Schlagwort-Archiv für ‘Corona-Krise’

Debeka: Schnelle Umstellung auf mobiles Arbeiten

 Exklusiv  Manchmal braucht man ein bisschen Glück: Am Anfang dieses Jahres hat die Debeka ihren Außendienst mit neuen, leistungsfähigen Notebooks ausgestattet. Das kommt ihr bei der Umstellung der Arbeitsprozesse durch die Corona-Krise zugute. 13.000 der 16.000 Debeka-Mitarbeiter können inzwischen von zuhause aus arbeiten. Die Hälfte des Vorstands ist jeweils für eine Woche im Homeoffice, berichten Vorstandschef Thomas Brahm (Bild) und Vorstand Roland Weber im Interview. Für eine Abschätzung der finanziellen Folgen der Krise auf den Versicherer ist es noch zu früh, betonen sie.

Corona und Klimawandel

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Die Geschäftszahlen der Itzehoer Versicherungen und eine Sigma-Studie des Rückversicherers Swiss Re

Kreditversicherer: Bund gibt 30 Mrd. Euro Rückdeckung

Die Bundesregierung will deutschen Kreditversicherern und damit ihren Kunden mit einer Rückdeckungsversicherung von 30 Mrd. Euro unter die Arme greifen. Das bestätigten hochrangige Branchenvertreter dem Versicherungsmonitor auf Nachfrage. Der Staat verhindert damit, dass reihenweise Lieferanten nicht mehr in der Lage sind, ihre Waren auszuliefern. Die Zustimmung der EU-Kommission steht noch aus.

Ärzte: PKV in die Pflicht nehmen

Niedergelassene Ärzte fordern, dass sich die privaten Krankenversicherer (PKV) an Stützungsmaßnahmen für Praxen beteiligen, die durch die Corona-Krise finanzielle Einbußen erleiden. Es mache keinen Sinn, im ambulanten Bereich lediglich die gesetzlichen Krankenkassen heranzuziehen, finden die Ärzte. Zudem sei die Begrenzung der PKV-Hilfen auf den Krankenhaussektor nicht gerecht. An der Finanzhilfe für die Kliniken beteiligt sich die PKV mit insgesamt 290 Mio. Euro.

Getsafe: Beflügelt von Corona

 Exklusiv  Viele Unternehmen spüren die Auswirkungen der Corona-Krise in ihren Umsätzen – sie brechen teils heftig ein. Der Assekuradeur Getsafe dagegen erlebt aktuell seine Blütezeit, sagt Christian Wiens, Mitgründer und CEO des Heidelberger Insurtechs, im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Das Unternehmen sei dabei, im März den erfolgreichsten Monat seiner Firmengeschichte zu schreiben. Das Start-up profitiere nicht nur davon, dass viele Menschen aktuell im Homeoffice arbeiten, sondern auch von den Schwächen der traditionellen Versicherer im Vertrieb, so Wiens.

Corona macht W&W vorsichtig

Im vergangenen Jahr hat der Bauspar- und Versicherungskonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) gut verdient. Unter dem Strich standen 249 Mio. Euro, das sind 16 Prozent mehr als 2018. Eine fundierte Prognose für 2020 mag Konzernchef Jürgen Junker wegen der Corona-Krise nicht abgeben. Sollte sie deutlich länger andauern, wäre ein Ergebnisrückgang zu erwarten, sagte er.

Dual holt Munich Re an Bord

 Exklusiv  Vor zwei Jahren hatte der Kölner Assekuradeur Dual das zu Scor gehörende Channel-Syndikat als Kapazitätsgeber in der Cyberversicherung verloren, jetzt hat das Unternehmen Ersatz gefunden. Das Londoner Lloyd’s-Syndikat des Rückversicherers Munich Re hat Dual eine Zeichnungsvollmacht über 10 Mio. Euro erteilt. Damit und einem neuen Bedingungswerk will der Assekuradeur in der Cyberversicherung durchstarten. Die Corona-Krise befeuere die Nachfrage nach Cyberpolicen, glaubt Dual Deutschland-Geschäftsführer Olaf Jonda.

Vermittler suchen Krisenhilfe

Die Corona-Krise bedroht die Umsätze der Vermittler, weil die Kauflaune eher sinkt und der direkte Kundenkontakt wegfällt. Wohl dem, der auf die Arbeitsweise im Homeoffice vorbereitet ist. Einige Vertreter suchen bereits das Gespräch mit Versicherern über Erleichterungen für die Krisenzeit wie Vorauszahlungen auf Provisionen. Makler im Gewerbekundengeschäft befinden sich dagegen noch in einer recht komfortablen Situation. Aber das wird eher nicht so bleiben.

Brodesser: Allein im Großraumwagen

 Exklusiv  Die Corona-Krise geht auch an der Politik nicht spurlos vorbei. Der Finanzexperte der CDU Carsten Brodesser spricht im Interview mit dem Versicherungsmonitor über seinen veränderten Arbeitsalltag, die Folgen der Krise für die Versicherungswirtschaft und über anstehende Gesetzesvorhaben wie die Neuregelung der Haftung bei Pauschalreisen nach der Thomas Cook-Pleite. Außerdem erläutert er, welche Projekte in der jetzigen Situation aus seiner Sicht besser eingestellt werden sollten.

Armon: In der Krise ist mehr Kommunikation nötig

 Exklusiv  In der Versicherungsbranche arbeiten fast alle Mitarbeiter inzwischen im Homeoffice. Mit jedem Tag treten die Herausforderungen für Führungskräfte deutlicher zutage. Auch Marcel Armon, Geschäftsführer des Spezialmaklers Hendricks, wurde ins kalte Wasser geworfen und schwimmt sich allmählich frei. Auf welche Probleme er gestoßen ist und welche positiven Effekte die neue Situation mit sich bringt, erklärt er im Interview mit dem Versicherungsmonitor.

Corona trifft betriebliche Altersversorgung

Die Corona-Krise wird auch Auswirkungen auf die betriebliche Altersversorgung haben, sind sich die Experten einig – je länger die Krise dauert, desto schwerer werden die Folgen. Konzerne sollten aktuell die Altersversorgung flexibel umstellen, zum Beispiel auf niedrigere Zinszusagen, und darüber auch mit der Arbeitnehmerseite sprechen, findet Fred Marchlewski, Geschäftsführer beim Makler und Vorsorgespezialisten Aon.

Assekurata sieht sinkende Solvenzquoten

Die Solvenzquoten der deutschen Lebensversicherer sind 2019 deutlich niedriger ausgefallen als im Vorjahr, glaubt die Ratingagentur Assekurata. Die Analysten rechnen für die Branche mit einer durchschnittlichen aufsichtlichen Solvenzquote von 300 Prozent. Im Jahr davor waren es noch rund 500 Prozent. Auch die Zahl der Versicherer, die sich unter dem Mindestniveau von 100 Prozent befinden, soll sich erhöht haben. Die Corona-Krise trübt den Ausblick für das laufende Jahr.

Corona-Roundup: Howden, USA, Homeoffice

Die Corona-Krise könnte den Trend zu mehr Unternehmensübernahmen und -fusionen ins Wanken bringen, glaubt der Versicherungsmakler Howden. Das würden auch Versicherer zu spüren bekommen, die solche Transaktionen absichern. US-Lebensversicherer versuchen unterdessen, durch die Einführung von Wartezeiten bei der Antragsstellung, das Corona-Risiko zu verringern. Gleichzeitig sind sich Politiker und Branche nicht einig, wer für die Schäden von Betriebsunterbrechungen aufkommen muss. Sollers Consulting, Arag und Scor melden, dass ihre Mitarbeiter ins Homeoffice umgezogen sind.

Herbert Fromme

Eine Frage des Alters

 Herbert Frommes Kolumne  Wie Versicherungsmanager mit der aktuellen Krise umgehen, ist auch eine Frage des Alters. Diejenigen, die schon während der Finanzkrise 2008 Verantwortung für Mitarbeiter trugen, sind gelassener als jüngere Kollegen, obwohl sie sich mehr Sorgen um die eigene Gesundheit machen müssten. Sie haben vor zwölf Jahren erlebt, dass die Welt angeblich untergehen sollte – und die meisten Unternehmen sind immer noch da. Allerdings heißt das nicht, dass alle die Corona-Krise überleben werden.

Familienversicherung setzt auf Cash

Sehr zuversichtlich für den Geschäftsverlauf zeigte sich Stefan Knoll, Chef der Deutschen Familienversicherung (DFV). Auf die Corona-Krise reagiert der Versicherer mit einer Umschichtung der Kapitalanlagen – Barmittel haben jetzt einen Anteil von 24 Prozent. Knoll kritisiert die Krisenpolitik der Bundesregierung. Es wäre besser gewesen, die älteren Menschen und diejenigen mit Vorerkrankungen zu schützen, als eine ganze Volkswirtschaft zu ruinieren, findet er.

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