Talanx hat im ersten Quartal trotz einer geringen Belastung aus Großschäden weniger verdient. Konzernchef Herbert Haas machte dafür Währungseffekte sowie einen Sondereffekt von netto 19 Mio. Euro verantwortlich, von dem die Personen-Rückversicherung im Vorjahreszeitraum profitiert hatte. Haas zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden und bestätigte das Gewinnziel von 750 Mio. Euro für 2016. Bei der Deutschlandtochter setzt der Konzern den Umbau fort. Dafür nimmt Talanx im laufenden Jahr insgesamt 65 Mio. Euro in die Hand.
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Funk mit eigener Cyber-Deckung
Der Makler Funk bringt eine eigene Cyber-Police auf den Markt. Risikoträger sind vier nicht genannte Versicherungsgesellschaften. Damit will der Makler eine Alternative zu den existierenden Verträgen der Industrieversicherer anbieten. Die Police habe weitreichendere und kundenfreundlichere Bedingungen, sagt Funks Cyber-Experte Michael Winte.
Lohrmanns Verunsicherung CXLI
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Deutsche Industrie ordnet Versicherungsinteressen neu.
Lobby-Verbände der Risikomanager fusionieren
Bisher ist die Industrie in Versicherungsfragen mit zwei getrennten Lobby-Verbänden unterwegs gewesen. Das wird sich jetzt ändern. Die beiden Verbände Deutscher Versicherungs-Schutzverband (DVS) und Bundesverband firmenverbundener Versicherungsvermittler und -gesellschaften (bfV) haben eine Fusion beschlossen. Das teilte DVS-Vorsitzender und Siemens-Risikomanager Alexander Mahnke auf der Hauptversammlung des DVS mit. Er wird auch dem neuen Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft vorstehen.
Global komplex: Internationale Programme
Unternehmen, die weltweit agieren, brauchen internationalen Versicherungsschutz. Internationale Versicherungsprogramme von europäischen oder amerikanischen Anbietern ermöglichen Unternehmen diesen weltweiten Schutz – und sie sind gefragt. Auch Mittelständler kaufen die Schutzpakete, berichten Experten auf einer Konferenz in München. Doch das Geschäft ist komplex, seit Jahren gibt es Compliance-Probleme bei den internationalen Versicherungsprogrammen großer Konzerne.
Der D&O-Deckungsvergleich und Breuers Rettung
Legal Eye – Die Rechtskolumne Mit dem Deckungsvergleich zwischen der Deutschen Bank und ihren D&O-Versicherern, über den am 19. Mai die Hauptversammlung des Kreditinstituts abstimmen soll, deutet sich nach 14 Jahren eine Erledigung des D&O-Haftungsfalls Breuer an. Noch nie hat sich die Schadenregulierung eines D&O-Falles derart in die Länge gezogen. Zum einen zeigt der Fall die ausgeprägte Vergleichsleidenschaft in der Versicherungssparte, zum anderen ein neues Herangehen an die Bemessung der Selbstbeteiligung der betroffenen Manager.
Jörg Henne wird Geschäftsführer beim DVS
Leute – Aktuelle Personalien Jörg Henne, bisher Versicherungschef beim Hersteller elektronischer Bauteile Epcos, verstärkt die Geschäftsführung des Deutschen Versicherungs-Schutzverbands. Er ist ab 1. Juli gleichberechtigter zweiter Geschäftsführer neben Rüdiger Auras. Außerdem: Jonas Latein übernimmt beim Versicherer QBE die Verantwortung für Vertrieb und Marketing in Deutschland und Österreich. XL Catlin hat Philippe Gouraud zum Head of Strategic Client and Broker Management ernannt.
D&O-Versicherung: BGH segnet Abtretung ab
Bisher haben sich D&O-Versicherer oft dagegen gesperrt, dass Manager ihre Freistellungsansprüche an Unternehmen abtreten. Jetzt hat der Bundesgerichtshof (BGH) in zwei noch unveröffentlichten Urteilen die Zulässigkeit der Abtretung bejaht. Darauf weist die Kanzlei Wilhelm Rechtsanwälte hin. Laut BGH bedarf es nur einer schriftlichen Inanspruchnahme, um den Versicherungsfall auszulösen. Der von anderen Gerichten geforderte Nachweis der Ernstlichkeit der Inanspruchnahme ist nicht notwendig. Das Urteil könnte zu mehr Schäden in der D&O-Versicherung führen.
Cyber: Konzerne fürchten Betriebsunterbrechungen
Bei Cyberrisiken fürchten Konzerne vor allem Betriebsunterbrechungen durch Hackerangriffe. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Versicherungsmaklers Aon unter firmeneigenen Versicherern, sogenannten Captives. Ein Großteil der Befragten hat noch keine Versicherung gegen Cybergefahren abgeschlossen. Den Unternehmen sind vor allem die stark unterschiedlichen Bedingungswerke der Versicherer und die steigenden Preise für die Deckungen nicht geheuer. Die Bereitschaft, die Risiken über die Captive selbst zu tragen oder mit anderen Industrieunternehmen zu teilen, ist groß.
Munich Re und Beazley kooperieren bei Cyber
Der Industrieversicherer der Munich Re und der Lloyd’s-Versicherer Beazley wollen künftig Cyberrisiken für große Konzerne gemeinsam abdecken. Die Kapazität beträgt 100 Mio. Euro oder 100 Mio. Dollar pro Risiko. Für Beazley ist die Cyberdeckung die größte Sparte, bislang konzentriert sich der Versicherer auf kleine und mittlere Unternehmen in den USA als Kunden. Mit Hilfe der Münchener kann er leichter Großrisiken abdecken. Die Munich Re will in dem Segment schnell wachsen, da hilft das Know-how von Beazley. Damit nimmt die Konkurrenz in dem Zukunftsmarkt weiter zu.
Ein Plädoyer für subjektives Underwriting
The Long View – Der Hintergrund Mit dem Brand bei Wiesenhof am Ostermontag gab es einen weiteren großen Feuerschaden in der deutschen Lebensmittelindustrie. Versicherer fragen sich nun, wie sie damit umgehen sollen. Das Zauberwort ist subjektives Underwriting. Instinkt kann präzisere Ergebnisse liefern als rein technisches Underwriting. Statt sich aus ganzen Branchen zu verabschieden, sollten Versicherer einzelnen Kunden genauer auf den Zahn fühlen. Das gilt auch für Makler.











