Exklusiv Der britische Versicherer Aviva zahlt seinen am geringsten verdienenden Beschäftigten einen einmaligen Bonus aus, damit sie die rapide gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten bewältigen können. Das haben schon einige britische Finanzunternehmen getan. In Deutschland sieht das anders aus. Keiner der vom Versicherungsmonitor befragten Versicherer hat bislang einen Energiebonus überwiesen. Manche denken aber über Boni oder Lohnerhöhungen nach.
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Meag legt neuen Infrastruktur-Fonds auf
Meag, der Vermögensverwalter der Munich Re und der Ergo hat einen neuen Fonds aufgelegt. Darüber können sich institutionelle Investoren erstmals mit Eigenkapital an Unternehmen und Projekten in den Bereichen Infrastruktur, digitale Infrastruktur, Energiewirtschaft und nachhaltiger Transport beteiligen. Bislang hatte Meag nur ein Fremdkapitalprodukt im Bereich Infrastruktur im Angebot. Besonders klimaschädliche Investments schließt der Vermögensverwalter bereits aus.
Munich Re: „Ernten weiter die Margen des Hartmarktes“
Die heftigen Marktturbulenzen haben die Munich Re im ersten Halbjahr stark getroffen: Bei IFRS-Betrachtung brach das Anlageergebnis von 3,6 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf 2 Mrd. Euro ein, die Anlagerendite sank von 2,8 Prozent auf 2,0 Prozent. Das Ergebnis ging von 1,7 Mrd. Euro auf 1,4 Mrd. Euro zurück. Die verbesserten versicherungstechnischen Ergebnisse sorgten für einen gewissen Ausgleich. An der Ergebnisprognose von 3,3 Mrd. Euro für das Gesamtjahr will Konzernchef Joachim Wenning daher festhalten. Das heißt: Munich Re muss in der zweiten Jahreshälfte knapp 2 Mrd. Euro Gewinn einfahren.
Ein schwerer Sommer für Reiseversicherer
Exklusiv Reiseversicherer haben es derzeit nicht einfach. Die Situation an vielen deutschen und internationalen Flughäfen scheint außer Kontrolle geraten zu sein. Passagiere müssen viele Stunden anstehen, Flüge werden gestrichen und Gepäck geht verloren. Gleichzeitig mehren sich in den Ferien die Covid-Fälle und viele Reisende sagen ihren Urlaub ab. Die Schäden mancher Versicherer steigen deshalb besonders signifikant.
Ärger über Versicherer im Ahrtal
Exklusiv Drei Viertel der „Bernd“-Schäden aus dem vergangenen Sommer sind reguliert, meldete der GDV Anfang Juli. Ganz so rosig ist die Lage jedoch nicht, sagt Anwalt Markus Gerd Krämer, der rund 80 Kunden aus dem besonders stark getroffenen Ahrtal vertritt. Sorgen bereitet ihm das ausstehende Viertel der Schadenfälle. Nicht alle Versicherer verhielten sich vorbildlich, kritisiert er im Interview. Einige seien bei der Schadenregulierung einfach nur unflexibel und hielten an „Schema F“ fest. Andere versuchten offenbar aufgrund der hohen Schadenbelastung, Auszahlungen zu verschleppen oder Kunden so lange mürbe zu machen, bis sie zu Kompromissen bereit sind.
Adesso: „Beim Run-off legen wir gerade erst los“
Exklusiv Der Trend zur Abwicklung von Beständen in der Lebensversicherung wird so schnell nicht zum Erliegen kommen. Der Run-off-Markt wird weiter zulegen, auch für Bestandsübertragungen auf Dienstleister. Davon zeigt sich Michael Kenfenheuer überzeugt, Vorstandschef des Softwareanbieters Adesso. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklärt er, warum Adesso über seine neue Abwicklungsplattform Afida davon profitieren kann.
Friday: Mehr Aufgaben für Baldus, Steinkühler geht
Leute – Aktuelle Personalien Beim Digitalversicherer Friday gibt es Veränderungen in der Führungsriege: Der für die Entwicklung neuer Produkte und neuer Märkte zuständige Simon Baldus (Bild) wird zusätzlich Chief Product Officer. Finanzchef Dominik Steinkühler, erst seit vergangenem Sommer an Bord, verlässt das Berliner Unternehmen Ende November wieder. Außerdem: Aon hat eine neue Head of Automotive, das Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft einen neu zusammengesetzten Vorstand und die Ergo Leben eine neue Vorständin.
Immobilien und Run-off
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: EY-Analyse zu Immobilienanlagen der Versicherer und Run-off.
„It’s the IT, stupid“
Herbert Frommes Kolumne Mit der Devise „It’s the economy, stupid” gewann Bill Clinton 1992 die Präsidentschaftswahl in den USA. „Es geht um die Wirtschaft, Dummkopf“, hatten die Wahlkampfstrategen ihm eingehämmert. Die Versicherungswirtschaft kann den leicht abgewandelten Spruch gut gebrauchen. Denn es stellt sich immer deutlicher heraus, dass der Zustand ihrer IT viele Unternehmen so quält, dass sie nicht handlungsfähig sind. Das zeigt sich aktuell in den Bewegungen im Run-off-Markt für Lebensversicherungsbestände.
Elementarschutz muss zum Standard werden
The Long View – Der Hintergrund Spätestens die Sommerflut im vergangenen Jahr sollte den Menschen deutlich gemacht haben: Starkregen und Überschwemmungen können jeden treffen. Zwar sind die Abschlüsse von Policen gegen Elementarschäden nach Sturmtief „Bernd“ gestiegen. Trotzdem haben mehr als acht Millionen Hauseigentümer in Deutschland ihre Immobilien noch immer nicht gegen Extremwetter abgesichert. So ist es kaum verwunderlich, dass der Ruf nach einer Pflichtversicherung lauter wird. Das birgt aber auch Nachteile.
Ergo vermarktet Abwicklungsplattform Thipara
Der Ergo-Konzern hat damit begonnen, die Abwicklungsplattform Thipara aktiv anzubieten. Das Gemeinschaftsunternehmen mit IBM soll Versicherern mit veralteter IT helfen, stillgelegte Bestände zu verwalten. Dafür sehen Ergo und IBM zurecht einen großen Markt. „lch glaube, dass am deutschen Markt 90 Prozent des Lebensversicherungsgeschäfts de facto im Run-off ist“, sagte Ergo-Manager Frank Wittholt der „Börsen-Zeitung“. Große Zweifel gibt es in der Branche allerdings daran, ob Thipara wirklich lieferfähig ist.
Fitch: Schadenversicherer trotzen Flutkatastrophe
Die deutschen Schadenversicherer haben im vergangenen Jahr trotz der Flut infolge des Tiefs „Bernd“ technische Gewinne von zusammen 2,5 Mrd. Euro erwirtschaftet. Dazu trugen die Rückversicherer entscheidend bei, so die Ratingagentur Fitch. Ohne Rückdeckung hätte es technische Verluste gegeben. Von den zehn größten deutschen Schadenversicherern ist die Provinzial der einzige Ausreißer mit einer Schaden- und Kostenquote von deutlich mehr als 100 Prozent.
Clark und Vertriebschef Dirk Benz trennen sich
Leute – Aktuelle Personalien Dirk Benz (Bild), erst im Mai neu als Vertriebschef zum Digitalmakler Clark gestoßen, verlässt das Unternehmen schon wieder. Außerdem: Der Digitalversicherer Friday möchte im Maklergeschäft Fuß fassen und ernennt Nobert Reimann zum neuen Leiter Maklervertrieb. Beim Lufthansa-Versicherer Delvag übernehmen zwei langjährige Mitarbeiter die Leitung des Bereichs Luftfahrtversicherung. Personelle Veränderungen gibt es auch bei Axa Partners, Ergo, Everest Re, Miller sowie Howden.













