Archiv ‘Moody’s’
Stabiler Ausblick für Lebensversicherer
Die Ratingagentur Moody’s gibt für die globale Lebensversicherungsbranche einen stabilen Ausblick für das Jahr 2020. Zentrales Risiko sind die weiterhin niedrigen Zinsen. Je nachdem wie hoch der Anteil der Produkte mit Garantien, die durchschnittliche Garantiehöhe und die Laufzeitlücke zwischen Kapitalanlagen und Garantien sind, wirken sich die Niedrigzinsen unterschiedlich stark auf die Versicherer aus. Der deutschen Branche bescheinigt Moody’s neben der in Taiwan und Norwegen ein besonders hohes Risiko für den Ertrag. Die Analysten warnen außerdem vor den Risiken bestimmter Assetklassen wie Immobilien.
Moody’s: Mehr Probleme für Lebensversicherer
Die Lage für die deutschen Lebensversicherer verschlechtert sich weiter. Die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank wird dafür sorgen, dass die Unternehmen in diesem Jahr wieder mehr Geld in die Zinszusatzreserve stecken müssen – trotz der vor einem Jahr beschlossenen Erleichterungen, warnt die Ratingagentur Moody’s. Das Unternehmen behält deshalb auch den negativen Ausblick für die Branche bei. Besser sieht es in der Schaden- und Unfallversicherung aus. Anders als Marktbeobachter erwartet die Ratingagentur auch keinen Preiskampf in der Autoversicherung.
Blick in die Zukunft
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Digitales Versicherungsdinner der Süddeutschen Zeitung, Jahresausblick von Mooyd’s, Bund der Versicherten und Carsten Zielke zum „BMI der Lebensversicherer“, Pressedialog des BVK und Konferenz des Instituts für Versicherungswissenschaften an der Universität Leipzig.
Cyberangriffe werden teurer
Bis zu 6 Billionen Dollar im Jahr werden die Folgen von Cyberangriffen Unternehmen bis 2021 kosten, warnt der Makler Aon in einer neuen Studie. Viele Firmen seien immer noch nicht gut genug vorbereitet auf Angriffe, kritisiert Cyber-Experte Johannes Behrends. Dabei könnten die Folgen weitgehend sein und über den unmittelbaren finanziellen Schaden weit hinausgehen. In der Vergangenheit haben Cybervorfälle sowohl zu deutlichen und langanhaltenden Einbrüchen beim Aktienkurs geführt als auch zu schlechteren Bewertungen durch Ratingagenturen.
Cyberversicherung: lukrativ, aber gefährlich
Die Cyberversicherung kann als relativ junge Sparte Schadenversicherern enorme Wachstums- und Ertragschancen bieten. Voraussetzung ist allerdings, dass die Anbieter die damit verbundenen Risiken adäquat bewerten. Zu diesem Ergebnis kommt die Ratingagentur Moody’s in einem aktuellen Bericht. Die Analysten sehen es kritisch, dass die Versicherer noch wenig Erfahrung im Umgang mit Cyberrisiken haben. Zudem sorgen sie sich um das Kumulrisiko für die Branche und das bislang sehr uneinheitliche Angebot an Deckungen.
Moody’s: 5G hat disruptives Potenzial für Versicherer
Kurz nachdem Deutschland die Frequenzen für den neuen Mobilfunknetzstandard 5G für mehrere Milliarden an Betreiber versteigert hat, zeigt eine Analyse der Ratingagentur Moody’s die Folgen des schnellen Mobilfunknetzes für die Versicherungswirtschaft auf. Der schnellere Datentransfer wird demnach viele Unfälle verhindern und in der Folge das Schadenaufkommen senken. Während es noch einige Jahre dauern wird, bis 5G eine Rolle in Europa spielt, bieten sogenannte Internet of Things-Anwendungen der Assekuranz schon heute Chancen. Um sie zu nutzen, werden die Gesellschaften noch stärker als bisher die Kooperation mit Insurtechs suchen, erwartet Moody’s.
Die Kriterien bei Ratings verschieben sich
Soziale, Umwelt- und Governance-Fragen spielen bei der Bewertung der Finanzstärke von Versicherungsunternehmen eine immer größere Rolle, warnt die Ratingagentur Moody’s. Zwar seien diese Themen nicht neu, doch sie haben angesichts des Klimawandels, des demographischen Wandels und anderer Entwicklungen eine neue Bedeutung gewonnen. Unternehmen, die von Moody’s eine ordentliche Bewertung erhalten wollen, müssen nicht nur profitabel arbeiten, sie müssen auch nachweislich nachhaltig investieren, ihre Kunden gut behandeln und ein stabiles Management besitzen.
Versicherer sorgen sich um schwache Nachfrage
Die europäischen Versicherer betrachten das geringe Wirtschaftswachstum und die daraus resultierende schwache Nachfrage nach Versicherungsprodukten derzeit als ihr größtes Problem. Das ergab eine Umfrage der Ratingagentur Moody’s unter den Finanzchefs von 18 europäischen Versicherungsunternehmen. Für herausfordernd halten die Befragten zudem die hohe Volatilität an den Kapitalmärkten, politische und regulatorische Risiken sowie den intensiven Wettbewerb in der Branche.
Ratingagentur Moody’s sieht Deckel positiv
Sollte der vom Bundesfinanzministerium vorgelegte Entwurf für einen Provisionsdeckel für die Lebensversicherung Gesetz werden, könnte das Auswirkungen auf die Bonitätsbewertungen der Versicherer haben. Die hohen Vertriebskosten belasten die Erträge der Lebensversicherer, so die Ratingagentur Moody’s. Eine Begrenzung hätte deshalb positive Auswirkungen auf die Ratings der Gesellschaften. Allerdings könnte der Deckel dafür sorgen, dass das Wachstum der Versicherer im Neugeschäft in den kommenden Jahren zurückgehen wird, so Moody’s.
Moody’s warnt vor steigenden Risiken
Die Ratingagentur Moody’s warnt in einer aktuellen Prognose für den europäischen Versicherungsmarkt vor wachsenden Risiken für die Versicherer. Der Ausblick für 2019 bleibe zwar stabil, doch vor allem ein harter Brexit ohne Ausstiegsabkommen und eine Verschlechterung der italienischen Bonität könnten sich negativ auswirken, warnt Moody’s. Auch die Lage einiger deutscher Lebensversicherer bereitet der Ratingagentur Sorgen. Insgesamt 27 Gesellschaften stünden unter genauer Beobachtung der Aufsichten.
Rückversicherung: A.M. Best mit negativem Ausblick
Die Ratingagentur A.M. Best sieht die Aussichten für die Rückversicherer sehr kritisch. Das Unternehmen behält seinen negativen Branchenausblick bei, da es erwartet, dass die kommenden Jahre für die Anbieter sehr schwierig werden. Die Preise reichen nur knapp aus, um die Kapitalkosten zu decken. Konkurrent S&P hatte zuvor seinen Ausblick auf „stabil“ belassen. Erst wenn die Rückversicherer mehrere Jahre ihre Kapitalkosten nicht verdienen könnten, werde die Bewertung auf „negativ“ gesetzt. Auch die Ratingagenturen Fitch und Moody’s beurteilen die Zukunftsaussichten der Branche als „stabil“.
Moody’s: Schlechte Aussichten für Lebensversicherer
Die Ratingagentur Moody’s macht den deutschen Lebensversicherern keine großen Hoffnungen, dass sich die angespannte Lage im Markt bald verbessert. Zwar treiben die Gesellschaften mit Kraft den Umbau ihrer Geschäftsmodelle voran und setzen im Vertrieb auf zinsunempfindlichere Policen. Doch ihre Altbestände und der Niedrigzins drücken weiterhin auf die Ergebnisse. Noch zeigt die neue Policen-Generation mit eingeschränkten Garantieversprechen keine positiven Effekte, schreibt Moody’s. Angesichts der Probleme werde das Thema Run-off weiter Fahrt aufnehmen.











