Der Dienstleister Solvd will Kfz-Schäden vollautomatisiert abwickeln. Dabei übernehmen KI-Agenten die einzelnen Schritte: Sie kommunizieren mit dem Kunden, prüfen die Deckung, bewerten den Schaden, vereinbaren einen Werkstatttermin und bearbeiten sogar Regresse – ganz ohne menschliche Hilfe. Das soll der kriselnden Kfz-Sparte helfen, effizienter zu werden und Kosten zu senken.
Archiv ‘Digitalisierung’
Ein Blick ins Jahr 2026: Zwischen Regulierung, Resilienz und Kundenzentrierung
Mit einer Mischung aus Zuversicht und Anspannung schaut die Versicherungsbranche ins Jahr 2026. Kaum ein anderes Segment der Finanzwirtschaft steht unter einem vergleichbaren Reform- und Innovationsdruck. Politische Weichenstellungen, neue Risiken und die Digitalisierung treiben einen Strukturwandel voran, der weit mehr ist als eine Modernisierung von IT-Systemen, schreibt Anke Zeller, Industry Leader Insurances bei Cognizant.
Blockchain-Firma Ritablock aufgelöst
Die Blockchain-Firma Ritablock ist Geschichte. Das Gemeinschaftsunternehmen des Beraters Consurance und des Softwareherstellers Inveos wollte die Verwaltung von Rückversicherungen mithilfe der Blockchain-Technologie revolutionieren. Laut Handelsregister wurde die Ritablock GmbH bereits Ende August 2025 aufgelöst, sie hat ihr Vermögen auf Consurance übertragen und ist mit dem Berater verschmolzen. Das einstige Hype-Thema Blockchain hat in der Branche stark an Popularität eingebüßt.
Aktuelle Serie: Digitale Trends 2026
In unserer Serie „Digitale Trends 2026“ stellen wir Projekte vor, die für den Preis „Digitaler Leuchtturm Versicherung“ eingereicht wurden. Er wird am 2. Dezember 2025 in Köln vom Süddeutschen Verlag verliehen. In diesem Jahr haben sich Versicherer, Insurtechs, Makler und Dienstleister mit 14 Initiativen beworben. Hier finden Sie alle Teile der Serie.
Digitale Ernüchterung in der PKV
In der privaten Krankenversicherung (PKV) hat die Euphorie mit Blick auf die elektronische Patientenakte (ePA) merklich nachgelassen, berichtet Klaus Leyh, Vorstand der Versicherungskammer Bayern. Noch seien die Dinge zu kompliziert und die Kundinnen und Kunden skeptisch, sagt er im Interview. Dabei ließe sich im Gesundheitswesen durch die Digitalisierung vieles erreichen. Die Versicherungskammer selbst will Ende des Jahres die ePA zunächst für einen kleinen Kundenkreis einführen.
Die Debatte um FiDA lenkt ab
Aktuell beschäftigen sich viele Branchenexperten damit, ob und in welcher Form die Financial Data Access Regulation (FiDA) kommt. Die Diskussionen über Sinn und Unsinn der Entwürfe wirken in Teilen wie eine Stellvertreterdebatte über ein viel tiefer liegendes Problem: die technologische und strukturelle Reife des eigenen Datenmanagements.
Emil gewinnt Zurich-Tochter als Kunden
Der Technologieanbieter Emil soll für den Schweizer Rechtsschutzversicherer Orion ein neues Kernsystem aufbauen. Die Zurich-Tochter will auf die Cloud-basierte Software-as-a-Service-Lösung von Emil umsteigen. Die Partnerschaft kommt nur wenige Monate, nachdem Emil in der Schweiz eine eigene Tochter gegründet hat.
Warum Assekuradeure zu KI-Vorreitern werden müssen
Künstliche Intelligenz (KI) verändert nicht nur die Prozesse in Versicherungsunternehmen – sie verändert das Zusammenspiel in der gesamten Wertschöpfungskette. Assekuradeure haben aufgrund ihrer größeren Agilität und des klaren Fokus beim Geschäftsmodell gute Chancen, KI schnell tief in ihre Prozesse einzubetten und damit zu den „Early Adopters“ in der Branche zu gehören. So erhöhen sie ihre Effizienz – und werden zugleich attraktiver für Risikoträger und Investoren.
Haftpflichtkasse setzt bei Kernsystem auf Adacta
Die Haftpflichtkasse wird künftig ihre Bestandsverwaltung sowie die Schadenbearbeitung und das Datenmanagement über die Plattform des Softwareanbieters Adacta abwickeln. Das neue Kernsystem soll nicht nur Prozesse effizienter und schneller machen, sondern auch die IT-Sicherheit verbessern. Der Versicherer hatte in den vergangenen Jahren mit Mängeln in der IT zu kämpfen, die sogar zu einem Rüffel der Finanzaufsicht BaFin führten.
Wachstum muss den Kunden dienen
Die Digitalisierung mit neuen Entwicklungen wie künstliche Intelligenz, die regulatorischen Anforderungen, die Fachkräftegewinnung und die Steigerung der Marktmacht zählen zu den Treibern der Konsolidierung, sei es bei Großmaklern oder bei Maklerpools. Bei aller Wachstumseuphorie gerät aber häufig der Kunde aus dem Blick. Aus dessen Sicht hat die Größe des Partners zwar eine Bedeutung, aber sie wird nicht das Hauptkriterium sein, sich für einen Partner zu entscheiden. Im Vordergrund steht vielmehr, ob und wie das Kundenbedürfnis erfüllt wird.
Das Betriebssystem, das die Branche nie gebaut hat
Die Versicherungswirtschaft hat sich verändert. Nicht weil sie wollte, sondern weil sie musste. Regulatorik, Digitalisierung, Fachkräftemangel, Marktdruck, Konsolidierung: Die Gegenwart und auch die Zukunft fordern Optimierung. Dazwischen liegen Prozesse, Systeme und Schnittstellen, die viel versprechen, aber wenig zusammenführen. Es wurde investiert, automatisiert und modernisiert – oft mit großem Aufwand, meist mit gutem Willen. Und doch bleibt ein irritierendes Gefühl: Der Fortschritt ist sichtbar – aber nicht spürbar.
KI macht viele Jobs überflüssig
Künstliche Intelligenz (KI) verändert den Arbeitsmarkt grundlegend, warnt die Beratungsgesellschaft Bearing Point in einer neuen Studie. Viele traditionelle Berufsbilder bei Versicherern verschwinden, während Fachkräfte mit KI-Know-how fehlen. Unternehmen des Finanzsektors führen beim Einsatz der Technologie.
Recruiting bleibt anspruchsvoll
Der Fachkräftemangel, die digitale Transformation und regulatorische Anforderungen machen den Unternehmen aus der Finanzdienstleistungsbranche die Personalplanung weiterhin schwer. Mit finanziellen Anreizen sowie attraktiven Weiterbildungsmöglichkeiten ließe sich gegensteuern, schreibt der Personalberater Robert Half in einem aktuellen Bericht. Selbst eine Rückkehr zu mehr Präsenz in den Unternehmen sei so zu erreichen, glauben die Expertinnen und Experten.
Warum Deutschland mit der ePA gut dasteht
Seit Jahren soll das elektronische Patientendossier (EPD), das Schweizer Pendant zu der seit 2021 in Deutschland verfügbaren elektronischen Patientenakte (ePA), den Austausch von Gesundheitsdaten erleichtern. Doch seit der Einführung geht es kaum voran. Woran hapert es und warum steht Deutschland im Vergleich besser da?
Jüngere wollen andere Lebensversicherungen
Mit ihren Angeboten gehen die Lebensversicherer an den Bedürfnissen vieler jüngerer Kundinnen und Kunden vorbei. Zwar sieht eine Mehrheit der unter 40-Jährigen die Policen als Mittel für die Altersvorsorge, Hürden verhindern aber häufig den tatsächlichen Abschluss: Die Versicherungen passen nicht zur aktuellen Lebensphase, sie sind zu teuer und bringen keinen kurzfristigen Mehrwert. Zu diesem Ergebnis kommen die Beratungsfirma Capgemini und der Datenspezialist Limra in einer aktuellen Studie.













