Schlagwort-Archiv für ‘DORA’

DORA-Start fordert Versicherer

 The Long View – Der Hintergrund  Ab dem 17. Januar 2025 gelten die Anforderungen des europäischen Digital Operational Resilience Act (DORA). Er bildet für den Finanzsektor den regulatorischen Rahmen für Maßnahmen zur Steigerung der Cybersicherheit, das Management von Risiken im IT- und Kommunikationstechnologie-Bereich sowie zur Stärkung der digitalen Resilienz. Auf die Versicherer wartet in diesem Jahr viel Arbeit, schließlich dürften nur wenige Gesellschaften alle Anforderungen zum Startzeitpunkt operationalisiert haben.

„Alle Unterlagen nur postalisch“

 Herbert Frommes Kolumne  Die IT vieler Versicherer ist in einem schlechten Zustand, deutlich schlechter als die der Banken. Inzwischen haben viele Vorstände erkannt, dass sie ein Problem haben. Wenn nicht, sorgen Kundenansprüche, DORA-Vorschriften und die BaFin dafür. Digitalisierung und KI-Nutzung? Machen wir, heißt es bei den meisten Gesellschaften. Aber die Realität ist davon weit entfernt. Manche Versicherer verlangen Schadenunterlagen ausschließlich per Post, wie unser Beispiel von der Concordia zeigt.

Krisenfeste Versicherer? Von wegen

 Herbert Frommes Kolumne  Die deutsche Wirtschaft ist unbestritten in einer Krise. Zahlreiche Unternehmen wollen Arbeitsplätze abbauen, die Konjunkturaussichten sind mau. Die meisten Versicherer glauben, dass sie davon kaum betroffen sind. Das Gegenteil ist der Fall. Jeder Konjunktureinbruch trifft auch die Versicherer. Dazu kommen hausgemachte Probleme. Einzelne Unternehmen wie Nürnberger oder Württembergische müssen kämpfen. Es riecht nach Konsolidierung.

Hielkema: Value for Money schafft Vertrauen

Wenn Versicherer relevant bleiben wollen, benötigen sie das Vertrauen der Verbraucher, mahnte Petra Hielkema, Chefin der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa, bei der Jahreskonferenz der Behörde. Um das zu erreichen sei es unumgänglich, Policen mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis anzubieten. Mit Argwohn betrachtet Hielkema die EU-Kleinanlegerstrategie, die nach ihrer Meinung eine zu hohe Komplexität erreicht hat. Sie will eine Überprüfung des Gesetzes erreichen.

Ist das Regulierung oder kann das weg?

DORA, KI-Verordnung, Solvency II-Review, IRRD, CSRD, EU-Lieferkettengesetz – die Versicherer ächzen unter der Flut an Regulierung aus Brüssel. Auch die Aufseherinnen von Eiopa Petra Hielkema und der BaFin Julia Wiens plädieren für weniger Bürokratie. Wie das am besten zu bewerkstelligen ist, darüber scheiden sich jedoch die Geister, wie eine Diskussionsrunde auf der Jahreskonferenz der Versicherungsaufsicht in Bonn zeigte.

Stuttgarter-Chef Bader kritisiert EU-Regulierung

Die aktuellen EU-Regulierungsvorhaben DORA, CSRD und die Kleinanlegerstrategie bedeuten viel Aufwand, vor allem für kleinere Versicherer, kritisierte Stuttgarter-Chef Guido Bader auf einer Fachkonferenz. So kosteten die Anforderungen aus der IT-Sicherheitsverordnung DORA das Unternehmen 2.000 Personentage. Die Lage der Lebensversicherer in Deutschland sei stabil, so Bader. Allerdings schrumpfen erstmals die Kapitalanlagen und die Stornozahlen steigen. Auch zu der geplanten Fusion mit dem Krankenversicherer SDK äußerte sich Bader.

DORA ist Chefsache

  Legal Eye – Die Rechtskolumne  Versicherungsunternehmen bereiten sich aktuell auf die ab dem 17. Januar 2025 geltenden Anforderungen des Digital Operational Resilience Acts (DORA) vor: Sie aktualisieren interne Informationssicherheitsleitlinien und Zugriffsberechtigungskonzepte, ergänzen Verträge mit IT-Dienstleistern und arbeiten nicht zuletzt an den Prozessen für die Erkennung, Behandlung und Meldung von Vorfällen mit Bezug zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Wenig Beachtung hat bislang die Tatsache gefunden, dass die DORA-Compliance in deutschen Versicherungsunternehmen in die alleinige Verantwortung des Vorstands fallen wird.

KI: Mehr als nur ein Chatbot

Spätestens seit dem Hype um generative künstliche Intelligenz (KI) will auch die Assekuranz die Trendtechnologie nutzen. Johannes Hötter, Mitgründer des Insurtechs Kern AI, sieht vielfältige Einsatzmöglichkeiten von KI in der Versicherungsbranche über die Nutzung von Chatbots hinaus. Am Beispiel seines eigenen Unternehmens zeigte er auf einer Fachkonferenz auf, wie die Technologie spezifisch auf einzelne Versicherer ausgerichtet werden kann.

DORA – Der Countdown für die Umsetzung läuft

 The Long View – Der Hintergrund  Mit dem Digital Operational Resilience Act (DORA) will die EU den europäischen Finanzmarkt gegenüber Cyberrisiken und Vorfällen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie stärken. Mit dem Näherrücken der Frist für die Umsetzung der Richtlinie zum 17. Januar 2025 steigt die Notwendigkeit für Versicherer, Maßnahmen zur Umsetzung zu ergreifen, um noch rechtzeitig DORA-Compliance zu erreichen. Wer damit noch nicht begonnen hat, sollte keine Zeit verlieren.

Ein KI-Sandkasten für Versicherer

 Exklusiv  Jens Ringel, Geschäftsführer der Versicherungsforen Leipzig, ist fest davon überzeugt, dass die Assekuranz bei der Entwicklung neuer KI-Technologien an einem Strang ziehen sollte. Mit der KI-Versicherungsinitiative Xplore GenAI sei man diesem Ziel näher gekommen, sagte er im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Ziel der Brancheninitiative ist es, die Potenziale der generativen künstlichen Intelligenz gemeinsam zu erschließen, auch im Hinblick auf die Strategie und die notwendigen Kompetenzen für Mitarbeitende und Führungskräfte.

Die größten Risikosorgen der Manager

Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Mitarbeiter oder Zulieferer werden von Managern weltweit derzeit als das größte Risiko für eine mögliche persönliche Haftung angesehen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Versicherungsmaklers Willis Towers Watson und der Anwaltskanzlei Clyde & Co. hervor. Das ist neu: In den drei Jahren zuvor waren es die Cyber-Risiken, die den Managern die größten Sorgen bereiteten. In Deutschland ist das immer noch so, hierzulande machen Cyberangriffe und Datenverlust die größten Sorgen. Umweltrisiken werden global als weniger wichtig wahrgenommen.

BaFin von Signa-Exposure der Versicherer überrascht

Das Investment-Exposure der deutschen Versicherer bei Gewerbeimmobilien treibt die BaFin derzeit gewaltig um. Die deutsche Finanzaufsicht legt vor dem Hintergrund des Signa-Debakels aktuell besonderes Augenmerk auf die entsprechenden Risiken der Gesellschaften, betonte Julia Wiens, die neue Chefin der BaFin-Versicherungsaufsicht, beim Insurance Summit des GDV. Die Behörde erwarte von den Versicherern in der Kapitalanlage, insbesondere bei Immobilien- und Unternehmensanlagen, aber auch in der IT gutes Risikomanagement, betonte Wiens bei ihrer ersten Rede vor der Branche.

BaFin warnt vor Risiken durch IT-Dienstleister

Viele Banken und Versicherer lagern Aufgaben an externe IT-Firmen aus. Prominentestes Beispiel ist die Nutzung von Cloud-Diensten. Weil der Markt von wenigen großen Cloud-Anbieter beherrscht wird, kann eine IT-Störung bei nur einer Firma zu gravierenden Problemen bei Unternehmen aus dem Finanzsektor führen, warnt BaFin-Chef Mark Branson. Cyberangriffe und IT-Pannen sieht die Behörde aktuell als die größten Risiken für Banken und Versicherer.

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