Der britische Reiseversicherer-Verband ABTA will Urlaubern mehr Sicherheit geben und bietet eine Police an, die medizinische Kosten einer Covid-19-Infektion im Urlaub übernimmt und die Versicherten bei Reiseausfällen entschädigt. Risikoträger ist die Axa. Außerdem: Die im britischen Musterprozess um die Betriebsunterbrechung angeklagten Versicherer warnen vor ungerechten Urteilen und die Filmindustrie erwartet deutlich weniger Produktionen. Der Makler und Berater Aon koordiniert in New York einen weiteren Zusammenschluss großer Unternehmen, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzumildern.
Archiv ‘Kfz-Versicherung’
Verivox: Kfz-Versicherer erstatten länger Neuwert
Die Kfz-Versicherer liefern sich nicht nur bei den Preisen, sondern auch bei den Leistungen einen harten Wettbewerb. Zu diesem Schluss kommt das Vergleichsportal Verivox. Nach einem selbstverschuldeten Totalschaden oder Diebstahl gewähren immer mehr Kaskoversicherer ihren Kunden für 24 Monate oder länger eine Neuwertentschädigung, obwohl sie nur den Wiederbeschaffungswert ersetzen müssten. Verbesserungen gibt es auch für Gebrauchtwagenkäufer, auch wenn die Leistungen weniger gut sind.
Corona-Krise: Versicherer werden optimistischer
Exklusiv Die Corona-Pandemie hat die Versicherer bisher weniger hart getroffen als zunächst befürchtet, glauben die Berater von Simon Kucher. Das Unternehmen hat leitende Angestellte der Versicherungsbranche befragt. Die Studien-Teilnehmer gehen zwar weiterhin von negativen Folgen aus, gerade das Neugeschäft ist betroffen. Die Stimmung ist aber etwas besser als noch im April. Die aktuellen Herausforderungen sollten die Versicherer jetzt in Chancen umwandeln, findet Simon Kucher.
DEVK rutscht in Kfz in die roten Zahlen
Für den Kölner Versicherer DEVK war 2019 nach eigenen Angaben das beste Geschäftsjahr der Firmengeschichte. Der Konzern hat die Beitragseinnahmen um 5 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro gesteigert, in der Schaden- und Unfallversicherung legte er um mehr als 7 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro zu. Auch in der Kfz-Sparte verzeichnete die DEVK, die zu den größten Anbietern hierzulande gehört, einen Beitragsanstieg. Allerdings verschlechterte sich die Schaden- und Kostenquote deutlich von 98,3 Prozent auf defizitäre 103,5 Prozent. Grund dafür sind geringere Durchschnittsbeiträge bei gleichzeitig gestiegenem Schadenaufwand.
VHV rechnet mit „neuer Zeitrechnung“ nach Corona
Die VHV hat am Mittwoch die letzten Geschäftszahlen aus einer inzwischen „untergegangenen Welt“ präsentiert, wie Konzernchef Uwe Reuter mit Blick auf die Auswirkungen der Corona-Krise erklärte. Wie gravierend diese Auswirkungen letztlich ausfallen, sei schwer vorherzusagen. Der Hannoveraner Versicherer, der eine signifikante Rolle in der Kfz-, der Risikolebens- und der Bauversicherung spielt, verzichtet daher auf eine Prognose für 2020. Im vergangenen Jahr lief es für die VHV gut, die Beitragseinnahmen stiegen in allen Sparten. Bei den Kapitalerträgen musste der Konzern aufgrund der erneut gesunkenen Zinsen allerdings Einbußen hinnehmen. Auch das Nachsteuerergebnis ging zurück.
Versicherer profitieren von Mehrwertsteuer-Senkung
Exklusiv Die vor dem Hintergrund der Corona-Krise beschlossene Reduzierung der Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf 16 Prozent im zweiten Halbjahr 2020 wird dazu führen, dass Schaden- und Unfallversicherer bei den Schadenzahlungen an Privatkunden Millionen einsparen. Um welches Volumen es genau geht, ist noch unklar. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab – unter anderem davon, wie viele Kunden sich in der Kfz-Versicherung für eine fiktive Abrechnung entscheiden, bei der die Mehrwertsteuer außen vor bleibt. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass die Versicherer einen dreistelligen Millionenbetrag einsparen dürften.
HUK-Coburg: Ohne Telematik kein Zugang zu Daten
Telematik-Tarife sind umstritten. Einige Kfz-Versicherer sehen keinen Mehrwert in den Policen, die Kunden für umsichtiges Fahrverhalten belohnen, weil es schon so viele andere Tarifmerkmale in der Sparte gibt. HUK-Coburg-Vorstand Jörg Rheinländer sieht das anders. Telematik-Policen bieten seiner Ansicht nach nicht nur ein neues Differenzierungsmerkmal, sondern sind wichtig, um der Politik zu zeigen, wofür Versicherer Daten aus Autos benötigen. Nur so sei das langfristige Ziel erreichbar, irgendwann ohne den Umweg über Blackboxes und Stecker direkt auf die Daten aus dem Auto zugreifen zu können.
Alterszuschläge in Kfz steigen
Die Zuschläge für ältere Autofahrer ab 60 Jahren steigen deutlich an. Das haben Berechnungen des Vergleichsportals Verivox und der Technischen Hochschule Rosenheim ergeben. So zahlte ein über 80-Jähriger Ende 2016 106 Prozent mehr als ein 40-Jähriger bei gleicher Schadenfreiheitsklasse. Inzwischen sind es 114 Prozent. Allerdings gibt es auch eine Entlastung, wenn der Autofahrer schadenfrei bleibt. Die Rabattstaffeln sind länger geworden.
Versicherer uneinig über Kfz-Erstattungen
Exklusiv Zum ersten Mal hat die HUK-Coburg, Marktführer in der Kfz-Versicherung, den Rückgang der Schadenzahlen aufgrund der Corona-Krise beziffert. Im April verzeichnete die Gruppe „30 Prozent bis 40 Prozent“ weniger Schäden, sagte Konzernchef Klaus-Jürgen Heitmann. Allerdings werde es nicht bei diesem Rückgang bleiben. Die HUK will ihre Kunden am Jahresende an dem Rückgang des Schadenaufwands finanziell beteiligen. Außer der DEVK macht das kein anderer der großen Kfz-Versicherer.
Tractable entwickelt KI-Lösung für Tokio Marine
Das Start-up Tractable hat für den japanischen Versicherer Tokio Marine eine neue auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Softwareanwendung entwickelt. Die Lösung namens Loss Adjuster Application basiert auf einem bereits existierenden Tool des Insurtechs, die Aufgabenstellung sei in diesem Fall jedoch eine andere, betont Cornelius Vogel, Leiter der Geschäftsentwicklung für die Region Deutschland, Österreich und Schweiz, im Interview. Mit der neuen KI-Anwendung nimmt das Start-up die Rolle eines Sachverständigen ein. Gerade in Japan werde das immer wichtiger, da es in der Schadenbegutachtung an Nachwuchs fehlt, erklärt CEO Alex Dalyac.









