Archiv ‘ChatGPT’

Das verlorene KI-Jahr

 Herbert Frommes Kolumne  Kaum eine Pressekonferenz zum Jahresende, bei der es nicht auch um künstliche Intelligenz (KI) geht. Auf entsprechende Fragen kommt fast immer die Antwort: Ja, haben wir, machen wir. Damit sind aber meistens Automatisierungsschritte gemeint, die wenig mit der heutigen KI gemeinsam haben. Vor einem Jahr wurde ChatGPT für die öffentlichen Nutzung freigeschaltet. Das erste Jahr haben viele Branchen damit verbracht zu staunen. Geschehen ist wenig. Das kann sich rächen.

Hiscox und Google kooperieren bei KI

Versicherer verwenden künstliche Intelligenz (KI) derzeit vor allem im Bereich Schadenregulierung und Betrugsprävention. Der Spezialversicherer Hiscox und der Internetkonzern Google wollen die Anwendungsbereiche erweitern. Sie haben ein KI-Programm entwickelt, das automatisch Industrierisiken auswerten kann und passende Versicherungskonditionen vorschlägt. Bislang experimentieren die beiden Anbieter in der Sparte Sachschäden durch Terrorismus und Sabotage.

Schnell runter von der „KI-Spielwiese“

Die Blockchain wurde vor wenigen Jahren als revolutionäre Technologie gehandelt, konnte sich in der Versicherungsbranche aber kaum durchsetzen, weil es schlicht zu wenig Anwendungsfälle gab. Bei künstlicher Intelligenz (KI) wird das anders sein, erwarten Branchenvertreter. Entscheidend ist für die Versicherer, sich so früh wie möglich mit KI zu beschäftigten und konkrete Projekte im Versicherungsbetrieb zu starten, betonte Data Science-Experte Simon Umbach von der Axa Deutschland auf einer Fachveranstaltung in Köln. Das Unternehmen setzt KI unter anderem bei Prüfprozessen in der Krankenversicherung ein.

Die dunkle Seite der KI

 Herbert Frommes Kolumne  Die künstliche Intelligenz (KI) wird unseren Alltag fundamental verändern, nicht nur in der Arbeitswelt. Das wird überwiegend positive Auswirkungen haben. Aber die KI hat auch eine dunkle Seite. Die Versicherungswirtschaft ist jetzt schon ein Ziel KI-unterstützter Angriffe. Sie werden zunehmen. Gleichzeitig muss die Branche darüber nachdenken, wie sie solche Risiken versichern kann. Denn nichts anderes erwarten ihre Kunden.

KI und die Ängste der Deutschen

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Ein Onlinekurs der Versicherungsforen Leipzig mit Grundlagen zu den Themen generative künstliche Intelligenz (KI) und Large Language Models, ein GDV-Pressegespräch zur Regulierung von KI und anderen Bereichen sowie eine Studie der R+V zum Thema „Die Ängste der Deutschen“

Versicherer kritisieren EU-Regulierung zu KI

Das Thema künstliche Intelligenz (KI) wird aktuell heiß diskutiert. Bis Anfang Dezember 2023 plant die EU die Verabschiedung einer Regulierung für KI. Auch die Wirtschaft soll Feedback geben. Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) hat das getan und sich in einem aktuellen Positionspapier geäußert. Gerade die Compliance-Vorschriften seien teilweise zu hoch, so der GDV.

Allianz Trade: Steigende Schäden durch ChatGPT

Nachdem die Zahl der Fake-President-Angriffe in den vergangenen Jahren stagniert hat, erlebt sie jetzt ein echtes Revival. Nach einer aktuellen Schadenstatistik des Kreditversicherers Allianz Trade hat die Zahl der Fälle im laufenden Jahr bereits um 17 Prozent zugenommen, die Höhe der gemeldeten Schäden sogar um 24 Prozent. Anwendungen mit künstlicher Intelligenz wie ChatGPT werden die Zahl nochmal in die Höhe schnellen lassen, erwartet Rüdiger Kirsch, Betrugsexperte bei dem Versicherer.

Axa implementiert ChatGPT in-house

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des französischen Versicherers Axa können künftig über „Axa Secure GPT“ Texte, Bilder und Codes generieren, zusammenfassen, übersetzen und korrigieren. Mit der neuen internen Plattform stellt der Konzern die Technologie hinter ChatGPT zur Verfügung – zunächst der vom früheren Deutschland-Chef Alexander Vollert geleiteten Group Operations-Einheit, in den kommenden Monaten dann der gesamten Belegschaft. 

Wie uns künstliche Intelligenz helfen wird

 Meinung am Mittwoch  Spätestens mit Chat GPT und Co. ist künstliche Intelligenz in unseren Alltag eingezogen. Die Technologie fordert uns heraus: Wie werden sich Berufe verändern? Wird es „meinen“ Job in fünf oder zehn Jahren noch geben? Berechtigte Fragen, die wir ernst nehmen müssen, aber auch mit Optimismus beantworten können: Künstliche Intelligenz kann helfen, die demografische Lücke an Fachkräften zu schließen. Sie eröffnet Chancen auf neue Jobs. Wir werden von ihr profitieren, wenn Unternehmen die notwendigen Voraussetzungen in der kulturellen Weiterentwicklung schaffen.

ChatGPT: Abwarten ist keine Option

Large Language Models haben sich vor allem durch den Hype um ChatGPT in kurzer Zeit zu einem Mega-Thema entwickelt. Solche Anwendungen dürften auch große Auswirkungen auf die Versicherungsbranche haben – wie diese aussehen werden, ist jedoch größtenteils noch gar nicht klar. Die Versicherer sind allerdings gut beraten, die Entwicklungen nicht nur zu beobachten, sondern sich selbst schnell mit der Technologie zu beschäftigen. Das wurde bei einer Fachveranstaltung der Vereinigung der Versicherungs-Betriebswirte deutlich.

Versicherer sind viel zu weit weg vom Kunden

 Themenschwerpunkt Change Management  Der Veränderungsdruck auf die Versicherungswirtschaft ist hoch. Veraltete Computersysteme, neue Technologien wie ChatGPT und regulatorische Anforderungen stellen die Unternehmen vor große Herausforderungen. Dabei gilt: Eine funktionierende und moderne IT ist der entscheidende Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit. Im aktuellen Dossier hat die Redaktion des Versicherungsmonitors untersucht, wie es um das Management der vielfältigen Veränderungsprozesse bei den Versicherern bestellt ist.

ChatGPT und Sprachmodelle treiben die Ergo um

Die Ergo zeigt sich weiter umtriebig, was neuartige Technologien betrifft. Über das Ergo Innovation Lab hat die Düsseldorfer Munich Re-Tochter ein 30-seitiges Whitepaper zu Anwendungen im Bereich künstlicher Intelligenz (KI) und den dabei zugrundeliegenden Sprachmodellen veröffentlicht. Darin geht es um Chancen und Risiken sowie um mögliche Anwendungsfälle bei Versicherern.

Die Tragödie von Wechselgott und ChatGPT

 Herbert Frommes Kolumne  Das Insurtech Wechselgott ist insolvent. Die Zinswende sorgte dafür, dass weder frisches Geld von Investoren kam noch ein Käufer sich für die Leipziger Firma interessierte. Weitere Insurtechs werden folgen. Das ist eine Tragödie: Während vielen Start-ups die Luft abgedreht wird, waren die Chancen für mutige Neugründungen noch nie so gut wie heute. Das liegt an der technischen Umwälzung durch die künstliche Intelligenz. Programme wie ChatGPT sind gerade erst auf den Markt gekommen und verändern jetzt schon wichtige Geschäftsmodelle.

Die schwierige Erneuerung kommt erst noch

Viele Erstversicherer haben sich bitter über die vergangene Erneuerungsrunde zum 1. Januar beschwert. Die Rückversicherer erhöhten nicht nur die Preise stark und kürzten die Kapazitäten, sondern warteten mit konkreten Zusagen oft bis zur letzten Minute. Hoffnungen, dass es bei den nächsten Vertragsverhandlungen besser wird, müssen sich nicht unbedingt bewahrheiten. Robert Wiest, Chef von MS Reinsurance, fürchtet, dass die nächste Erneuerung noch schwieriger werden könnte als die letzte. Denn frische Kapazitäten sind trotz Preiserhöhungen kaum in den Markt geströmt.

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