Archiv ‘Diskriminierung’

Swiss Re unterliegt in Sexismus-Verfahren

Die Kündigung einer Underwriterin durch Swiss Re war ein Akt direkter sexueller Diskriminierung, die offizielle Begründung war nur vorgeschoben. Zu diesem Schluss kommt ein Gericht in London nach der Auswertung von Berichten über diskriminierende Äußerungen sowie interner E-Mails. Der Frau war nach ihrer Rückkehr aus dem Mutterschaftsurlaub gekündigt worden. Swiss Re will die Entscheidung sorgfältig prüfen und betont, dass man keinerlei Diskriminierung duldet. … Lesen Sie mehr ›

Talanx sagt Diskriminierung den Kampf an

Diskriminierung aufgrund der Sexualität, der Hautfarbe oder des Geschlechts soll nach dem Willen der Talanx konzernweit der Vergangenheit angehören. Dafür rollt der Hannoveraner Versicherer seine Strategie für mehr Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion weltweit aus. Anhand von sechs Prinzipien, einer Reihe von Maßnahmen und formulierten Zielen will die Talanx die Vielfalt im Konzern fördern – sie ist nämlich für den Unternehmenserfolg entscheidend, ist Chef Torsten Leue überzeugt. … Lesen Sie mehr ›

Automatische Diskriminierung

Die britische Verbraucherschutzorganisation Citizens Advice hat auf der Insel vor einigen Jahren die Debatte um das sogenannte Dual Pricing losgetreten, den Malus für treue Kunden, der inzwischen untersagt ist. Jetzt schlägt die Organisation wieder Alarm: Versicherte aus ethnischen Minderheiten müssten aufgrund komplexer Algorithmen einen saftigen Zuschlag für ihre Autoversicherung zahlen – auch ohne dass explizit Daten zu ethnischen Merkmalen erhoben werden. Die Verbraucherschützer fordern ein Eingreifen der Aufsicht. … Lesen Sie mehr ›

Eiopa warnt vor steigenden Deckungslücken

Die von der Pandemie befeuerte Digitalisierung in der Versicherungsbranche bringt nicht nur Vorteile mit sich, warnt die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa in ihrem aktuellen Bericht zu Verbrauchertrends. Der Einsatz von Technologien könne einige Personengruppen benachteiligen oder gar ausschließen. Die Behörde ist zudem besorgt über die steigende Zahl von Ausschlüssen in Vertragsbedingungen, die dazu führen, dass sich die Versicherungslücke vergrößere. … Lesen Sie mehr ›

Tweet hat rechtliche Folgen für Lemonade

Nach einem Shitstorm beschert ein Beitrag auf der sozialen Plattform Twitter dem US-Versicherer Lemonade nun auch noch ein Gerichtsverfahren. Kunden des Insurtechs haben im Bundesstaat New York eine Sammelklage wegen Verstößen gegen den Datenschutz und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen eingereicht. Dabei bezieht sich der Hauptkläger ausgerechnet auf einen Blogeintrag von Lemonade, der eigentlich den Streit um den Tweet im Mai richtigstellen sollte. Dabei ging es um Algorithmen, die allein Entscheidungen treffen, dabei aber offenbar diskriminierend sind. … Lesen Sie mehr ›

Unternehmenskultur: Lloyd’s hat noch viel zu tun

Sexismus, Übergriffe, Alkoholexzesse am Arbeitsplatz und mieses Betriebsklima – in den vergangenen Jahren häuften sich die Skandale bei Lloyd’s of London. Der traditionsreiche britische Versicherungsmarkt hat sich im Rahmen eines großangelegten Spar- und Umbauprogramms vor zwei Jahren auch eine deutliche Verbesserung der Unternehmenskultur auf die Fahnen geschrieben. Die zweite Umfrage unter den verschiedenen Akteuren, die bei Lloyd’s tätig sind, hat spürbare Verbesserungen gegenüber der Situation im Jahr 2019 ergeben – aber auch gezeigt, wo noch Luft nach oben ist. Insbesondere die Antworten von Mitarbeitern, die keine weiße Hautfarbe haben, weisen auf weiteren Handlungsbedarf hin. … Lesen Sie mehr ›

KI-Hiobsbotschaft aus Brüssel

Künstliche Intelligenz (KI) gehört zu den meistdiskutierten Zukunftsthemen der Branche. Selbstlernende Algorithmen kommen schon heute etwa zur Bewertung von Schäden in der Autoversicherung zum Einsatz. Zentrale Voraussetzung für eine funktionierende Anwendung ist, dass sie an ausreichend vielen hochwertigen Daten trainiert wird, waren sich Allianz-Datenexperte Wolfgang Hauner und Wissenschaftler Torsten Oletzky auf einem virtuellen Fachgespräch des Vereins zur Förderung der Versicherungswissenschaft in Berlin einig. Karen Bartel vom Versichererverband GDV warnte vor einem Vorstoß aus Brüssel für eine Regulierung von KI. … Lesen Sie mehr ›

Wie beaufsichtigt man künstliche Intelligenz?

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Der Einsatz von künstlicher Intelligenz und Algorithmen bringt Versicherern viele Vorteile, vor allem in puncto Schnelligkeit und Kosteneinsparung. Der Preis dafür sind neue Risiken. Diese sind auch ein Fall für die Aufsicht. Neue Instrumente der BaFin sind möglicherweise aber gar nicht notwendig, denn es steht schon eine Reihe von Regelungen zur Verfügung. … Lesen Sie mehr ›

Britische Aufsicht nimmt Preismodelle unter die Lupe

Die britische Aufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) hat eine weitreichende Untersuchung der Preisstrategien von Sachversicherern gestartet. Im Fokus steht dabei das sogenannte Dual Pricing – dabei zahlen loyale Kunden deutlich mehr Prämie als Neukunden. Daneben will die Aufsicht aber auch herausfinden, ob Kunden wegen ihres Alters oder ihrer Herkunft diskriminiert werden. Die Ratingagentur Fitch erwartet in einer ersten Einschätzung, dass die Versicherer ihre Preismodelle gründlich überarbeiten müssen. … Lesen Sie mehr ›

BaFin warnt vor dem digitalen Tante Emma-Prinzip

Der digitale Wandel könnte eine Neuauflage des Tante Emma-Prinzips in der Finanzwirtschaft ermöglichen, schreibt die Finanzaufsicht BaFin in ihrem neuen Magazin „BaFin Perspektiven“. Ähnlich wie Tante Emma-Läden verfügten Banken und Versicherer dank Big Data und künstlicher Intelligenz über immer detailliertere Informationen über jeden Kunden sowie dessen Wünsche und Bedürfnisse. Die BaFin zeigt sich jedoch skeptisch, ob Anbieter und Kunden von diesem Revival gleichermaßen profitieren. Gehe der Trend zu individuell gestalteten Produkten mit einer Preisdifferenzierung einher, könnten Finanzinstitute ihre Umsätze und Gewinne zulasten zahlungsbereiter Kunden steigern, ohne dafür eine höhere Gegenleistung zu erbringen. … Lesen Sie mehr ›