The Long View – Der Hintergrund In Deutschland sind immer mehr Drohnen unterwegs, derzeit sind es rund 400.000. Die unbemannten Fluggeräte können bei Unfällen Schäden in Millionenhöhe verursachen. Um sich vor den finanziellen Folgen zu schützen, kommen für Drohnenpiloten private Haftpflichtversicherungen, Drohnen-Spezialpolicen oder Betriebshaftpflichtverträge in Frage. Doch die Deckungssummen sind oft zu gering bemessen, und die Policen sehen viele Einschränkungen vor. Die Anbieter sollten sich bei der Vertragsgestaltung an der Kfz-Versicherung orientieren, die Haftungssituation ist ohnehin sehr ähnlich.
Archiv ‘Munich Re’
Rückversicherer unter Druck
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: SZ-Rückversicherungstag, Zahlen von Munich Re und Generali, Blockchain-Konferenz von Euroforum und Axa-Konferenz zur Betriebsrenten-Reform.
Lohrmanns Verunsicherung CLXXXIV
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Munich Re ändert subtil das Geschäftsmodell.
Oliver Stock wird Ergo-Sprecher
Leute – Aktuelle Personalien Oliver Stock, aktuell stellvertretender Chefredakteur der Wirtschaftswoche, leitet künftig den Bereich Kommunikation und Markenführung bei der Munich Re-Tochter Ergo. Er folgt auf Andreas Lampersbach, der zur Muttergesellschaft nach München wechselt. Stock war bis 2011 Leiter des Finanzressorts und später als Online-Chef Mitglied der Chefredaktion beim Handelsblatt, also in leitender Funktion bei der Zeitung, als sie zuerst über die Budapest-Lustreise von Ergo-Vertretern berichtete. Diese alten Wunden scheinen verheilt zu sein im Ergo-Turm.
Munich Re startet Telematik-App für Autofahrer
Der Rückversicherer Munich Re wagt sich in ein neues Geschäftsfeld vor. In den USA hat der Konzern zusammen mit dem Telematik-Spezialisten Drivefactor eine Telematik-App für Autofahrer auf den Markt gebracht. Damit können die Nutzer ihr Fahrverhalten messen und sollen bei besonnener Fahrweise Rabatte auf die Versicherungsprämie erhalten. Mit dem Vorstoß macht Munich Re Erstversicherern wie Allianz, HUK-Coburg und Axa Konkurrenz, die den noch jungen Markt erobern wollen.
Zwischen Tagesgeschäft und Innovation
Meinung am Mittwoch Eine große Herausforderung für viele Versicherer ist, im Zuge der Digitalisierung sowohl dem Tagesgeschäft als auch Innovationsprojekten gerecht zu werden. Oft setzt sich das Tagesgeschäft durch, weil die Aufgaben konkreter und eiliger sind – hier muss das Management gegensteuern. Eine Möglichkeit ist, getrennte Teams für die jeweilige Aufgabe einzusetzen. Unter Umständen ist aber auch eine enge Vernetzung zwischen beiden Seiten gefordert. Dann stehen Führungskräfte und ihre Teams vor einer umso größeren Herausforderung.
Munich Re setzt auf Innovation
Der Rückversicherer Munich Re muss sich weiter mit sinkenden Preisen im Kerngeschäft Rückversicherung herumschlagen. Das Unternehmen setzt für die Zukunft stark auf Innovationen und neue Geschäftsmodelle wie die Auswertung von Big Data, die sich eher in Gebühreneinnahmen als in Prämieneinnahmen auswirken. 2016 erzielte der Konzern geringere Prämieneinnahmen, auch der Gewinn liegt deutlich unter dem von 2015. Dennoch erhöht die Munich Re die Dividende, um Anleger gewogen zu halten.
Vitality und Bilanzreigen
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Vitality-Roadshow von Dialog, Zahlen von Munich Re, Scor und Zurich, Round Table von Signal Iduna sowie KPMG-Pressegespräch zur Cyberversicherung.
Munich Re verabschiedet sich von Geschäftsfeld Health
Munich Re-Chef Nikolaus von Bomhard hat lange große Hoffnungen auf das internationale Gesundheitsgeschäft gesetzt. Das Geschäftsfeld Munich Health sollte zum dritten Standbein neben der Rück- und der Erstversicherung werden. Die hohen Erwartungen konnte die Einheit jedoch nie erfüllen. Wenige Monate vor dem Ausscheiden von Bomhards löst Munich Re jetzt das Geschäftsfeld auf und verschmilzt es mit dem Leben-Geschäft. Der Vorstand schrumpft dadurch um ein Ressort.
Rieß: Evolution statt Revolution
Die Veränderungen in der Versicherungswirtschaft werden eher evolutionär als revolutionär ablaufen, erwartet Ergo-Chef Markus Rieß. Das heißt aber nicht, dass die technische Entwicklung keine Bedrohung für die Branche darstelle. Die Geschwindigkeit des Fortschritts sei eine enorme Herausforderung, sagte er auf dem SZ-Versicherungstag in Bergisch-Gladbach. Birgit König, Vorstandsvorsitzende der Allianz Private Krankenversicherung, nahm einige der Digitalisierungsbemühungen der Assekuranz aufs Korn. Insbesondere Apps seien oft nutzlos.
Munich Re: Lampersbach ersetzt Lawrence
Leute – Aktuelle Personalien Christian Lawrence (Bild), seit 2008 Kommunikationschef der Munich Re, verlässt das Unternehmen Ende April. Nachfolger wird der jetzige Ergo-Sprecher Andreas Lampersbach. Der neue Munich Re-Vorstandsvorsitzende Joachim Wenning, der mit der Hauptversammlung am 26. April 2017 das Amt von Nikolaus von Bomhard übernimmt, tritt dann mit einer ganz neuen Führung der Kommunikation an. Chef-Pressesprecherin Johanna Weber will das Unternehmen Mitte des Jahres verlassen.
Daftari wechselt von Chubb zu Swiss Re
Leute – Aktuelle Personalien Bijan Daftari, der lange Jahre beim Industrieversicherer Chubb tätig war, wechselt zur Swiss Re Corporate Solutions. Dort übernimmt er die Position des Deutschlandchefs von Reto Collenberg. Außerdem: Der Rückversicherer Munich Re hat mit Renata Jungo Brüngger eine Nachfolgerin für den Aufsichtsratsposten von Wolfgang Mayrhuber gefunden, der Ende 2016 in den Ruhestand gegangen ist. Dietmar Linde ist neues Vorstandsmitglied des Hamburger Spezialversicherers Hübener.
EU und USA vereinfachen Regeln für Versicherer
Nach 20 Jahre währenden Diskussionen haben sich die EU und die USA auf gemeinsame Regeln für Rückversicherer geeinigt. EU- und US-Rückversicherer, die mit Erstversicherern jenseits beziehungsweise diesseits des Atlantiks Geschäfte machen wollen, müssen künftig keine Sicherheiten mehr hinterlegen oder Niederlassungen gründen. Künftig sollen Rück- und Erstversicherungsgruppen zudem ausschließlich in ihrem Heimatland beaufsichtigt werden. Diesseits des Atlantiks profitieren vor allem Munich Re und Hannover Rück in Deutschland sowie Scor in Frankreich und der Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s von der Vereinbarung.
Munich Re übernimmt Mehrheit an Hansekuranz
Der Rückversicherer Munich Re übernimmt die Mehrheit des Münsteraner Assekuradeurs Hansekuranz Kontor. Das Unternehmen ist ein Spezialanbieter für Lösegeldversicherungen, der in der Vergangenheit vor allem für die Ergo Geschäft gezeichnet hat. Diese Zusammenarbeit endete Ende letzten Jahres. Jetzt zeichnet der Assekuradeur unter anderem Risiken für die Munich Re-Tochter Great Lakes und die R+V. Das Unternehmen rechnet mit deutlichem Wachstum bei Lösegeldversicherungen.












