Für Versicherer beginnt ihre Arbeit meistens, nachdem etwas schiefgegangen ist. Speziell in der Cyberversicherung ist das oft anders, die Gesellschaften sind hier vielfach Rundum-Betreuer. Was im Fall eines Cyberangriffs zu tun ist, erklärten Experten bei einer Fachtagung.
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Erichsen: KI verändert die Versicherbarkeit von Cyberrisiken nicht
Die künstliche Intelligenz entwickelt sich zwar in hohem Tempo weiter, auf die Versicherbarkeit von Cyberrisiken und die Wirkung von Präventionsmaßnahmen hat das allerdings keinen gravierenden Einfluss, glaubt Cyberversicherungs-Urgestein Sven Erichsen. Auf dem BDVM-Symposium forderte er mehr Regularien für die IT-Sicherheit.
Europäische Aufseher loben die Cybersicherheit bei Finanzinstituten
Schwerwiegende IT-Vorfälle bei europäischen Finanzunternehmen betreffen vor allem das Kreditwesen und den Zahlungsverkehr. Versicherer sind nach einem aktuellen Bericht der Aufsichtsbehörden seltener betroffen – mit einer Ausnahme. Der Cybersicherheit der Anbieter stellen die Aufsichten ein gutes Zeugnis aus.
Käfer-Rohrbach: Resilienz ist die neue Effizienz
Die Digitalisierung in der Versicherungsbranche hat zwar für höhere Erträge gesorgt, aber auch für eine größere Anfälligkeit, sagte Anja Käfer-Rohrbach vom Versichererverband GDV auf der Messe InsureNXT. Sie betonte die Wichtigkeit von Resilienz und nannte drei Erfolgsfaktoren, die dafür wichtig sind.
Cyberversicherer Beazley: KI macht Hacker professioneller
Gesine Froese ist Leiterin der Cybersparte für die DACH-Region beim Versicherer Beazley. Im Interview spricht sie über die paradoxe Situation im Cybermarkt, den Umgang mit künstlicher Intelligenz, den bevorstehenden Kauf durch Zurich und darüber, warum der Londoner Markt bei der Frauenförderung viel weiter ist als der deutsche.
Beazley: Unternehmen überschätzen Cyberresilienz
Deutsche Führungskräfte sehen Cyberrisiken inzwischen als ihre größte Sorge an. Ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber diesen Gefahren überschätzen sie aber, glaubt der Spezialversicherer Beazley. Viele gehen davon aus, sich nach einem Cybervorfall wieder komplett erholen zu können – ein Trugschluss.
Stoïk erweitert Angebot bei Cyberpolicen
Mit einem neuen Modul will der Cyberassekuradeur Stoïk die Angebotspalette der Makler erweitern. Sie können Kunden künftig Cyberpolicen mit integrierten Lösungen für eine höhere E-Mail-Sicherheit anbieten – 60 Prozent der Stoïk gemeldeten Cyber-Vorfälle sind E-Mail-basiert. Das neue Angebot wird zuerst in Deutschland ausgerollt, Zielgruppe sind kleine und mittelgroße Unternehmen.
Schadentrends: Zick-Zack in der Cyberversicherung
Unternehmen investieren immer mehr in ihre Cybersicherheit, die Zahl der Angriffe steigt trotzdem weiter. Der Assekuradeur Coalition nennt das in einer aktuellen Analyse ein „Cyber-Schutz-Paradoxon“. Zumal es mit diesem Widerspruch nicht genug ist: Den steigenden Angriffszahlen stehen nämlich sinkende Schäden gegenüber. Geradlinigkeit ins Trend-Zick-Zack können die Unternehmen selbst bringen.
Stoïk-Chef: „In Deutschland haben alle gesagt, wir würden es nicht schaffen“
Der französische Cyberassekuradeur Stoïk feiert in diesem Jahr seinen fünften Geburtstag. Für den Co-Gründer und CEO Jules Veyrat hat sich in dieser Zeit kaum etwas verändert: Noch immer hätten zu wenig Unternehmen eine Cyberversicherung, erklärt er im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Und die Risiken werden immer größer – vor allem durch künstliche Intelligenz. Das gilt allerdings auch für die Chancen.
Beschäftigte im Gesundheitswesen fürchten große Risiken
Europäische Kliniken und Pflegeeinrichtungen sehen die Alterung, den Personalmangel, die Inflation der Gesundheitskosten und die Bedrohung der Cybersicherheit als größte Risiken für die Zukunft. Sie können nach Einschätzung der Beschäftigten die Patientensicherheit bedrohen, werden aber nicht ausreichend in den Blick genommen. Das zeigt eine Studie des französischen Versicherers Relyens. Er will die Ergebnisse in sein Risikomanagement einbauen.
BaFin gibt Orientierungshilfe bei KI-Risiken
Die Finanzaufsicht BaFin hat eine Orientierungshilfe für Risiken beim Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) veröffentlicht. Darin geht es um den Einsatz der KI bei sensibler Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). In diesem Bereich gibt es durch den Digital Operational Resilience Act (DORA) besondere Anforderungen an Finanzunternehmen.
Nürnberger: „DORA ist cool“
Über regulatorische Themen sprechen Versicherer in der Regel nicht so gerne. Anders ist das beim Digital Operational Resilience Act. Zumindest der IT-Vorstand der Nürnberger, Thomas Reimer, sieht DORA, wie die EU-Verordnung abgekürzt heißt, positiv. Denn Cybersicherheit ist ein wichtiges Thema. Das habe sein Unternehmen zuletzt im Zusammenhang mit der immer wahrscheinlicher werdenden Übernahme durch die Vienna Insurance Group festgestellt.
Neue Führungskräfte bei Baloise, MSIG, FM und FTI
Die deutsche Baloise hat einen Nachfolger für die IT-Vorständin Manuela Moog gefunden. Ab 1. November wird Matthias Hilgert diese Position übernehmen. Die deutsche Niederlassung von MSIG Europe baut das Führungsteam in den Bereichen Risk Engineering sowie Captive und alternativer Risikotransfer aus. Außerdem hat der Industrieversicherer FM eine neue CFO. Außerdem verstärkt das Beratungsunternehmen FTI Consulting seine Cybersicherheitseinheit.















