Archiv ‘Lieferketten’

Munich Re glaubt fest an den harten Markt

Es gibt ausreichend Kapazität im Markt – aber die Preise für Rückversicherungsdeckungen werden trotzdem zum Januar 2022 deutlich steigen, glaubt der Rückversicherer Munich Re. Dafür sorgen die hohen Schäden des Jahres 2021, die steigende Inflation und die niedrigen Zinsen, sagte Vorstandsmitglied Doris Höpke aus Anlass des Rückversicherungstreffens in Baden-Baden. Etwas vorsichtiger als in der Vergangenheit äußerte sie sich zur Übernahme von Cyber-Risiken. Höpke, die im April 2022 die Munich Re verlässt, glaubt nicht, dass Frauen es besonders schwer bei der Gesellschaft haben. … Lesen Sie mehr ›

Was das Lieferkettengesetz für die Versicherer bedeutet

Das kürzlich verabschiedete Lieferkettengesetz gehört zu den umstrittensten Gesetzesvorhaben und hat weitreichende Folgen. Auch auf dem diesjährigen „Financial Lines Day“ der Kanzlei Clyde & Co gehörte es zu den dominierenden Themen. Die Clyde-Experten Henning Schaloske und Isabelle Kilian gaben einen Überblick darüber, inwiefern das neue Gesetz mit Blick auf Bußgelder oder andere Kosten die sogenannte Innenhaftung zu einem wichtigen Thema für die D&O-Versicherung macht. Es bleibe spannend zu sehen, welche Auswirkungen die mit dem Lieferkettengesetz verbundenen Risiken auf das Underwriting und die Vertragsbedingungen haben werden, so das Fazit. … Lesen Sie mehr ›

Lieferketten-Schutzschirm läuft aus

Bund und Warenkreditversicherer haben sich geeinigt: Der im Zuge der Corona-Krise gespannte Schutzschirm für Lieferketten soll planmäßig am 30. Juni 2021 auslaufen. Eine erneute Verlängerung ist wegen der aktuellen Markt- und Datenlage nicht notwendig, finden der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium. Trotzdem wollen die Vertragspartner im Austausch bleiben. … Lesen Sie mehr ›

Crebita: Digitale Kreditversicherung ist möglich

Die Kreditversicherung gilt als beratungsintensiv. Das macht einen Online-Abschluss schwierig. Das ist jedenfalls die gängige Meinung. Das Insurtech Crebita ist vor rund zwei Jahren mit dem Ziel gestartet, das Gegenteil zu beweisen. Mithilfe eines eigenen Algorithmus und der Zusammenarbeit mit der R+V hat das Kölner Start-up den kompletten Abschluss von Kreditversicherungen digitalisiert. Die Pandemie hat dem automatisierten Underwriting des Start-ups allerdings einen Dämpfer verpasst. In anderen Bereichen ist die Corona-Krise hingegen zuträglich. … Lesen Sie mehr ›

Suez-Blockade wird Großschaden für Rückversicherer

Die Blockade des Suezkanals durch das auf Grund gelaufene Containerschiff „Ever Given“ (hier nach dem Freischleppen am Montag) dürfte nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch zu einem Großschaden für die Rückversicherer führen. Die Analysten rechnen damit, dass die durch Katastrophenschäden und Pandemie ohnehin schon belastete Ertragslage weiter unter Druck gerät. Der Vorfall werde allerdings für höhere Preise in der Transportrückversicherung sorgen. … Lesen Sie mehr ›

Neues Haftungsrisiko durch Lieferkettengesetz

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Das geplante Sorgfaltspflichtengesetz, auch Lieferkettengesetz genannt, weitet die Verantwortlichkeit von Unternehmen und damit auch die Gefahr von Haftungsfällen immens aus. Firmen sollen für die Verletzung von Menschenrechten innerhalb ihrer Lieferkette verantwortlich gemacht werden können. Kommt das Gesetz, müssen sie künftig nicht nur vor ihrer eigenen Haustür kehren. Verstoßen sie gegen die Lieferketten-Sorgfaltspflichten, drohen Bußgelder und ein zeitlich begrenzter Ausschluss von öffentlichen Aufträgen. Die Herausforderung für Managerinnen und Manager wird darin bestehen, die im Gesetzentwurf eher vage formulierten Organisations- und Veröffentlichungspflichten richtig umzusetzen. … Lesen Sie mehr ›

Swiss Re: Biden gut für Versicherer

Swiss Re erwartet, dass sich die Wahl von Joe Biden zum US-Präsidenten positiv auf die global agierenden Versicherer auswirkt. Biden sei ein Multilateralist, sagte Jérôme Haegeli (Bild), Chefvolkswirt des Unternehmens, bei einer virtuellen Pressekonferenz. Das nutze global agierenden Unternehmen und dem Kampf gegen Covid-19. Haegeli erklärte auch, warum der harte Markt in der Rück- und Industrieversicherung bleiben wird. Swiss Re-Konzernchef Christian Mumenthaler warnte parallel auf einer anderen Konferenz, dass die Belastung der globalen Volkswirtschaften durch die Pandemie 12 Billionen Dollar betragen werde. … Lesen Sie mehr ›

Industriekunden in perfektem Sturm

AIG-Manager Nepomuk Loesti hat die Industrieversicherer auf einer Konferenz vor Angriffen von Kundenseite in Schutz genommen. Wer die steigenden Preise kritisiere, dürfe nicht vergessen, dass die Kunden davor jahrelang von sinkenden Prämien profitiert haben, sagte er auf einer virtuellen SZ-Industrieversicherungskonferenz. Industrie und Makler wollten sich nicht für die niedrigen Prämien der Vergangenheit kritisieren lassen. Thomas Olaynig vom Makler Marsh betonte, dass es keine Verträge gebe, für die nicht ein Versicherer ein Angebot abgegeben hat. … Lesen Sie mehr ›

Forderung nach Verlängerung des Schutzschirms

Ein Bündnis für mehr staatliche Absicherung: Die Interessenverbände der Makler und der Versicherungseinkäufer der Industrie fordern gemeinsam eine Verlängerung des staatlichen Schutzschirms für die Kreditversicherung. Andernfalls drohten der Industrie große Unsicherheiten bis hin zur Insolvenz, warnen sie. Die Verbände wollen an den Gesprächen zur Zukunft des Schutzschirms, der eigentlich am Jahresende ausläuft, beteiligt werden. … Lesen Sie mehr ›

Umbau von Lieferketten bringt mehr Prämie

Die Corona-Pandemie beschleunigt weltweit den Trend, zusätzliche Produktionsstandorte aufzubauen und Teile der Produktion zurück ins Heimatland zu verlagern, schreibt der Rückversicherer Swiss Re in einer neuen Sigma-Studie. Die Versicherungswirtschaft wird von dieser Entwicklung profitieren. Die Gesellschaften werden innerhalb von fünf Jahren mindestens 63 Mrd. Dollar mehr Prämien einnehmen, prophezeite Swiss Re-Chefsvolkswirt Jérôme Jean Haegeli in einer Pressekonferenz zur Veröffentlichung des Berichts. … Lesen Sie mehr ›

Corona-Roundup: Euler Hermes, Etihad Airways, FDP

Euler Hermes, die Kreditversicherungstochter der Allianz, will angesichts des auslaufenden Schutzschirms den Versicherungsschutz für einige Unternehmen kürzen und bis Ende des Jahres befristen. Der Bund hatte im April eine Garantie von 30 Mrd. Euro übernommen. Sie läuft am 31. Dezember aus. Die Fluggesellschaft Etihad Airways will mit einer Covid-19-Police mehr Kunden anlocken, Versicherer ist die Axa. Die FDP erkundigt sich in einer Kleinen Anfrage nach den Corona-bedingten Insolvenzen in Deutschland und ob die Regierung weitere Maßnahmen plant. … Lesen Sie mehr ›

Wie der Kreditversicherer-Schutzschirm wirkt

 Meinung am Mittwoch  Die Corona-Pandemie wird weltweit zu einem starken Anstieg bei den Firmeninsolvenzen führen. Doch die Entwicklung verläuft in den einzelnen Ländern höchst unterschiedlich. Während die USA bereits in diesem Jahr den Höhepunkt der Unternehmenspleiten sehen werden, ist in Deutschland erst im Januar 2021 mit einer Pleitewelle zu rechnen. Sie wird im internationalen Vergleich aber relativ milde ausfallen. Das hat auch mit dem Schutzschirm der Bundesregierung für die Kreditversicherer zu tun. … Lesen Sie mehr ›

Property Insurance: Mehr als nur Sprinkler

 Meinung am Mittwoch  Bei vielen Unternehmen stehen derzeit Lieferketten auf dem Prüfstand. Der eine oder andere Manager erwägt, die Lieferketten aus dem fernen Osten in die nähere Umgebung zu holen oder vermehrt innerhalb des Unternehmens Teilprodukte fertigen zu lassen. Das wirkt sich auf die Produktionskosten aus und somit auch auf die künftige Ertragskraft. Das sollten Manager bei der Ermittlung der nötigen Versicherungssumme für Betriebsunterbrechungspolicen im Auge behalten. Die Versicherung wird auch in Zukunft wichtig bleiben, denn nur sie verschafft nach einem Großschaden den nötigen Handlungsspielraum, ohne die Unternehmensziele zu gefährden. … Lesen Sie mehr ›

My view on global trade

 Meinung am Mittwoch  Die Corona-Krise zeigt, wie wichtig der globale Handel für die Wirtschaftsfähigkeit einer Nation ist. Die Versicherer haben diesen Handel schon seit jeher unterstützt. Hinter jeder internationalen Geschäftstransaktion und dem Aufbau von internationalen Produktionsketten steht eine Versicherungspolice, die Unternehmen schützt und dazu beiträgt, den Wirtschaftsmotor am Laufen zu halten. Doch protektionistische Tendenzen gefährden den freien Handel. Auch Versicherer sollten sich für einen fairen und offenen Welthandel einsetzen. … Lesen Sie mehr ›