Archiv ‘Debeka’

BU-Markt: Preisverfall bedroht Stabilität

Sinkende Beiträge und ein harter Wettbewerb setzen die Berufsunfähigkeitsversicherer unter Druck. In einer Analyse warnt die Ratingagentur Franke und Bornberg: Aggressive Kalkulation und lockere Risikoprüfung könnten langfristig die Stabilität in der Sparte gefährden – mit möglichen Folgen für Versicherer und Kunden.

Stornoabzug: BGH gibt Debeka größtenteils Recht

Im Streit zwischen der Verbraucherzentrale Hamburg und der Debeka um einen Stornoabzug in der Lebensversicherung hat der Bundesgerichtshof (BGH) in vielen Punkten dem Versicherer Recht gegeben. Die Richter halten den Abzug für korrekt beziffert und die Klausel für wirksam. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.

Medgate bietet Videosprechstunde für privatversicherte Kinder an

Der Telemedizin-Anbieter Medgate hat ein spezielles Angebot für Kinder entwickelt, das auf den Markt der privaten Krankenversicherung ausgerichtet ist. „Kids Line“ ermöglicht den Eltern bei einer Erkrankung des Nachwuchses, per App eine Ärztin oder einen Arzt für eine medizinische Ersteinschätzung zu kontaktieren. Das Angebot ist zunächst bei der Debeka zum Einsatz gekommen und gehört dort inzwischen zum Standardangebot. Jetzt bietet Medgate es allen PKV-Unternehmen an.

Versicherungskammer fordert Verbesserungen für Hebammen

Die Versicherungskammer warnt vor neuen Haftungsrisiken für freiberuflich in Kliniken tätige Hebammen durch den Hebammenhilfevertrag. Kritisch sieht der Versicherer, der ein Konsortium für die Haftpflichtversicherung der Hebammen führt, die seit 1. November geltenden Abrechnungsregelungen. Sie trügen der Versorgungsrealität nicht ausreichend Rechnung und erhöhten den Dokumentationsaufwand für die Geburtshelferinnen und -helfer. Die Versicherungskammer fordert eine umfassende Überprüfung der Regeln.

Sammelklage gegen Debeka Leben

Der Verbraucherzentrale Bundesverband und die Verbraucherzentrale Hamburg haben eine Sammelklage gegen die Debeka Leben eingereicht. Sie werfen dem Versicherer vor, bei gekündigten Lebens- oder Rentenpolicen zu hohe Stornogebühren von den Verbrauchern verlangt zu haben. Mit der Sammelklage wollen die Verbraucherschützer den Betroffenen dabei helfen, ihr Geld zurückzubekommen.

Wie die BaFin die Versicherungsvereine aufwühlt

Herbert Frommes Kolumne

Mit einer kleinen Änderung an einem Rundschreiben aus dem Jahr 2023 hat die Finanzaufsicht BaFin gerade die Personalplanung in der Führung so mancher Versicherer durcheinandergebracht. Die Behörde verlangt nun auch bei Versicherungsvereinen und öffentlichen Versicherern eine zweijährige Abkühlungszeit, bevor eine Vorstandschefin oder ein Chef an die Spitze des Aufsichtsrats rücken. Für Aktiengesellschaften gilt diese Frist bereits, denn das legt der Corporate Governance Kodex fest. Es ist richtig, dass die Behörde jetzt alle Versicherer gleich behandelt, schreibt Herbert Fromme.

PKV vor schwierigen Zeiten

Im laufenden Jahr haben die privaten Krankenversicherer (PKV) die Beiträge so stark erhöht wie schon lange nicht mehr, auch Anfang 2026 wird es für viele Versicherte deutlich teurer. Hauptgrund sind die steigenden Leistungsausgaben. An dieser Front ist auch künftig wenig Entspannung zu erwarten, warnt der Branchendienst Map-Report. Die Herausforderung: Die Unternehmen müssen sich auf die veränderten Bedingungen einstellen, den Versicherten aber weiter einen guten Service bieten.

BaFin-Statistik: Allianz dominiert in Leben

Die Aufsichtsbehörde BaFin hat ihre Erstversicherungsstatistik für das Geschäftsjahr 2024 vorgelegt: Besonders stark zeigte sich erneut die Sparte Lebensversicherung, die ihre verdienten Bruttobeiträge auf 90,4 Mrd. Euro steigerte. Marktführer Allianz Leben baute seinen Vorsprung deutlich aus und erreichte mit fast 24 Mrd. Euro einen Marktanteil von über 25 Prozent. Gleichzeitig kommt es im Mittelfeld durch veränderte Stornoquoten und ein dynamisches Einmalbeitragsgeschäft zu Rangverschiebungen.

Psychische Erkrankungen fordern BU-Versicherer

Eine Auswertung der Debeka Lebensversicherung zeigt, dass psychische Erkrankungen weiterhin die Hauptursache einer Berufsunfähigkeit (BU) sind. Im Jahr 2024 waren 45 Prozent aller Leistungsfälle auf Depressionen und andere psychische Erkrankungen zurückzuführen. Ihr Anteil hat sich damit allerdings gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozentpunkte reduziert. Der zweithäufigste Grund für eine BU waren Krebserkrankungen, gefolgt von Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Debeka investiert Millionen in Infrastruktur

Die Debeka-Versicherungsgruppe aus Koblenz will mehr in den Ausbau erneuerbarer Energien sowie in soziale Immobilien wie Schulen, Kindergärten und medizinische Versorgungszentren investieren. Dafür hat sie den Investmentmanager KGAL damit beauftragt, zwei neue Fonds aufzulegen und zu managen. Die Debeka will bis zu 400 Mio. Euro in diese sogenannten Evergreen-Fonds investieren.

Debeka kooperiert mit Iuvando

Die Debeka will die Versorgung von Versicherten verbessern, die an Krebs erkrankt sind. Über eine Kooperation mit der digitalen Plattform Iuvando Health verschafft der private Krankenversicherer ihnen die Möglichkeit, eine passende klinische Studie zu dem jeweiligen Krankheitsbild zu finden. Iuvando bietet den Versicherten auch ein ärztlich begleitetes Betreuungsangebot als Ergänzung zu der Versorgung durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzten.

Die PKV-Beiträge steigen weiter

Exklusiv

Auch im kommenden Jahr müssen die Privatversicherten wieder tiefer in die Tasche greifen. Die privaten Krankenversicherer (PKV) werden die Prämien in der Vollversicherung Anfang 2026 nach Angaben des PKV-Verbands im Schnitt um 13 Prozent anheben – nach einem durchschnittlichen Plus von 18 Prozent im Jahr 2025. Von der Anhebung werden rund 60 Prozent der Kundinnen und Kunden betroffen sein. Auch in der privaten Pflegepflichtversicherung steigen die Beiträge.

Wettbewerb über die Umdeckung in der PKV

In der privaten Krankenversicherung (PKV) gewinnt die Umdeckung von Kunden in der Vollversicherung an Bedeutung. Die Übertragung eines Teils der Alterungsrückstellungen bei einem Wechsel des Anbieters ist zu einem harten Wettbewerbsfaktor geworden, stellt der Map-Report in seinem aktuellen PKV-Bilanzrating fest. Das ist nicht immer im Sinne der Kunden und wirft ein kritisches Schlaglicht auf die PKV, findet der Branchendienst. Den Versicherern bescheinigt er eine solide Finanzbasis.

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