An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Axa-Chef Buberl mistet aus.
Archiv ‘Axa’
Allianz schließt Teil ihrer Pensionskasse
Exklusiv Die Allianz hat die Presse-Pensionskasse für das Neugeschäft ab dem 1. Oktober 2020 geschlossen. Dabei handelt es sich um einen Teil der Allianz Pensionskasse. Informationen von Versicherungsmonitor und SZ, dass die Allianz die Schließung der gesamten Pensionskasse für das Neugeschäft plant, wollte ein Sprecher nicht bestätigen. Der Versicherer begründet die Maßnahme mit der schlechten Verzinsung für Kunden der Pensionskasse.
Heftige Preissteigerungen für Industriekunden
Industriekunden stehen harte Zeiten bevor, zumindest wenn sich die Versicherer mit ihren Preisvorstellungen weiter durchsetzen können. Er habe in 20 Jahren noch nicht solche Preiserhöhungen erlebt wie in den vergangenen Quartalen, tönte AIG-Chef Brian Duperreault diese Woche. Auch Allianz, Axa und HDI streben weiter höhere Preise in der Industrieversicherung an. Die Kunden trifft das in einer schwierigen Lage. Viele von ihnen leiden unter erheblichen Gewinn- und Umsatzeinbrüchen aus der Corona-Pandemie. Da kommen steigende Prämien ungelegen.
Axa bläst Twinstar-Deal mit Cinven ab
Der französische Versicherer Axa hat den bereits im Jahr 2018 angekündigten, fast 1 Mrd. Euro schweren Verkauf seines Bestands an sogenannten Twinstar-Lebensversicherungsverträgen an den britischen Finanzinvestor Cinven in letzter Minute abgesagt. Grund seien „Bedingungen, die nicht erfüllt wurden“. Das erste Halbjahr 2020 hat der Pariser Konzern mit einem Umsatzrückgang und einen Ergebniseinbruch um 900 Mio. Euro auf 1,43 Mrd. Euro abgeschlossen. Seinen Aktionären hatte der Versicherer im Juni in Aussicht gestellt, dass sie die Corona-bedingten Dividendeneinbußen von 70 Cent pro Aktie unter bestimmten Umständen nachträglich im vierten Quartal erhalten könnten. Diese Sonderausschüttung wird es jedoch nicht geben.
Halbjahreszahlen der Großen
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Halbjahresergebnisse von Allianz SE, Hannover Rück, Munich Re und Axa.
Ergo ist wieder mit BMW im Geschäft
Ende 2014 hatte die Munich Re-Tochter Ergo große Teile der Kooperation mit dem Autohersteller BMW an die Allianz verloren. Jetzt hat der Versicherer den Autobauer wieder für sich gewinnen können. Ergo ist jetzt der Partner bei den Komplettangeboten des Herstellers, die neben Leasing und Finanzierung auch Kfz-Versicherungen enthalten. Zudem hat der Anbieter mit BMW eine strategische Entwicklungspartnerschaft für neue Policen abgeschlossen. Eingefädelt hat den Deal Karsten Crede, Chef von Ergo Mobility Solutions. Er hatte früher bei der Allianz gearbeitet und dort bei dem Verlust des Geschäfts an die Münchener 2014 eine maßgebliche Rolle gespielt.
Cyber: Wie gefährlich ist Homeoffice wirklich?
Exklusiv Im Zuge der Corona-Krise sind viele Unternehmen ins Homeoffice umgezogen – eine Umstellung, die Gefahren birgt. Die Nutzung von privaten Geräten oder unsicheren Zugängen kann schnell zur Einfallstür für Hacker werden. Doch gab es in den vergangenen Monaten wirklich mehr Cyberangriffe im Zusammenhang mit der Corona-bedingten Homeoffice-Umstellung? Der Versicherungsmonitor hat bei sechs Anbietern von Cyberpolicen nachgefragt, darunter Allianz Global Corporate & Specialty, Hiscox und HDI Global. Nicht in allen Punkten waren sich die Befragten einig.
Axa und Allianz locken mit kostenlosen Kfz-Policen
Die Versicherer Axa und Allianz buhlen mit kostenlosen Kfz-Versicherungen um die Gunst von Autokäufern. Beide Unternehmen machen sich bestehende Kooperationen mit Automobilherstellern zunutze. Die Allianz bietet Volvo-Käufern eine mehrjährige kostenlose Vollkaskoversicherung für Schäden bis 5.000 Euro an. Das Angebot der Axa wirkt da beinahe knausrig: Käufer eines BMWs oder Minis sind einen Monat kostenlos gegen Vollkasko- und Kfz-Haftpflichtschäden versichert. Die Versicherer setzen auf die Trägheit der Kunden.
Prozessauftakt: Betriebsschließungen vor Gericht
In London hat vor dem High Court das Musterverfahren begonnen, das die Haftung für pandemiebedingte Betriebsschließungsschäden klären soll. Die britische Finanzaufsicht Financial Conduct Authority hatte den Prozess in die Wege geleitet, um Rechtssicherheit für Kunden und Versicherer herzustellen. Policen von rund 50 Versicherern und rund 370.000 Versicherte sind vom Ausgang des auf acht Tage angesetzten Verfahrens betroffen.
Versicherer ziehen Reißleine bei D&O
Exklusiv Der Wirecard-Skandal war das Tüpfelchen auf dem i: Immer mehr Versicherer prüfen ihr Engagement in der Managerhaftpflichtversicherung (D&O). Schon in der vergangenen Erneuerung haben viele Gesellschaften ihre Kapazitäten reduziert. Nach Informationen des Versicherungsmonitors zieht sich mit der Axa jetzt die erste Gesellschaft komplett aus dem Neugeschäft zurück.
Lufthansa-Rückholgarantie: Kostenlos, aber lückenhaft
Um Urlaubern die Angst vor Flugreisen vor dem Hintergrund der Corona-Krise zu nehmen, hat die Lufthansa mit der Axa-Tochter Axa Partners ein Versicherungspaket geschnürt, das eine Rückreise- und eine Urlaubsgarantie sowie zusätzliche Leistungen bietet. Der Rügener Versicherungsmakler Sven Hennig hat sich das Angebot genau angeschaut. Er bewertet positiv, dass es kostenlos und bisher konkurrenzlos auf dem Markt ist. Kunden sollten darin aber keinen „Rundum-sorglos-Schutz“ sehen, sondern sich im Klaren über die enthaltenen Einschränkungen und Ausschlüsse sein. Zuvor hatten auch Politiker moniert, die Lufthansa lehne sich mit dem Versprechen zu weit aus dem Fenster.










