Leute – Aktuelle Personalien Die W&W-Gruppe baut ihre Aktivitäten rund um das Thema Nachhaltigkeit weiter aus und hat dafür die Stelle des Nachhaltigkeitsmanagers geschaffen. Christian Barthruff (Bild) wird sie besetzen. Er soll die konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns umsetzen. Außerdem: Der Bundesverband Finanzdienstleistungen AfW hat eine neue Geschäftsführerin. Lloyd’s bestätigt seinen Chairman im Amt und Lemonade holt den Ex-Chef der New Yorker Versicherungsaufsicht an Bord.
Archiv ‘Nachhaltigkeit’
Kein Provisionsdeckel mit der FDP!
Die Diskussion über die Altersvorsorge wird in Deutschland zu sehr von der Kostenfrage dominiert. Das kritisierte Allianz-Vorstand Rolf Wiswesser auf einer Podiumsdiskussion bei der Hauptversammlung des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Maximilian Mordhorst stellte klar, dass aus dem Bundesfinanzministerium kein Provisionsdeckel kommen wird. Martin Gräfer von der Bayerischen warb für eine Aktienrente innerhalb der Riester-Rente.
Gothaer misst CO2-Fußabdruck von Kunden
Um den Klimawandel zu stoppen – oder zumindest zu verlangsamen – müssen alle an einem Strang ziehen. Das ist ein Grund, warum die Gothaer ihren Mittelstandskunden dabei helfen will, ihre CO2-Bilanz zu verbessern. Dafür kooperiert der Versicherer mit dem Start-up Cozero aus Berlin. 500 Geschäftskunden der Gothaer können mithilfe der Software von Cozero ihren CO2-Fußabdruck berechnen lassen und sich Tipps zur Verbesserung holen. Die Initiative hat auch direkte Vorteile für die Gothaer.
Bayerische nimmt Gewerbeversicherung ins Visier
Die Bayerische will ihr Engagement im Gewerbekundengeschäft ausbauen. Selbstständige, Freiberufler und mittelständische Unternehmen rücken in diesem Jahr in den Fokus der Münchener. „Das ist die Zielgruppe, in der es für uns das meiste Wachstumspotenzial gibt“, sagte Bayerische-Vorstand Martin Gräfer bei der Bilanzpressekonferenz des Versicherers. Kooperationen mit verschiedenen Partnern sollen beim forcierten Wachstum in dem Segment helfen.
Nachhaltigkeit: Vermittler teils „gar nicht“ informiert
Viele Vermittler fühlen sich mangelhaft informiert, was die ab Anfang August greifende Pflicht zur Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenz bei Versicherungsanlageprodukten betrifft. Das zeigt eine Befragung durch den Vermittlerverband BVK und die Initiative GSN. 24 Prozent sagten, dass sie „gar nicht“ über den Inhalt der anstehenden Regulatorik informiert seien. Hintergrund ist, dass die einschlägige Änderung der Vertriebsrichtlinie IDD die neue Pflicht nicht konkretisiert, sagte Timo Biskop von GSN.
Wie sag ich’s meinem Kunden?
Legal Eye – Die Rechtskolumne Ab August müssen Vermittler die Nachhaltigkeitspräferenzen der Kunden im Gespräch abfragen. Eine erste Orientierung dafür bietet eine neue Leitlinien-Konsultation der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa. Klar ist: Auf Kunden und Vertriebe werden viele neue Begriffe und Fragen zukommen, und Beratungsgespräche werden länger und komplexer. Die Neuregelungen sind zwar noch gar nicht anwendbar, aber es wäre schon jetzt Zeit für eine Neufassung.
Nachhaltigkeit: Regulatorischer Druck wächst
Legal Eye – Die Rechtskolumne Das Thema Nachhaltigkeit wird die Versicherungsbranche so schnell nicht loslassen. Ab August 2022 müssen Versicherer und Vermittler die individuellen Nachhaltigkeitspräferenzen ihrer Kunden ermitteln und ihre Anlageberatung daran ausrichten. Versicherer werden weitere Anstrengungen unternehmen müssen, diesen neuen regulatorischen Anforderungen zu genügen. Einige Fragen sind dabei noch ungeklärt, etwa ob die Neuregelung auch eine Pflicht zur Befragung der Bestandskunden umfasst.
GDV: Nur wenn das Risiko stimmt
Bei der Überarbeitung der Solvency II-Aufsichtsregeln geht es auch um die Kalibrierung von Naturkatastrophenrisiken sowie um den Umgang mit nachhaltigen Investitionen. Die europäische Kommission hat der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa entsprechende Prüfaufträge erteilt. Der Versichererverband GDV ist gegen eine willkürliche Besserstellung grüner Investments, ohne dass sie mit einem geringeren Risiko begründet werden kann.
Klimaneutralität: Die Investitionschance unseres Lebens?
Legal Eye – Die Rechtskolumne Private Finanzierung durch große institutionelle Investoren wie die deutschen Versicherer ist essenziell, um eine klimaneutrale Wirtschaft zu erreichen. Die erforderlichen Investitionen sind aber häufig riskanter und passen nicht zu den regulatorischen Vorgaben. Hier könnten sogenannte Blended Finance-Strukturen helfen, bei denen das Risikoprofil einer Anlage durch staatliche Beteiligung verbessert wird. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft befassen sich bereits intensiv mit diesem Thema, es fehlt aber noch an Koordination, Kooperation und praktischer Umsetzung.
Wochenspot: Qué tal, Mapfre?
Wochenspot – der Podcast Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe diskutieren Redakteurin Katrin Berkenkopf und Chefredakteurin Friederike Krieger über den spanischen Versicherer Mapfre: seine Pläne für die deutsche Tochter Verti, sein Kommunikationsproblem mit den Aktionären und warum er selbst Autos verschrottet.







