Archiv ‘Elementarschadenversicherung’

Zurich will der „Flutdemenz“ den Kampf ansagen

Fast ein Jahr ist die Flutkatastrophe infolge von Tief „Bernd“ her, die Bilder des von Wassermassen verwüsteten Ahrtals oder des schweren Erdrutsches nahe eines Tagebaubetriebs in Erftstadt sind noch allgegenwärtig. Viele Schäden hätten allerdings abgemildert oder verhindert werden können, stellt die Zurich in einer Ereignisanalyse fest, die Experten des Zurich Flood Resilience Programs gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern erstellt haben. Der Versicherer hat die Studie am Donnerstag vor Journalisten bei einer Besichtigung der Katastrophengebiete an Ahr und Erft vorgestellt. Schadenvorstand Horst Nussbaumer skizzierte dabei auch, welche Konsequenzen das Ereignis für die Versicherungsbranche hat. … Lesen Sie mehr ›

Forderungen nach Pflichtversicherung werden lauter

Nach jedem Unwetter werden sie laut: die Forderungen nach einer Pflichtversicherung gegen Elementarschäden. Denn der Staat will nicht länger für Schäden aufkommen, gegen die sich die Menschen eigentlich versichern können. Nun hat sich mit dem nordrhein-westfälischen Justizminister Peter Biesenbach ein weiterer Politiker für die Einführung einer Versicherungspflicht ausgesprochen. Denn letztendlich trete sonst die Allgemeinheit für die Gebäudeschäden ein, sagte er dem Handelsblatt. … Lesen Sie mehr ›

Naturkatastrophen 2021 teurer als bisher geglaubt

Der Rückversicherer Swiss Re hat seine Schätzung zu den versicherten Schäden durch Naturkatastrophen im vergangenen Jahr nach oben korrigiert: Jetzt geht der Konzern von weltweit 111 Mrd. Dollar aus, nach 105 Mrd. Dollar bei der ersten Schätzung Ende Dezember 2021. Vor allem sogenannte sekundäre Naturgefahren wie Überschwemmungen kosteten die Versicherer viel Geld. Das bekamen auch deutsche Gesellschaften durch das Juli-Hochwasser zu spüren. Swiss Re verweist aber auch auf die „gravierende Deckungslücke“ zwischen wirtschaftlichen und versicherten Überschwemmungsschäden hierzulande, die es zu schließen gelte. … Lesen Sie mehr ›

Asmussen: „Der entscheidende Punkt ist der Bestand“

Wenn es darum geht, die Verbreitung der Elementarschaden-Deckungen bei privaten Haushalten zu erhöhen, sollten neben dem Neugeschäft in der Wohngebäudeversicherung auch alle bestehenden Verträge zu einem bestimmten Stichtag auf „vollintegrierte“ Policen umgestellt werden. Das sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen bei einer Veranstaltung des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen. Bestandskunden sollten allerdings ebenso wie Neukunden die Option erhalten, das risikoadäquat kalkulierte Angebot explizit abzuwählen. Zudem seien für eine solche Überleitung rechtliche Vorkehrungen nötig. … Lesen Sie mehr ›

Sachverständige fordern Elementar-Versicherungspflicht

Der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen plädiert nach der Flutkatastrophe in Deutschland im vergangenen Jahr dafür, schnell eine Versicherungspflicht für Elementarschäden einzuführen. Das beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz angesiedelte Gremium untermauert seine Forderung mit den Ergebnissen einer aktuellen Online-Befragung und einem beim Regensburger Verfassungsrechtler Thorsten Kingreen in Auftrag gegebenen Gutachten, das ein Obligatorium für vereinbar mit Verfassungs- und EU-Recht hält. … Lesen Sie mehr ›

Reichelt: „Das können wir besser“

Das Juli-Hochwasser durch Sturm „Bernd“ hat drastisch vor Augen geführt, dass in Deutschland immer noch zu wenige Hausbesitzer gegen Elementarschäden versichert sind. Daran trägt die Versicherungsbranche eine gewisse Mitschuld, aber auch der Staat, glaubt Frank Reichelt, Chef für Nord-, Zentral- und Osteuropa bei der Swiss Re. Die Versicherer hätten den Wert der Deckung nicht gut genug erklärt. „Das können wir besser machen“, sagte er bei einer virtuellen Pressekonferenz. Auch den Verkauf des Hochwasserschutzes als Zusatzdeckung betrachtet er als Fehler. … Lesen Sie mehr ›

Grüne fordern Elementarschutz als Standard

Die Grünen haben sich bei der Debatte über den 30 Mrd. Euro schweren Aufbaufonds für die Hochwassergebiete mit einem Antrag zu Stärkung des Katastrophen- und Hochwasserschutzes positioniert. Die Partei beschäftigt sich darin auch mit der Frage, wie die geringe Verbreitung der Elementarschadendeckung erhöht werden kann. Außerdem liegt eine Kleine Anfrage der Partei an die Bundesregierung zum Thema Pflichtversicherung vor. … Lesen Sie mehr ›

„Bernd“ trifft Gothaer, Hilfsfonds im Bundestag

Nächste Wasserstandsmeldung zu „Bernd“: Die Gothaer schätzt den versicherten Schaden vor Rückversicherung auf bis zu 450 Mio. Euro, 140 Mio. Euro sind bereits ausgezahlt. Auch der führende Autoversicherer HUK-Coburg äußert sich zu den Folgen der Juli-Fluten. Die Neuigkeiten kommen kurz bevor sich der Bundestag mit dem geplanten Hilfsfonds in Höhe von 30 Mrd. Euro beschäftigt. Eine aktuelle Studie beziffert unterdessen, wie stark der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit von Starkregen erhöht. … Lesen Sie mehr ›

Der Klimawandel muss unser aller Handeln bestimmen

 The Long View – Der Hintergrund  Es mangelt nicht an guten Worten und hehren Zielen für den Klimaschutz – bei der Umsetzung hapert es aber gewaltig. So liefert auch der Weltklimarat in seinem jüngsten Bericht erschreckende Prognosen. Versicherer legen sich bei der Suche nach neuen Wegen zur nachhaltigen Absicherung von Naturgefahrenrisiken keine Denkverbote auf. Eine Versicherung gegen Elementarschäden kann und muss aber auf einem privatwirtschaftlichen und risikobasierten Fundament stehen. Denn Risiken bekommen erst durch Versicherer ein klares Preisschild. … Lesen Sie mehr ›

VZBV will Elementardeckungen unters Volk bringen

Weniger als die Hälfte der Hausbesitzer in Deutschland sind gegen Elementarschäden versichert. Weil eine entsprechende Versicherungspflicht bislang nicht zustande gekommen ist, will der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) die Verbreitung von Elementardeckungen auf anderem Wege erreichen: Die Versicherer sollten Verbrauchern grundsätzlich eine Komplettdeckung anbieten – der Kunde muss den Elementarbaustein explizit abwählen. Zudem sollten die Anbieter verpflichtet werden, die entsprechende Umstellung von Altverträgen zu unterstützen. … Lesen Sie mehr ›

Wer ist denn nun eigentlich schuld?

 Meinung am Mittwoch  Nach den Überschwemmungen durch Sturm „Bernd“ stellt sich einmal wieder die Frage, wer die Verantwortung trägt für das Dilemma mit der Elementarschadenversicherung, oder besser gesagt, das Dilemma ohne die Elementarschadenversicherung: Die Versicherer, die Politik, die Kommunen oder die Immobilienbesitzer? Es wird ein Schuldiger gesucht, geredet und geredet und dann wieder vergessen – so war es bisher immer nach Hochwasserkatastrophen. Dieses Mal gilt es, zukunftsfähige Konzepte zu finden. … Lesen Sie mehr ›

Flut-Pflichtversicherung? Kein Problem

Eigentlich sind die deutschen Versicherer klar gegen eine Pflichtversicherung für Elementarschäden. Aber Munich Re-Chef Joachim Wenning stellt im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor klar, dass die Branche eine solche Pflicht durchaus stemmen könnte. Allerdings sei sie kein Allheilmittel – und die Branche sollte vermeiden, aktiv dafür einzutreten, sagt Wenning im ersten Teil des Interviews. Das könnte ihr sonst zum Verhängnis werden. … Lesen Sie mehr ›

„Bernd“ zieht viele Schäden und Spenden nach sich

Nach den ersten Schätzungen zu den Gesamtschäden durch Sturm „Bernd“ für die Assekuranz hat mit der R+V nun einer der ersten Versicherer Zahlen zu den eigenen Schäden veröffentlicht. Die Summe der bisher eingereichten Schäden beträgt 167 Mio. Euro. Es könnte das teuerste Naturkatastrophenjahr überhaupt für die R+V werden. Auch bei der Solidarität zeigt sich ein enormes Ausmaß. Freiwillige fahren in die Krisengebiete, um aufzuräumen, Baumärkte spenden Geräte, und viele Versicherer haben Hilfsaktionen wie Spenden und psychologische Hilfe gestartet. … Lesen Sie mehr ›

Merkel gegen verpflichtende Elementarversicherung

Sturm „Bernd“, der in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und inzwischen auch in weiteren Bundesländern hohe Flutschäden verursacht und mindestens 159 Menschenleben gekostet hat, löst eine erneute Debatte um eine verpflichtende Elementarschadensversicherung für Hausbesitzer aus. Während sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Blick auf unverhältnismäßig hohe Prämien gegen eine solche Lösung ausspricht, wollen die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und weitere Politiker das Vorhaben vorantreiben. … Lesen Sie mehr ›