Archiv ‘Klimawandel’

GDV untersucht die digitale Auslese

Der GDV rechnet mit Umwälzungen im deutschen Versicherungsmarkt angesichts großer Trends wie Digitalisierung, demografischer Wandel und Niedrigzinsen. In den kommenden Jahren ist der Markteintritt neuer Wettbewerber wahrscheinlich, deren Geschäftsmodell besser auf die neuen Gegebenheiten zugeschnitten ist und die frei von Altlasten sind, heißt es in einer neuen Marktanalyse. Die Autoren untersuchen in der Studie, wie sich die Anbieterlandschaft bis 2025 wandeln wird.

Mit Risikopools die Dürreperiode versichern

Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Wirbelstürmen und Dürreperioden nehmen beständig zu. Vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern sind nur wenige dieser Schäden versichert. Diese wachsende Versorgungslücke interessiert zunehmend Versicherer und Rückversicherungskonzerne. Es gibt bereits eine Reihe von Risikopools, an denen sie beteiligt sind. Doch die Absicherungsmechanismen kommen mit einer Reihe von unerwarteten Nebenwirkungen. Zudem ist das Geschäftsfeld noch verhältnismäßig neu, entsprechend viel wird experimentiert.

Künftig ohne Kohle – werden die Versicherer grün?

 Meinung am Mittwoch  Eine ganze Reihe von Versicherern hat sich bereits aus Kohle-Investitionen verabschiedet. Andere sind noch weiter gegangen und stellen nur noch begrenzt Versicherungs- oder Rückversicherungsschutz für Unternehmen, die Kohle verarbeiten. Die Zeitpunkte für den Rückzug liegen zwar teilweise noch weit in der Zukunft, aber ein wichtiger Schritt ist gemacht. Wenn die Assekuranz sich hierbei noch stärker positioniert, kann das ihren Ruf in der Bevölkerung verbessern.

Schiffsversicherer warnen vor neuen Gefahren

Die Zahl der Totalverluste in der internationalen Schifffahrt ist im vergangenen Jahr zurückgegangen, berichtet der Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) in seinem aktuellen Bericht zur Sicherheitslage in der maritimen Branche. Die AGCS-Experten sehen allerdings neue Risiken auf die Schifffahrt zukommen, die in Zukunft zu mehr Schäden führen dürften. Dazu gehören Eisberge, die durch die Erderwärmung auch in die Hauptschifffahrtsrouten treiben. Klimafreundliche Antriebe bringen wiederum die Möglichkeit neuer technischer Schäden. Auch Cybervorfälle werden in Zukunft häufiger vorkommen, warnt der Versicherer.

Hälfte aller Rückversicherer ist weg von der Kohle

Mit der Hannover Rück sind jetzt fast 50 Prozent des Rückversicherungsmarktes aus Investitionen in Kohle ausgestiegen. Darauf weisen die Umweltschutzorganisationen Unfriend Coal und Urgewald hin. Die Hannoveraner Gesellschaft und diejenigen Wettbewerber, die sich für diesen Schritt entschieden haben, halten am Gesamtprämienvolumen in der Rückversicherung aus dem Jahr 2016 nun 45 Prozent. Anders als Konkurrenten will Hannover Rück an der Versicherung von Kraftwerken festhalten.

Axa führend bei Klimarisiken

Bei den Anstrengungen der weltweiten Versicherungswirtschaft im Umgang mit Klimarisiken ist die europäische Assekuranz weit vorn, wie ein Ranking der Non-Profit-Organisation Asset Owner Disclosure Project zeigt. Das Projekt hat dafür die Strategie, das Risikomanagement und die Ziele der 80 größten Versicherer untersucht. Das Ranking wird von der französischen Axa angeführt. Es folgen Aviva aus Großbritannien und die Allianz. Die Münchener gehören im Vorjahresvergleich zu den Gesellschaften mit dem stärksten Zugewinn.

Captives wenden sich Cybergefahren zu

Immer mehr Unternehmen weltweit nutzen firmeneigene Versicherer, sogenannte Captives, um sich gegen neue und schwere Risiken wie Cybergefahren und Terrorismus abzusichern. Das zeigt eine Umfrage von Marsh unter 1.100 Captives, die der Makler managt. Zudem wenden sich die Gesellschaften verstärkt Policen für Mitarbeiter zu, den sogenannten Employee Benefits. Insgesamt ist die Zahl der weltweit aktiven Captives leicht rückläufig, Zuwächse gibt es aber im Asien-Pazifikraum. Wichtige Zukunftsthemen für die firmeneigenen Versicherer sind laut Marsh die US-Steuerreform, der Klimawandel und neue Technologien wie Blockchain.

Munich Re: Klimawandel treibt Wetter-Veränderung

Unternehmen wie Munich Re nutzen den Klimawandel für ihre eigenen Zwecke, kritisiert Spiegel Online. Obwohl er noch ganz am Anfang stehe und noch gar nicht sichtbar sei, rede der Rückversicherer bereits von zunehmenden Hochwasser- und Sturmereignissen – um höhere Preise für Naturkatastrophendeckungen durchzusetzen, vermutet Spiegel Online. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor verteidigen Ernst Rauch, Chef-Klima- und Georisikowissenschaftler bei Munich Re, und Eberhard Faust, Leiter der Forschung zu Klimarisiken und Naturgefahren bei dem Rückversicherer, die Sichtweise des Unternehmens. In einigen Regionen der Welt gebe es sehr wohl erste Anzeichen für den Einfluss des Klimawandels, sagen sie.

S&P: 2018 bleibt herausfordernd

Auch das kommende Jahr wird für die Versicherer in Europa, dem Nahen Osten und Afrika nicht leicht werden: Top-Risiko bleibt das Niedrigzinsumfeld, schreibt die Ratingagentur S&P in einem aktuellen Bericht. Lebensversicherer müssen sich nach Kräften um das Management ihrer Altbestände und die Änderung des Produktmixes bemühen müssen, Schaden- und Unfallversicherer müssen die Zeichnungsdisziplin in einem umkämpften Markt hochhalten. Dazu kommen neue Risiken wie die Digitalisierung, Cybergefahren und der Klimawandel.

Munich Re: Teuerstes Hurrikan-Jahr der Geschichte

Die Tropenstürme „Harvey“, „Irma“ und „Maria“ haben die teuerste Hurrikan-Saison der Geschichte verursacht, so der Rückversicherer Munich Re. Der Gesamtschaden liegt demnach bei etwa 215 Mrd. Dollar. Verantwortlich für die hohe Sturmaktivität war nach einer Analyse des Rückversicherers das Zusammenspiel mehrerer meteorologischer Voraussetzungen wie einer überdurchschnittlich hohen Temperatur der Wasseroberfläche im tropischen Entstehungsgebiet. Munich Re erwartet, dass es künftig häufiger zu schweren Hurrikan-Jahren kommen wird.

Das Klima holt uns ein

 The Long View – Der Hintergrund  Der Druck auf Investoren steigt, sich ernsthaft mit dem Thema Klimawandel zu beschäftigen. Ein Umdenken ist auf Kapitalanlageseite auch dringend erforderlich, um die 2015 gesetzten Klimaziele zu erreichen. Ein entscheidender Hebel dafür kann die Finanzberichterstattung sein. Neben der Klima-Task Force des Financial Stability Board, erarbeitet zurzeit auch eine EU-Arbeitsgruppe Vorschläge. Klar ist, die Versicherer als wichtigste Kapitalanleger müssen mit im Boot sein, wenn das Ziel erreicht werden soll, die Erderwärmung bis 2050 auf zwei Grad zu begrenzen.

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