Archiv ‘Lebensversicherung’
GDV: Hamburger müssen mehr sparen als Hagener
Die regionalen Unterschiede in puncto Wirtschaft, Löhne, Renten und Preise führen dazu, dass Menschen in Deutschland unterschiedlich viel Geld über die gesetzliche Rente hinaus zurücklegen müssen, um im Alter finanziell abgesichert zu sein. Das ist das Ergebnis einer Prognos-Studie im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Hamburger, Stuttgarter und Münchener haben zwar höhere Gehälter und Renten als die Einwohner in strukturschwachen Städten, müssen aber wegen der höheren Lebenshaltungskosten bis zu 75 Prozent mehr Geld sparen.
Protektor-Streit geht in die nächste Runde
Exklusiv Berlin weist die Vorwürfe des Bundes der Versicherten (BdV) zurück, dass ein Gesetzesvorhaben zum Sicherungsfonds der Lebensversicherer intransparent sei. Die Protektor-Regelung sei ursprünglich Teil des Provisionsdeckel-Entwurfs gewesen, der BdV habe Gelegenheit gehabt, dazu Stellung zu nehmen, so das Finanzministerium. Axel Kleinlein reagierte empört. Die Zeit für die Stellungnahme sei seinerzeit so knapp bemessen gewesen, dass man sich auf die Provisionsobergrenze habe beschränken müssen. Die Protektor-Regelung ist inzwischen Teil eines Banken-Gesetzes.
Streit um Protektor
Verbraucherschützer kritisieren eine geplante Regelung der Regierung für den Sicherungsfonds der Lebensversicherer Protektor. Der Vorstandssprecher des Bundes der Versicherten Axel Kleinlein bemängelt fehlende Transparenz, man habe per Zufall von dem Gesetzesvorhaben erfahren, das sich dem Titel nach mit der Bankenbranche beschäftigt. Erstmals werde geregelt, was passiert, wenn mehrere Lebensversicherer gleichzeitig in Schieflage geraten. Betroffenen Kunden drohe eine Blackbox. Der GDV widerspricht.
Axa: Vertrieb kann gestärkt aus Krise kommen
Die Axa Deutschland sieht trotz der erschwerten Rahmenbedingungen durch die Corona-Krise gute Chancen, in der Lebens- und der Krankenversicherung im Vertrieb richtig durchzustarten. Die schneller als erwartet fortschreitende Digitalisierung bietet das notwendige Rüstzeug, gleichzeitig ist der Absicherungsbedarf bei den Kunden gestiegen, sagte Vertriebsvorstand Kai Kuklinski beim ersten digitalen „Axa Insurance Talk“ für Makler. In der Pandemie habe sich gezeigt, dass die Entwicklung neuer digitaler Services und Gesundheitsdienstleistungen genau das ist, was die Kunden benötigen, berichtete Thilo Schumacher, im Axa-Vorstand zuständig für die Personenversicherung.
Die Allianz zieht allen davon
Exklusiv Die Allianz hat von 2018 auf 2019 einen kräftigen Sprung nach vorn beim Marktanteil gemacht – von 18,3 Prozent auf 20,4 Prozent. Das geht aus der neuesten Marktanteilsstatistik des Kölner Kivi-Instituts hervor. Hauptgrund sind die starken Zuwächse in der Lebensversicherung. Die meisten anderen Gesellschaften haben weiter Anteile verloren, besonders krass ist das bei Generali und Ergo. Andere stagnieren: Dazu gehören die Öffentlichen Versicherer, die R+V und die HUK-Coburg.
Kleinlein: „Das gibt mir kein gutes Gefühl“
Exklusiv Axel Kleinlein ist der Vorstandssprecher des Bundes der Versicherten und profilierter Kritiker der Assekuranz. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht er über die Krise bei der Presse-Pensionskasse und erklärt, warum das mehr als eine weitere schlechte Nachricht in dem Bereich ist. Er begrüßt den Eiopa-Vorschlag zur Umsetzung von PEPP und erläutert, was er an der Riesterrente ändern würde. Außerdem blickt er kritisch auf die von der Regierung geplante säulenübergreifende Renteninformation.
Allianz schließt Teil ihrer Pensionskasse
Exklusiv Die Allianz hat die Presse-Pensionskasse für das Neugeschäft ab dem 1. Oktober 2020 geschlossen. Dabei handelt es sich um einen Teil der Allianz Pensionskasse. Informationen von Versicherungsmonitor und SZ, dass die Allianz die Schließung der gesamten Pensionskasse für das Neugeschäft plant, wollte ein Sprecher nicht bestätigen. Der Versicherer begründet die Maßnahme mit der schlechten Verzinsung für Kunden der Pensionskasse.
Allianz verkauft 95.000 Lebensverträge in Belgien
Der Allianz-Konzern verkauft einen Run-off-Bestand mit 95.000 klassischen Lebensversicherungsverträgen in Belgien an den Bermuda-Rückversicherer Monument Re. Zum ersten Mal hat der Konzern damit einen Bestand in Europa verkauft, nachdem er in Asien bereits eine Reihe von Transaktionen abgewickelt hat. Für Deutschland schließt die Allianz bislang externe Run-offs kategorisch aus. Der Käufer Monument Re gehört zu 20 Prozent der Hannover Rück.
Corona kommt W&W teuer zu stehen
Der schwäbische Finanzkonzern W&W hat im ersten Halbjahr einen Gewinn von 107 Mio. Euro erzielt – deutlich weniger als die 175,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Während das Geschäftsfeld „Wohnen“ einen leicht höheren Beitrag lieferte, brach der Gewinn insbesondere in der Schaden- und Unfallsparte infolge von Corona ein. Betriebsschließungen sorgten für hohe Lasten.
Protektor: AfD warnt vor Überforderung
Exklusiv Die Sicherungseinrichtung der Lebensversicherer Protektor verfügt mit einem Vermögen in Höhe von gut 1 Mrd. Euro nicht über ausreichend Mittel, um ihren Aufgaben in der derzeitigen Risikolage gerecht zu werden, findet die AfD. Die Bundestagsabgeordnete Ulrike Schielke-Ziesing warnt angesichts einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf ihre Anfrage vor einer Überforderung. Die Regierung sieht offenbar keinen Handlungsbedarf. Der GDV hält die Ausstattung für ausreichend.









