, sondern ein Großteil der Branche betroffen. … Lesen Sie mehr ›
Der Hackerangriff auf den US-Krankenversicherer Anthem hat Folgen. Im US-Bundesstaat New York tätige Versicherer müssen sich auf strengere Nachfragen der Aufsicht beim Thema Cyber-Sicherheit einstellen. Eine Umfrage der Aufsicht unter Versicherern hat gezeigt, dass viele Unternehmen beim Schutz von Kundendaten noch Nachholbedarf haben. … Lesen Sie mehr ›
Was die Woche bringt: An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Signal Iduna lädt zum Round-Table-Gespräch nach Dortmund und Hamburg, der Rückversicherer Scor zieht Bilanz über seine Vertragserneuerungen und der Karneval beginnt. … Lesen Sie mehr ›
Herbert Frommes Kolumne: Die Zeitschrift Öko-Test hat in der vergangenen Woche die These aufgestellt, dass es den Lebensversicherern in Wirklichkeit gut geht, sie aber von Krise reden, um die Überschussbeteiligungen der Kunden zu senken. Betrachtet man die Gewinne großer Lebensversicherer und den erratischen Kommunikationskurs der Branche („alles in Ordnung“ im selben Atemzug mit „dringend Hilfe nötig“), kann man zu solchen Auffassungen kommen. Falsch sind sie trotzdem. Den Lebensversicherern geht es nicht gut. … Lesen Sie mehr ›