Die Munich Re-Tochter Ergo hat den Aufbau des Industrieversicherers Ergo International Corporate Solutions auf Eis gelegt. Er sollte von Polen und Deutschland aus als virtueller Versicherer global aktiv sein. Doch offenbar findet sich außerhalb der beiden Hauptmärkte nicht genügend attraktives Geschäft, außerdem sorgt die komplexe Matrixstruktur für Probleme. Ob Ergo-Chef Markus Rieß sein Prestigeprojekt ganz beerdigt oder in den kommenden Jahren einen erneuten Anlauf macht, ist offen. Außerdem: Alexander Ankel, Chef der Ergo International, soll vor dem Absprung stehen. … Lesen Sie mehr ›
Meinung am Mittwoch Lieferketten bergen aufgrund ihrer hohen Komplexität viele Risiken: Fällt ein Glied in der Kette aus, steht bei vielen Unternehmen die Produktion still. Industrieversicherer helfen den Unternehmen dabei, diese Risiken richtig einzuschätzen, durch Prävention so weit wie möglich abzuwehren und die Restrisiken in den Versicherungsmarkt zu transferieren. Damit machen die Versicherer den Aufbau moderner Wertschöpfungsnetzwerke erst möglich. … Lesen Sie mehr ›
The Long View – Der Hintergrund Industrieunternehmen haben seit vielen Jahren zertifizierte Managementsysteme im Einsatz. Sie bilden die gesamte Prozesslandschaft ab und stellen interne wie externe Qualität sicher. Die Systeme leisten auch einen wichtigen Beitrag bei der Risikosteuerung. Dennoch tun sich Versicherer schwer, sie bei ihrem Underwriting zu berücksichtigen. Die Anbieter sollten umdenken. So tief wie die Zertifizierer, welche die Managementsysteme einmal jährlich auditieren, dringt kein Risikoingenieur eines Versicherers ins Innerste des Unternehmens vor. … Lesen Sie mehr ›
Der Hannoveraner Versicherer Talanx hat große Probleme mit seinem Industriekundengeschäft. Mehrere Großschäden und hohe Frequenzschäden machten das Geschäft zuletzt für den Versicherer wenig erfreulich. Jetzt zeigen die angekündigten Sanierungsmaßnahmen erste Erfolge: Bereits 70 Prozent der geplanten Prämienerhöhungen konnte der Konzern umsetzen, durchschnittlich um 14 Prozent über das gesamte Portfolio, berichtete Chef Torsten Leue bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Dennoch muss der Versicherer in der Sparte einen versicherungstechnischen Verlust von 224 Mio. Euro in den ersten neun Monaten hinnehmen. … Lesen Sie mehr ›
Die Allianz zeigt sich hoch zufrieden mit ihrem dritten Quartal und den ersten neun Monaten. Der Konzern verdiente in dem Zeitraum 5,9 Mrd. Euro nach Steuern, ein Anstieg um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nur mit dem Industrieversicherer AGCS ist die Muttergesellschaft nicht so glücklich: Die Schaden- und Kostenquote von 104 Prozent im dritten Quartal sei eine Enttäuschung, sagte Finanzvorstand Giulio Terzariol. Die Ergebnisse im deutschen Schaden- und Unfallgeschäft sind stabil, auch die Preise in der Kfz-Versicherung, sagte er. Der Einsturz der Autobahnbrücke in Genua kostet den Konzern rund 30 Mio. Euro aus Versicherungsleistungen und Abschreibungen auf Investitionen beim Betreiber […] … Lesen Sie mehr ›
Cyberpolicen setzen sich in der deutschen Industrie zunehmend durch. Laut einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom haben mittlerweile 14 Prozent der Unternehmen eine solche Deckung abgeschlossen, vor zwei Jahren waren es noch 11 Prozent. Die Umfrage zeigt auch: Bislang schließen vor allem große Unternehmen Cyberversicherungen ab. Allerdings zeigten sich im Schadenfall kleinere Unternehmen zufriedener mit den Leistungen der Deckungen. … Lesen Sie mehr ›
Die Talanx steckt sich ab 2019 höhere Ziele bei der Eigenkapitalrendite und dem Gewinn. Das will der Versicherer unter anderem mit einem effizienteren Kapitalmanagement erreichen, sagte Unternehmenschef Torsten Leue auf dem Capital Markets Day des Unternehmens in Frankfurt. Außerdem bündelt Talanx den Rückversicherungsbedarf in der Holding und hat dafür eine Rückversicherungslizenz beantragt. Wachstumsimpulse erhofft sich die Gruppe nicht zuletzt von dem Joint Venture mit Hannover Rück für Spezialrisiken. Talanx kann eine neue Wachstumsstory gut gebrauchen, nachdem der Versicherer vor Kurzem wegen hoher Schäden eine Gewinnwarnung ausgesprochen hatte. … Lesen Sie mehr ›
Erneuerbare Energien wie Wind- oder Solaranlagen bergen für Unternehmen, die damit ihre Stromversorgung abdecken, einige Risiken. Je nach Wetterlage kostet der Strom mehr oder weniger. Das macht die Kostenkalkulation für Firmen schwer und hält viele davon ab, Ökostrom zu kaufen. Der Technologiekonzern Microsoft will das ändern und hat zusammen mit der Allianz eine Lösung entwickelt, um die Risiken aus wechselnden Wetterbedingungen an Versicherer zu übertragen. Der Konzern hat selbst drei der Policen abgeschlossen. … Lesen Sie mehr ›
Der Versichererverband GDV hat es getan: Er hat offiziell eine Statistik zur D&O-Versicherung veröffentlicht. Sie liefert interessante Erkenntnisse: Die Schäden sind zwar so hoch, dass die Schaden- und Kostenquote immer noch über 100 Prozent liegen dürfte. Allerdings ist die Schadenquote von 99,1 Prozent im Jahr 2016 auf 85,3 Prozent im Jahr 2017 gesunken. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle gingen in dem Zeitraum stark um 27,7 Prozent auf 203 Mio. Euro zurück, die Beitragseinnahmen sanken um 10,2 Prozent auf 233 Mio. Euro. … Lesen Sie mehr ›
Der Softwarehersteller Guidewire hält es für möglich, parametrische Deckungen in der Cyberversicherung einzuführen. Dabei entscheidet ein vorher als Auslöser definiertes Ereignis darüber, ob der Versicherer zahlen muss oder nicht. Einen solchen Trigger kann Guidewire sich auf Grundlage der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung vorstellen. Auch für weitere Bereiche der Schadenversicherung könnten sich parametrische Deckungen eignen, sagt Paul Mang, Leiter der Einheit Analytics und Data Services beim Softwareentwickler Guidewire. … Lesen Sie mehr ›
Großschäden und eine starke Häufung von Frequenzschäden haben den Versicherer Talanx zu einer Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2018 gezwungen. Der Konzern rechnet nach einem Quartalsverlust von 100 Mio. Euro in der industriellen Sachversicherung nur noch mit einem Konzernergebnis von 700 Mio. Euro. Ursprünglich war Talanx von 850 Mio. Euro ausgegangen. Das kalkulierte Schadenbudget für das Gesamtjahr sei bereits am Ende des dritten Quartals aufgebraucht. Mit der vom neuen Konzernchef Torsten Leue forcierten Sanierung der seit Jahren defizitären Feuerversicherung zeigt sich der Versicherer dennoch zufrieden. … Lesen Sie mehr ›
Die deutsche Industrie kann sich weiter über vergleichsweise niedrige Preise für ihre Versicherungsdeckungen freuen. Georg Bräuchle, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Versicherungsmakler, sieht einen Käufermarkt. Allerdings gebe es immer mehr Versuche von einzelnen Versicherern, die Preise zu erhöhen. Die Cyberversicherung bereitet den Maklern Freude, sagte Bräuchle. Doch werden die Versicherer in dieser Sparte vorsichtiger. Entscheidend im Wettbewerb wird sein, wie die Versicherer ihre Verwaltung digitalisieren. … Lesen Sie mehr ›
Meinung am Mittwoch Es ist ein Vorurteil, dass Versicherung und Innovation sich widersprechen. Neuerungen finden nur anders statt als in anderen Branchen. Statt Lösungen für Probleme zu erfinden, die Kunden gar nicht kennen, arbeiten wir gemeinsam mit Versicherungsnehmern an Deckungen für ihre sich wandelnden Risiken. Das ist mehr Evolution als Revolution. Das zeigt auch das Beispiel Tech-E&O-Policen, mit denen Maschinenbauer von ihnen angebotene Software- und Service-Leistungen absichern können. … Lesen Sie mehr ›
Der Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty will bei Versicherungsverbriefungen und bei Spezialdeckungen für Unternehmen wachsen. Dafür spaltet er seine Einheit Alternative Risk Transfer (ART) in zwei Teile mit separater Führung auf. Bislang sind in ART sowohl das Geschäft mit Versicherungsverbriefungen wie Cat Bonds als auch Rückversicherung, Deckungen gegen Wetterrisiken und Spezialversicherungen für Unternehmen gebündelt. Die Aufteilung der Einheit bringt auch einige Personalien mit sich. … Lesen Sie mehr ›
In den vergangenen Jahren haben etliche Fake President-Betrugsfälle Schlagzeilen gemacht, bei denen Kriminelle sich als Führungskräfte eines Unternehmens ausgegeben und millionenschwere Überweisungen angeordnet haben. Dennoch erreichen die Vertrauensschadenversicherer weiter hohe Schadenmeldungen von Kunden, die den Betrügern immer noch auf den Leim gehen, klagt Rüdiger Kirsch von Euler Hermes beim 9. Hamburger Forum Haftpflichtversicherung. Auch große Unternehmen unterließen es oft, ihre Mitarbeiter auf die Gefahren hinzuweisen, Führungskräfte fielen noch viel zu häufig selbst darauf herein. Kirsch verteidigte das Vorgehen der Versicherer, in diesen Fällen die Leistung zu kürzen. … Lesen Sie mehr ›