Exklusiv Die Nürnberger Versicherungsgruppe führt Gespräche mit einem Versicherer, die den Konzern übernehmen will. Den Namen des möglichen Investors hat der Konzern am heutigen Freitag genannt, es handelt sich um die Vienna Insurance Group. Die Nürnberger sucht nach einem hohen Verlust im Jahr 2024 einen starken Partner.
Archiv ‘Munich Re’
Allianz hochzufrieden mit Halbjahr
Nach der Bekanntgabe guter Halbjahresergebnisse stieg die Allianz-Aktie um 4,8 Prozent (Stand 13 Uhr). Konzernchef Oliver Bäte und Finanzchefin Claire-Marie Coste-Lepoutre zeigten sich trotz der globalen Krisenherde sehr optimistisch. Besonders stark verlief das Schaden- und Unfallgeschäft mit einem Gewinnplus von 12,1 Prozent, unterstützt durch weiter steigende Preise und eine niedrige Belastung durch Naturkatastrophen.
Rückversicherer unter Druck
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Halbjahresberichterstattung von Allianz, Munich Re, Zurich und Generali
Wer prüft künftig die Allianz?
Herbert Frommes Kolumne Eines der wichtigsten Mandate für Wirtschaftsprüfer in der Versicherungsbranche wird gerade neu vergeben: die Prüfung des gesamten Allianz-Konzerns. Im Rennen sind noch KPMG und EY. Es geht um sehr viel Prestige und hohe Gebühreneinnahmen. Die Entscheidung dürfte in den kommenden zwei Wochen fallen, berichten Unternehmenskreise. Seit 2018 prüft PwC die Allianz. Nach EU-Regeln muss jeder börsennotierte Konzern die Prüfer spätestens alle zehn Jahre wechseln. Sollte EY gewinnen, könnte es ein kleines Problem mit der Aufsicht geben.
Zeitreise: Axa, Munich Re, Gen Re, Allianz, DEVK
Vor 20 Jahren Eigentlich herrschte Sommerflaute im Juli 2005, aber die Versicherungsbranche sorgte dennoch für zahlreiche Schlagzeilen. Die Axa feuerte ihren Deutschlandchef Claus-Michael Dill, die Munich Re – die damals noch als Münchener Rück auftrat – sorgte sich um Altlasten bei ihrer US-Tochter, die BaFin verstärkte den Druck auf die Gen Re und die DEVK glaubte, dass sie im Preiskrieg der Autoversicherer gegen die mächtige Allianz bestehen könnte.
Wochenspot: Kein prima Klima mehr
Wochenspot – der Podcast Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe des Wochenspots sprechen Redakteurin Katrin Berkenkopf und Herausgeber Herbert Fromme über die Rolle der Versicherer beim Klimaschutz und welche Zeichen der Austritt der Munich Re aus diversen Klimainitiativen sendet. Diesen Podcast können Sie auch frei auf den gängigen Plattformen hören: Spotify, Apple Podcasts und Amazon Music
Teures Katastrophenhalbjahr
Die schweren Waldbrände im kalifornischen Los Angeles vom Januar waren die mit Abstand teuerste Naturkatastrophe im ersten Halbjahr weltweit. Sie sind der Hauptgrund dafür, dass es mit einem versicherten Schaden von 80 Mrd. Dollar (68,7 Mrd. Euro) ein besonders teures Auftakthalbjahr für die Branche war. Das zeigt die aktuelle Naturkatastrophenbilanz von Munich Re.
Versicherung, Klima und Kapitalismus
Herbert Frommes Kolumne Der ideologische Krieg um den Klimawandel ist in vollem Gange. In den USA hat die Regierung Trump die Auffassung, dass es keinen von Menschen gemachten Klimawandel gibt, zur Staatsideologie gemacht. Manche Unternehmen schließen sich an, oft unter Druck. Auch in Deutschland nimmt die Begeisterung für die Klimaziele ab, die Munich Re verlässt Klimainitiativen. In dieser Situation argumentiert Allianz-Vorstand Günther Thallinger, dass der Kapitalismus durch den Klimawandel sehr real gefährdet ist.
Die Munich Re zaudert beim Klima
Exklusiv Die Munich Re, einst als Vorzeigeunternehmen im Kampf gegen die Klimakrise gefeiert, verabschiedet sich gleich aus mehreren internationalen Klima-Initiativen. Das Unternehmen betont, dass es an seinen Klimazielen festhält. Die Allianz erklärt, dass sie Mitglied in der Net Zero Asset Owner Alliance bleibt. Experte Carsten Zielke glaubt, dass der Rückversicherer seinen Entschluss noch bereuen könnte.
Munich Re-Chef Wenning tritt ab
Leute – Aktuelle Personalien Überraschung beim Rückversicherer Munich Re: Vorstandschef Joachim Wenning verlässt den Konzern zum Jahresende und tritt mit dem Abschluss des aktuellen Strategieprogramms in den Ruhestand. Persönliche Gründe sollen den Ausschlag gegeben haben. Seine Nachfolge tritt der Munich Re-Finanzchef Christoph Jurecka an. Neuer Finanzchef wird Andrew Buchanan. Zudem bekommt der Rückversicherer mit Robin Johnson erstmals einen Chief Technology Officer.
Munich Re versichert Geothermie-Bohrungen
Die Munich Re will in Kooperation mit der bundeseigenen Förderbank KfW Geothermie-Bohrungen absichern. Die sogenannte Fündigkeitsversicherung soll greifen, wenn eine Bohrung, die in jedem Fall Kosten in Millionenhöhe verursacht, ergebnislos bleibt. Profitieren sollen vor allem Kommunen, die die Kosten bei Nichtfündigkeit nicht tragen könnten. Aber auch Unternehmen mit Wärmebedarf kommen laut Munich Re infrage. Das Pilotprojekt soll nach dem Start zunächst drei Jahre laufen.
Munich Re untersucht Cyber-Kumul
Ein schwerwiegendes Malware-Ereignis könnte bis zu 25 Prozent aller Systeme weltweit betreffen. Zu diesem Ergebnis kommt Munich Re in einer Befragung von IT-Sicherheitsexperten. Ziel waren bessere Erkenntnisse für die Modellierung von Kumulereignissen. Ein weiteres Ergebnis: Die Cloud-Abhängigkeit der Unternehmen ist hoch. Der Versichererverband GDV hat unterdessen eine Orientierungshilfe für Versicherer zur Überprüfung ihrer Cloud-Strategie in Zeiten gestiegener geopolitischer Unsicherheit veröffentlicht.
Viele Mitarbeiterinnen, aber nur wenige Chefinnen
Exklusiv Frauen sind in der Versicherungsbranche zahlreich vertreten, bei vielen großen Unternehmen stellen sie mehr als die Hälfte der Belegschaft. Doch in den Führungsetagen schrumpft ihr Anteil drastisch. Auch die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen sind teils enorm. Welche Versicherer schneiden gut ab? Wer hat Nachholbedarf? Der Versicherungsmonitor hat die Beschäftigtendaten großer Gesellschaften analysiert.
Klimaprotest bei Munich Re
Aktivisten von Urgewald und dem Netzwerk Insure Our Future haben am Montag gegen die Versicherung von klimaschädlichen Flüssigerdgas-Projekten durch Munich Re protestiert. Per beschriftetem Fahrzeug vor der Konzernzentrale forderten sie den Rückversicherer auf, sich im Zuge der angekündigten neuen Klimaziele aus dem Geschäft zurückzuziehen. Sie reagieren damit unter anderem auf die Ankündigung von Munich Re vom Juni, vier Klimainitiativen zu verlassen. Der Rückversicherer spricht von einer relevanten Brückentechnologie.













