Herbert Frommes Kolumne Mit Drohnen haben bisher unbekannte Täter den zweitgrößten britischen Flughafen Gatwick 36 Stunden lahmgelegt. Die meisten Kunden mit Reiseversichersicherungspolicen werden wohl kaum eine Erstattung erhalten. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Versicherer die Ereignisse als terroristische Angriffe sehen, die von der Deckung ausgeschlossen sind. Der Ausschluss wegen Terror und Krieg spielt auch in einem anderen Fall eine große Rolle – die Zurich verweigert als Cyberversicherer die Zahlung eines Schadens, weil sie ihn als Teil einer Kriegsführung interpretiert. Die Versicherungswirtschaft muss aufpassen, dass sie ihre mühselig verbesserte Reputation nicht durch Einzelaktionen wieder aufs Spiel setzt. … Lesen Sie mehr ›
Meinung am Mittwoch Portfoliooptimierung, Konsolidierung, Fusionen und Übernahmen (M&A), Cyber-Risiken, Brexit – die Herausforderungen für Industrieversicherer waren in diesem Jahr vielfältig und werden die Branche auch 2019 beschäftigten. Spannend bleibt es trotzdem, denn sowohl Konsolidierung als auch das weiter rotierende M&A-Karussell lassen viel Raum für Überraschungen. Klar ist: Rationalität muss in der Industrieversicherung wieder die Oberhand gewinnen. Ob und in welchem Umfang das schon 2019 gelingt, wird die zentrale Frage sein. … Lesen Sie mehr ›
Der weltweite Angriff mit der Windows-Malware Notpetya im vergangenen Jahr legte die IT bei vielen großen Unternehmen lahm. Auch dem US-Lebensmittelhersteller Mondelez, der durch Marken wie Milka und Toblerone bekannt ist, entstand ein Schaden von über 100 Mio. Dollar. Jetzt verklagt das Unternehmen die Zurich in den USA, bei der es eine Sachversicherung abgeschlossen hat, die auch IT-Ausfälle aufgrund von Schadensoftware deckt. Der Versicherer verweigert die Zahlung des Schadens, weil er die Attacke als kriegsähnliche Handlung wertet. Sollte sich die Zurich durchsetzen, könnte das dem Markt für Cyberversicherungen einen empfindlichen Dämpfer versetzen. … Lesen Sie mehr ›
Neue Technologien und die Gefahren durch Cyberangriffe werden die Schadensituation für große Konzerne in der Zukunft stark verändern. Momentan sind es allerdings noch klassische Ursachen, die für Versicherer besonders teuer werden. Die größten Schäden für die Assekuranz und ihre Unternehmenskunden entstehen weltweit nach wie vor durch Feuer und Explosionen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Industrieversicherers AGCS hervor. Dabei steigen die Schadensummen, die für Versicherer und Konzerne auf dem Spiel stehen, tendenziell an. Das liegt unter anderem auch an immer weiter steigenden Kosten durch Betriebsunterbrechungen. … Lesen Sie mehr ›
Die Kanzlei Clyde & Co warnt in einer aktuellen Studie vor neuen Haftungsrisiken für Unternehmen durch den Klimawandel. Auf Unternehmen vieler Branchen kämen dadurch Schadenersatzansprüche zu, wegen möglicher Schäden an Infrastrukturen und Eigentum, sowie durch Vermögensschäden. Nicht nur die Unternehmen, sondern auch das Management könnte zur Verantwortung gezogen werden. Der Klimawandel biete für Industrieversicherer Herausforderungen und Chancen. … Lesen Sie mehr ›
Das noch junge Geschäft der Versicherer mit Cyberpolicen nimmt derzeit ordentlich an Fahrt auf. Mit Siemens und dem Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen denken zwei wichtige Konzerne über den Abschluss einer solchen Versicherung nach. Das bestätigten IT-Manager der Unternehmen auf einer SZ-Konferenz in Köln. In Sachen Cyberversicherung findet ein Umdenken statt, sagte Jürgen Sturm, IT-Chef von ZF Friedrichshafen. Der Airbus-Konzern hat kürzlich eine Cyberpolice abgeschlossen. … Lesen Sie mehr ›
Der Schweizer Versicherer Zurich will näher an den Kunden ran. Das sei wichtiger als große Zukäufe, betonte Unternehmenschef Mario Greco beim Investorentag des Versicherers. Eine konsequente Orientierung auf den Kunden bringe langfristig mehr Wachstum als große Übernahmen, ist er überzeugt. Um die Kundenbasis zu verbreitern, setzt Zurich eher auf Partnerschaften, etwa mit Banken oder Insurtechs. Greco versprach den Aktionären eine hohe Dividende, blieb aber konkrete Zahlen schuldig. … Lesen Sie mehr ›
Die Allianz geht mit einer neuen Versicherungsstrategie Cyberrisiken an, die Schäden in anderen Verträgen als der reinen Cyberversicherung verursachen könnten, genannt „Silent Cyber“. Der konzerneigene Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) benennt und definiert ab Januar 2019 in allen Neuverträgen explizit das enthaltene Cyberrisiko. Durch Cybervorfälle ausgelöste reine Vermögensschäden sind durch eine Cyberpolice abgedeckt, nicht durch eine reguläre Sachversicherung, teilt die Allianz mit. Die neue Cyber-Versicherungsstrategie gilt für alle Firmen-, Industrie-, und Spezialversicherungsprodukte der Allianz. … Lesen Sie mehr ›
Herbert Frommes Kolumne Ergo ist mit dem Plan gescheitert, einen eigenen globalen Industrieversicherer aufzubauen. Das Geschäftsvolumen außerhalb der Hauptmärkte hätte die Fortdauer des Projektes nicht gerechtfertigt, heißt es. Aber möglicherweise haben die Chefs in München einfach nur erkannt, dass ihr Auftritt in der Industrie- und Gewerbeversicherung schon jetzt unübersichtlich genug ist – auch ganz ohne die Ergo International Corporate Solutions. Die Munich Re muss dringend darüber nachdenken, hier aufzuräumen und für die Industriekunden einen einzigen globalen Risikoträger zu schaffen. Das würde auch Investoren gefallen. … Lesen Sie mehr ›
Die globalen Prämien für Industrieversicherungen sind das vierte Quartal in Folge leicht gestiegen, berichtet Marsh, aber in Europa sinken sie. Der spartenübergreifende Index, den der Großmakler regelmäßig veröffentlicht, zeigt für das dritte Quartal 2018 weltweit ein Plus von 1,4 Prozent, nach 1,2 Prozent im zweiten Quartal. Ursächlich für den Zuwachs waren vor allem die Schadenversicherung sowie die Sparte Financial Lines, insbesondere die D&O-Versicherung. Erneut fielen die Preisanstiege in Australien besonders hoch aus. In Europa gingen die Preise dagegen um 1,5 Prozent zurück. … Lesen Sie mehr ›
Leute – Aktuelle Personalien Der langjährige Finanzchef des Arag-Konzerns Werner Nicoll geht Mitte April 2019 in den Ruhestand. Der Düsseldorfer Versicherer ordnet in diesem Zuge den Vorstand neu und schafft ein kombiniertes Ressort für Konzernfinanzen und Rechnungswesen, das der erfahrene Arag-Manager Wolfgang Mathmann übernehmen soll. Außerdem: Torsten Uhlig wird bei der Signal Iduna zum 1. Juli 2019 Vorstand für Vertrieb und Marketing. Frank Werner rückt Anfang 2019 in den Vorstand der zur Versicherungskammer Bayern gehörenden Saarland Versicherungen. Martin Sturzlbaum wird ab 2019 zusätzlich zu seinem Vorstandsposten bei der Generali Österreich Vorstandschef der Generali-Tochter Bawag PSK Versicherung. … Lesen Sie mehr ›
Der französische Versicherer Axa nimmt Asien ins Visier. Dort will die Gesellschaft kräftig zulegen, allen voran im chinesischen Markt. Am Dienstag hatte der Konzern bereits die komplette Übernahme seines chinesischen Gemeinschaftsunternehmens Axa Tianping für 584 Mio. Euro angekündigt. Beim Investorentag in London stellte Axa-Chef Thomas Buberl den Anlegern zudem höhere Synergieeffekte aus dem Zukauf des Industrie- und Rückversicherers XL, mehr Dividende und Aktienrückkäufe sowie eine höhere Eigenkapitalrendite in Aussicht. … Lesen Sie mehr ›
Die Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) bietet Kunden in der Produkthaftpflichtversicherung ein Programm zur Risikoanalyse bei der Verarbeitung chemischer Substanzen an. Unternehmen aus der Chemie- oder Pharmaindustrie sollen mithilfe des Analyse-Tools der US-Firma Praedicat eine schnelle Übersicht über den wissenschaftlichen Stand erhalten und so Risiken bereits bei der Herstellung erkennen und ausschließen können. Bei dem Programm kommt künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen zum Einsatz. AGCS kooperiert bereits seit 2014 mit Praedicat und hatte dessen Technik bislang für die eigene Risikoanalyse eingesetzt. … Lesen Sie mehr ›