Archiv ‘Industrieversicherung’

Marsh schlägt War Risk-Pool vor

Die Ukraine braucht viel Geld für den Wiederaufbau, aber ohne entsprechende Versicherung – inklusive Kriegsrisikodeckungen – werden Investoren kaum ins Land kommen. Das befürchtet der Großmakler Marsh McLennan. Konzernchef John Doyle schlug deshalb bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen die Schaffung eines speziellen Kriegsrisiko-Pools für die Ukraine vor. Mit den Zahlen war Doyle zufrieden, die gute Konjunktur für die Industrieversicherung hilft.

Wie Industrieversicherer um Fachkräfte werben

 Meinung am Mittwoch  Industrieversicherer haben es im Kampf um junge Talente schwer. Die Generation Z denkt da eher an Herrn Kaiser, den stereotypen Versicherungsvertreter aus der Werbung, als an einen anspruchsvollen und abwechslungsreichen Job in internationalem Umfeld, der keine Routinen kennt und facettenreiche und attraktive Perspektiven in einem Wachstumsfeld bietet. Unser Job ist es, dieses Universum der attraktiven Möglichkeiten zu vermitteln. Darin können wir alle besser werden.

AGCS: Elf Trends prägen künftig die Berufshaftpflicht

Der Brand des Grenfell-Towers in London hat Folgen für die Berufshaftpflichtversicherung von Bau-Spezialisten. Ein neuer Bericht des Industrieversicherers AGCS zählt strengere Regeln für die Bausicherheit in Folge des Unglücks zu den bedeutendsten Haftungsrisiken in der künftigen Entwicklung der Sparte. Auch Cyberrisiken nehmen eine führende Rolle in der Rangliste ein. Eine Auswertung der Schadenfälle der vergangenen 20 Jahre zeigt auf, welche Branchen besonders viele Großschäden erlebt haben.

Charlotte Hedemark Hancke wird Ferma-Präsidentin

 Leute – Aktuelle Personalien  Mitte Oktober bekommt die europäische Risikomanager-Vereinigung Ferma eine neue Präsidentin. Dann folgt Charlotte Hedemark Hancke, Risikomanagerin bei SAP in Kopenhagen, auf Amtsinhaber Dirk Wegener, den Versicherungschef der Deutschen Bank. Zudem übernimmt Anthony Vassallo beim Industrieversicherer AGCS die neu geschaffene Position des Global Head of Natural Resources. Die Allianz-Tochter will ihre Präsenz im Bereich erneuerbare Energien und grüne Technologien ausbauen.

Verlängerung für Karuth-Zelle und Townsend

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Allianz hat die Verträge für die Vorstände Barbara Karuth-Zelle und Christopher Townsend bis zum Dezember 2028 verlängert. Zelle wird weiterhin als Group Chief Operating Officer tätig sein, Townsend verantwortet neben den Global Insurance Lines, der Global Commercial Insurance und der Rückversicherung die angelsächsischen Märkte, Iberien, Lateinamerika, den Nahen Osten und Afrika. Auf beide warten herausfordernde Aufgaben.

Zurich und Aon mit neuer Industrieplattform

Eine Reihe von Versicherern hat gemeinsam mit Risikokapitalgebern und Investmentgesellschaften eine neue Plattform auf den Markt gebracht. Sie soll die Kommunikation zwischen Versicherern, Maklern und Industriekunden vereinfachen. Über „Big Ticket“ sollen Versicherungsverträge reibungslos erneuert werden und Daten einfacher ausgetauscht werden können. Für Risikomanager soll die Nutzung kostenlos sein.

Fallende D&O-Prämien bei steigenden Risiken – echt jetzt?

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Nach Jahren sinkender Kapazitäten, steigender Prämien und schärferer Bedinungen hat sich der deutsche D&O-Markt stabilisiert. In den USA deutet sich sogar eine Wende in Richtung sinkender Preise an. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Trend nicht auch nach Deutschland rüber schwappt. Das nun erreichte auskömmliche Preisniveau war hierzulande lange überfällig. Zudem warten neue Risiken und damit Herausforderungen auf die D&O-Versicherer.

Fettes Jahr für Cyberversicherer

Nach einigen Jahren mit hohen Schäden, haben auch die Cyberversicherer in den USA 2022 wieder einen saftigen Gewinn eingefahren. Die Ratingagentur Moody’s schätzt die Schaden- und Kostenquote auf 73 Prozent. Zuvor hatte der Versichererverband GDV schon von einer Quote von 80 Prozent für die deutschen Versicherer gesprochen. Entspannung sieht die Ratingagentur auch bei Kapazitäten und Preisen. Allerdings könnte sich die Situation wieder schnell drehen.

Das Cyber-Risiko ist versicherbar

 Meinung am Mittwoch  Immer wieder postulieren wir, dass die Risikolandschaft für Unternehmen komplexer geworden ist und dass Absicherungskonzepte nicht mehr mit Blick in den Rückspiegel, sondern vorausschauend gedacht und gemacht werden müssen. Dabei ist die Industrieversicherung und damit der Transfer von Risiken nicht die einzige Lösung. Unternehmen müssen sich mit ihren individuellen Risiken mehr beschäftigen, sie noch ernster nehmen. Das gilt auch für die Cyber-Sicherheit.

Makler Gayen & Berns Homann vor dem Verkauf

 Exklusiv  Das Hamburger Maklerhaus Gayen & Berns Homann (GBH) steht nach Informationen des Versicherungsmonitors vor dem Verkauf. Die Eigner haben den Prozess als Auktion organisiert, das Bieterfeld soll schon stark zusammengeschmolzen sein. Geschäftsführer Malte Mengers dementierte den Verkaufsprozess nicht, wollte aber keinerlei Fragen dazu beantworten.

Cyberversicherer machen wieder Gewinn

Nach einem verlustreichen Jahr 2021, in dem die deutschen Cyberversicherer eine Schaden- und Kostenquote von mehr als 120 Prozent verzeichnet hatten, scheinen die Geschäfte im vergangenen Jahr wieder profitabler gewesen zu sein. GDV-Cyberexperte Peter Graß sprach auf einer Fachveranstaltung von einer Quote von 80 Prozent, warnte aber davor, das gleich als Argument für Kapazitäts- und Bedingungsausweitungen zu nutzen. Der Verband überarbeitet momentan seine Musterbedingungen – auch der Kriegsausschluss soll künftig anders aussehen.

Nagler wechselt von AIG zu Gallagher

 Exklusiv  Deutschlandchef Alexander Nagler verlässt nach 24 Jahren den US-Versicherer AIG und wechselt nach Informationen des Versicherungsmonitors zum Makler Arthur J. Gallagher. Für Gallagher soll er eine starke Organisation in Kontinentaleuropa aufbauen. Der Makler mit globalem Anspruch muss in der Region dringend wachsen. Nagler kann auf Schützenhilfe eines Weggefährten zählen, mit dem er seit Jahren bei AIG zusammenarbeitet.

Milliardenübernahme durch Talanx

Der Talanx-Konzern hat mehrere Ländergesellschaften des US-Versicherers Liberty Mutual in Lateinamerika gekauft. Damit steigert der Konzern das Geschäft in der Region um 1,7 Mrd. Euro Prämie und wird dort zur Nummer drei im Privat- und Gewerbekundenmarkt. Er zahlt für die Übernahme der Versicherer in Brasilien, Chile, Kolumbien und Ecuador 1,38 Mrd. Euro. In drei Märkten ist der Versicherer bereits aktiv, wie hier in Santiago de Chile.

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