Archiv ‘Nachhaltigkeit’

Wochenspot: Hybrides Arbeiten und der neue Axa-Chef

 Wochenspot – der Podcast  Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe diskutieren Redakteurin Katrin Berkenkopf und Herausgeber Herbert Fromme über hybrides Arbeiten und die neue Position von Axa Deutschlandchef Alexander Vollert in Paris.

Franke und Bornberg: Kfz-Tarife werden immer besser

Der scharfe Wettbewerb in der Kfz-Versicherung in Deutschland steigert die Qualität der Tarife spürbar. Zu diesem Ergebnis kommt die Ratingagentur Franke und Bornberg in ihrer diesjährigen Untersuchung der Kfz-Versicherer. Obwohl das Unternehmen seine Bewertungskriterien im vergangenen Jahr deutlich nachgeschärft hat, erreichten 33 der untersuchten 159 Tarife von 81 Gesellschaften die Bestnote. Bei der Vorjahresuntersuchung gelang das nur 13 von 177 Tarifen. Die Versicherer orientieren sich stark an den von Franke und Bornberg definierten Qualitätskriterien, um ihre Position im Wettbewerb auszubauen, schreibt das Unternehmen.

„Ohne CO2-Preis kommen wir nirgendwo hin“

Die Klimaziele stellten Deutschland vor enorme Herausforderungen, was die Transformation der Wirtschaft betrifft. Klima- und Finanzexperten diskutierten auf einer Digitalveranstaltung der Generali über die Pläne von SPD, Grünen und FDP, über Greenwashing und die Kosten von Nachhaltigkeit. Eine angemessene CO2-Bepreisung ist entscheidend, damit der Umbau gelingt, sagte Ottmar Edenhofer, Direktor und Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Der Finanzchef von Generali Deuschland Stefan Lehmann forderte eine klare und schlanke Regulatorik.

Mehr Rechtssicherheit bei „grünen“ Kapitalanlagen

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Viele Versicherer wollen ihre Kapitalanlagen nachhaltiger gestalten. Der europäische Gesetzgeber hat für die Verfolgung von Nachhaltigkeitszielen durch Versicherer zwar einen rechtlichen Rahmen gesetzt, der lässt jedoch eine Reihe von wichtigen Fragen weiterhin unbeantwortet. Klarere Regelungen, welche Rechte und Pflichten Versicherer bei ihren Kapitalanlageentscheidungen im Hinblick auf die Verfolgung von Nachhaltigkeitszielen haben, wären wünschenswert.

Radoncic: Captives treffen den Nerv der Zeit

 Exklusiv  Die angespannte Lage in der Industrieversicherung macht vielen Konzernen zu schaffen. Statt sich mit steigenden Preisen und sinkenden Kapazitäten abzufinden, haben Unternehmen ihr Schicksal selbst in der Hand, ist Mirela Radoncic, Leiterin des Konzernkundengeschäfts beim Makler Marsh in Deutschland, überzeugt. Ihrer Ansicht nach müssen sich Konzerne mit Deckungsumfang und Risikotragfähigkeit auseinandersetzen. Interessant könne in diesem Zusammenhang die Gründung eines firmeneigenen Versicherers sein. „Captives treffen gerade den Nerv der Zeit“, sagt sie im Interview.

Wenig Anerkennung für Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist auch für Industrieversicherer ein großes Thema. Sie betonen oft, Kunden mit kohlenstoffintensiven Geschäftsmodellen bei ihren Bemühungen, nachhaltiger zu werden, unterstützen zu wollen – anstatt sie, wie von Aktivisten gefordert, einfach nicht mehr zu versichern. So gut scheint das aber noch nicht zu funktionieren. Bei einer Veranstaltung der europäischen Risikomanagervereinigung Ferma beklagten sich Versicherungseinkäufer aus der Ölbranche bitter über die mangelnde Anerkennung ihrer Nachhaltigkeitsbemühungen durch die Versicherer.

Allianz für mehr Klimaschutz

Während die Bundestagsparteien Sondierungsgespräche für die Regierungskoalition führen, kommt ein vorsorglicher Appell aus der Wirtschaft für eine entschiedene Klimapolitik. Zu den 69 beteiligten Unternehmen zählt auch die Allianz. Die Unterzeichner fordern eine Umsetzungsoffensive in den ersten hundert Regierungstagen. Konkret wünschen sie sich unter anderem einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien und eine Stärkung der CO2-Bepreisung. Entlastung wünschen sie sich beim Strompreis.

Nachhaltigkeit: Vom „Nice-to-“ zum „Must-Have“

 Meinung am Mittwoch  Nachhaltigkeit beschränkt sich bei Versicherern nicht nur auf die Kapitalanlage. Sie sollte auch Teil der Unternehmensstrategie werden, auch wenn das weit komplexer ist, als nur Investitionen umzuschichten. Nur, wenn das Thema nicht als Pflicht, sondern als Chance begriffen wird, sind Versicherer in der Lage, nicht nur langfristig ressourcenschonender zu arbeiten, sondern auch Kundennutzen und -zufriedenheit zu erhöhen. Dafür müssen sie aber aktiv Änderungen am eigenen Geschäftsmodell vornehmen.

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